Aktuelle Wasserinformationen und die wichtigsten Wasserereignisse
Vieles, was zum Thema Trinkwasser - im deutschsprachigen Raum - veröffentlicht wird, findet hier seinen Platz, sofern wir der Meinung sind, dass diese Nachricht für Sie von Bedeutung sein könnte.
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Gefahren für das Schutzgut Wasser werden immer wieder augenfällig. Die wesentlichen Regelungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen finden Sie im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) (§§ 19g bis 19l) sowie in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (VAwS). Eine aktuelle Fassung des Katalogs wassergefährdender Stoffe können Sie beim Umweltbundesamt einsehen.

Die Trinkwasser-Katastrophe [jpg 532 KB]
Gesund wohnen: Trinkwasseraufbereitung zuhause [pdf 773 KB]
Giftdünger-Skandal erfasst ganz Deutschland: 46.000 Tonnen krebserregender Klärschlamm auf Feldern entdeckt
(Neue Westfälische - 30. November 2006) [pdf 230 KB]
Forscher finden Giftstoffe in Klinkabwässern [txt]
Der Wunderbaum für das Trinkwasser
Die zerkleinerten Samen des
Moringa-Baums (Moringa oleifera Lam.) enthalten nicht nur Wirkstoffe, die die bisherigen chemischen Flockungsmittel in der Wasser-Aufbereitung ersetzen können.
Sie wirken zudem antibakteriell. [weiterlesen ...]
Zitat
aus: DER SPIEGEL vom 15 Feb 1999 "Großräumige Verteilung"
"Es muss damit gerechnet werden, dass eine unbekannte Zahl von Menschen über das Trinkwasser dauernd und unfreiwillig
unterschwellige Dosen von Arzneimitteln aufnimmt. Über mögliche Effekte dieser Langzeitwirkung ist nichts bekannt."
Mit dieser schriftlich festgehaltenen Aussage hat sich Sabine Gärtner vom Bonner Umweltministerium "nicht nur Freunde gemacht", wie sie selber vermutet, denn die
Pharmalobby hört so etwas bestimmt nicht gern. +++ Matthias Brendel

Für einen
UN-Report haben Experten weltweit die Wasserqualität in 122
Ländern verglichen.
Schlusslicht ist Belgien! Deutschland ist
zweitschlechtester EU-Staat auf Platz 57.
Ursache für das Urteil für Belgien sei die schlechte Qualität des
Grundwassers, eine hohe Belastung durch Industrieabwässer und mangelhafte
Wasserklärung, heißt es in dem Report.
Das Land, Sitz vieler
EU-Institutionen und Quelle berühmter Mineralwasser wie Spa und
Chaudfontaine, liegt damit noch hinter Indien, Jordanien und neun
afrikanischen Staaten, die gemeinsam mit dem europäischen Schlusslicht das
dreckige Dutzend am Ende der Rangliste bilden.
Im Jahr 2000 verwarnte der
Europäische Gerichtshof das Königsreich, weil der Raum Brüssel keine
vollständige Kläranlage besaß. Auch heute noch fließt ein Großteil des
Schmutzwassers von über einer Million Menschen als ungeklärte Brühe in das zubetonierte Flüsschen Senne.
Die drei Spitzenplätze nehmen wenig überraschend Finnland, Kanada und
Neuseeland ein.
Doch dahinter, auf Rang vier, folgt schon Großbritannien,
das lange Zeit für die starke Verschmutzung der Themse gerügt wurde.
Mit dem Report warnt die Uno vor einer dramatischen Wasserkrise, auf welche
die Menschheit nach Einschätzung der Fachleute zusteuert. Schon jetzt ist
die kostbare Ressource dem Bericht zufolge in vielen Ländern bedrohlich
knapp: Während in Französisch-Guayana jedem Einwohner pro Jahr üppige 812
Kubikmeter Wasser zur Verfügung stehen, sind es im Gaza-Streifen nur 52 und
in Kuwait gar nur zehn Kubikmeter.
Bis zur Mitte des Jahrhunderts, so die Prognose der Uno-Untersuchung, werden
im günstigsten Fall zwei Milliarden Menschen in 48 Ländern unter
Wassermangel leiden, im schlimmsten Fall sogar sechs Milliarden Menschen in
60 Ländern. "In den nächsten 20 Jahren wird die durchschnittliche weltweite
Wasserversorgung pro Person voraussichtlich um ein Drittel sinken", sagt Unesco-Generaldirektor Koichiro Matsuura.
Der Klimawandel kann dem Bericht zufolge nur teilweise für die zunehmende
Wasserknappheit verantwortlich gemacht werden. Hauptproblem sei nach wie vor
mangelnde politische Initiative: Derzeit würden jeden Tag rund zwei
Millionen Tonnen Abfall in Flüsse und Seen gelangen, insgesamt seien rund
12.000 Kubikkilometer Wasser verschmutzt. Dieses Volumen, das der
Wassermenge in den zehn größten Flüssen der Welt entspricht, könnte laut
Uno-Angaben auf 18.000 Kubikkilometer im Jahr 2050 anwachsen, wenn keine
weiteren Maßnahmen gegen die Wasserverschmutzung ergriffen werden.
- Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,238802,00.html
- Download: Unesco-Weltrangliste Trinkwasserqualität - Studie der WHO [pdf
490 KB ]
Quelle: http://www.unesco.org/bpi/wwdr/WWDR_chart2_eng.pdf
Medikamente werden nur unvollständig im menschlichen Körper abgebaut. Was wir ausscheiden, landet nicht selten in Flüssen und Seen -
in Konzentrationen, die Wasserlebewesen gefährlich werden könnten, sagen US-Forscher. Für die Wasserwerke, die für die Qualität des Trinkwassers garantieren müssen und
dieses aus offenen Gewässern gewinnen, stellt dies ein zunehmendes Problem dar.
Die Hydrologin Dana Kolpin und ihre Kollegen vom U.S. Geological Survey untersuchten 139 Gewässer in 30 Bundesstaaten. Wie die Forscher im Magazin "Environmental Science &
Technology" berichten, wurde in den Wasserproben gezielt nach 95 chemischen Substanzen gesucht. 82 davon konnten nachgewiesen werden. In jedem dritten Fluss fanden sich
mindestens zehn Substanzen, der Spitzenreiter kam auf 38 verschiedene Rückstände aus Medikamenten. Die Spuren stammen größtenteils aus Schmerzmitteln sowie Herz- und
Bluthochdruck-Präparaten. Häufig wurden auch Sexualhormone aus Anti-Baby-Pillen und aus der Hormon-Ersatz- Therapie gefunden. Die nachgewiesenen Konzentrationen könnten das
Ökosystem der Flüsse schädigen, glauben die Forscher. Gefahren für den Mensch seien noch nicht festgestellt worden. Die Wirkung der Präparate auf die Umwelt sei erst
schlecht erforscht, kritisieren die Autoren der Studie. So gebe es beispielsweise für die meisten nachgewiesenen Chemikalien keine Trinkwasser-Grenzwerte. In Deutschland
ist das Problem seit Anfang der 90er Jahre bekannt, als erstmals Clofibrinsäure im Trinkwasser entdeckt wurde. Die Säure ist ein Abbauprodukt eines Lipidsenkers gegen
erhöhte Blutfettwerte. Seitdem sind wiederholt Medikamenten- Rückstände in Gewässern nachgewiesen worden. Es fanden sich unter anderem Hormone und Psychopharmaka sowie
Antibiotika und Tranquilizer aus der Tiermast. Zur aktuellen Belastung des Grundwassers durch Medikamente bereitet der Bund-/Länderausschuss für Chemikaliensicherheit (BLAC)
derzeit einen Bericht vor, der voraussichtlich Mitte des Jahres veröffentlicht wird.
Quelle: vistaverde 13.03.2002
(10.10.1999)
(aho/eule) Bisher galten Landwirte und Tierärzte als die Bösewichte, die Umwelt und Lebensmittel mit Arzneimittelrückständen belasten. Aber auch die gute
humanmedizinische Versorgung in Deutschland spiegelt sich in der Umwelt wieder: Die verordneten Arzneimittel gelangen über Urin und Kot via Toilette ins Abwasser und können
nach Passage der Kläranlage oberirdische Gewässer erreichen.
Thomas Ternes vom ESWE-Institut für Wasserforschung und Wassertechnologie in Wiesbaden fand in 40 Fließgewässern insgesamt 20 Arzneistoffe und 4 ihrer Abbauprodukte. Dem
Analytiker bot sich eine illustre Auswahl dessen, was in deutschen Apotheken nur auf Rezept zu bekommen ist. Damit sind Medikamente nicht nur ubiquitär in deutschen
Gewässern verbreitet, sondern auch von erheblich größerer Brisanz als Pestizidrückstände im Wasser. Ob die beobachteten Störungen des Hormonhaushaltes (z.B.: zwittrige
Fische, Fruchtbarkeitsstörungen) mit de Sexualhormonen der Antibabypille zusammenhängen, ist noch offen. Ternes gibt zu bedenken, daß die Gehalte des ebenfalls
hormonwirksamen ß-Sitosterol im Wasser viel höher liegen. Das Steroid gelangt über Lipidsenker, vor allem aber über die Abwässer der Papierindustrie in die Umwelt. Eine
weitere Untersuchung galt an Antibiotika. Von den 18 untersuchten Substanzen wurden 5 häufig in Gewässer entdeckt: Abbauprodukte des Erythromycins, daneben Roxithromycin,
Sulfathoxazol, Trimethoprim und Clarthiromycin. Diese Ergebnisse zeigen aber nur ein Bruchteil der tatsächlichen Belastung. Denn die oft verwendeten Tetracycline und
Penicilline wurden von der Analytik noch gar nicht erfaßt.
Angesicht der fortschreitenden Resistenzbildung von Krankheitserregern geben die Resultate Anlass zur Sorge. Die Aufbereitung des Trinkwassers vermindert zwar die
Rückstände, vermag aber nicht alle Medikamente restlos zu entfernen. Im Leitungswasser fanden sich immer noch geringe Mengen an Clofbrinsäure, Bezafibrat, Diclofenac
und Ibuprofen. Nicht mehr nachweisbar waren Östrogene, Antibiotika, Psychopharmaka, Betablocker und Bronchospasmolytkika.
Quelle: Ternes, TA: Arzneimittel in Gewässern und Kläranlagen. Umweltplanung, Arbeits- und Umweltschutz 1998/H.254/S.21-27 Hirsch, R.: Antibiotika in der Umwelt.
Umweltplanung, Arbeits- und Umweltschutz 1998/H.254/S.29-35
Deutscher Bundestag: Drucksache 13/6803 vom 21.01.1997
Emissionen von Stickstoffverbindungen aus dem Straßenverkehr und der Landwirtschaft gefährden die Trinkwasserversorgung. In vielen Mittelgebirgswäldern z. B. können der Boden und die Pflanzen die über den Luftpfad weiträumig eingetragenen Stickstoffverbindungen aus dem Kraftfahrzeugverkehr und der intensiven Tierhaltung nicht mehr aufnehmen. Die Stickstoffverbindungen werden ins Grundwasser und in die Flüsse geschwemmt. Der Nitratgehalt des Trinkwassers übersteigt in vielen Gegenden den Grenzwert der deutschen Trinkwasserverordnung bzw. den gültigen Richtwert der EG-Trinkwasserrichtlinie. Hauptursachen sind die Überdüngung landwirtschaftlich genutzter Flächen und die Emissionen von Stickstoffverbindungen wie NOx und NH4 aus Verkehr und Landwirtschaft.
Bei einer Untersuchung von 29 natürlichen Mineralwässern und 2 Babywässern hat die Stiftung Warentest festgestellt: Fast die Hälfte der Wässer schmeckte nach Acetaldehyd, Kunststoff oder Karton. Schuld sind die Flaschen und Verschlüsse.
Es gab aber auch gute Nachrichten aus dem Labor: Die Chemiker fanden keine Schadstoffe.
Nachteil PET
PET ist ein Kunststoff mit guten Eigenschaften: federleicht, bruchsicher und bequem zu transportieren. Das Kürzel steht für Polyethylenterephthalat. Cola & Co werden fast nur noch in PET-Flaschen verkauft. Auch Mineralwasser ist immer öfter in diesen Kunststoffflaschen zu haben. Dabei hat PET Nachteile: Der Stoff ist nicht geschmacksneutral. Abbauprodukte können in das Getränk übergehen. Ein solches Abbauprodukt ist Acetaldehyd. Die Substanz riecht leicht weinartig. Tatsächlich entsteht sie auch bei der alkoholischen Gärung. Acetaldehyd ist in Weinen, in Sherry und in Bier enthalten. Dort ist es wichtig für das Aroma. In Mineralwasser stören dagegen schon geringe Mengen. 14 der getesteten Wässer rochen oder schmeckten nach Acetaldehyd, Kunststoff, Karton oder anderen Fremdstoffen.
Keine Schadstoffe und wenig Keime
Gute Nachrichten dagegen aus dem Labor: Die geprüften Wässer waren frei von Schadstoffen. Die Chemiker fanden weder Lösemittelrückstände, noch Pestizide. Auch mikrobiologisch sind die Mineralwässer ohne Tadel. Bis auf eine Ausnahme: Carat aus der Wiesenburger Felsenquelle. Dieses Wasser enthält mehr Keime als erlaubt. Keine Gefahr für Erwachsene - aber auch keine Empfehlung für Säuglinge und kleine Kinder.
Quelle: www.stiftungwarentest.de 25.01.2002 --- Stiftung Warentest online
Dr. Masaru Emotos Erkenntnisse
aus seinem Buch „Die Antwort des Wassers“
In seinem Buch „Die Antwort des Wassers“ erklärt
Dr. Emoto das Geheimnis des Wassers:
Dem gesamten
Universum liegt das Phänomen der Schwingung zugrunde, alles schwingt in seiner je eigenen Frequenz. Und Wasser hat die Eigenschaft, in Resonanz zu diesen Schwingungen zu geraten, sie zu „kopieren“ und weiter zu tragen.
Alles was ist schwingt - Wasser ist Lebenskraft, und Wasser ist ein vorzüglicher Energieträger. Mit seiner Erfindung der Wasserkristall-Fotografie gelang es dem japanischen Wasserforscher
Dr. Masaru Emoto nachzuweisen, was empfindliche Menschen immer schon spürten und
Homöopathen seit langem nützen:
Wasser nimmt Informationen verschiedenster Art auf.
Selbst Gedanken übertragen sich auf das Wasser und verändern es.
Daraus folgt:
Da der menschliche Körper zu 70-80% aus Wasser besteht, ist die Sauberkeit und Qualität des Wassers für die Gesundheit des Menschen ebenso wichtig wie die Reinheit und Qualität seiner Gedanken.
Materie schwingt
"Die Bilder der
Wasserkristalle berühren uns tief in unserem Herzen, und keiner kann sich ihrer Botschaft entziehen. Warum sind die Menschen so fasziniert von den Wasserkristallen? Weil in ihnen der Schlüssel zur Auflösung der Geheimnisse des
Universums verborgen liegt, der das Tor des Herzens aufschließt und das Wesen des Menschen und des Universums offenbart.
Das Wasser ist der Spiegel des Herzens.
Es hat verschiedene Facetten:
Das Wasser erlaubt dem menschlichen Bewusstsein, es zu formen, und zeigt uns diese Gestalt.
Warum rückt wohl das Wasser das Herz des Menschen ins rechte
Licht?
Was ist denn eigentlich Bewusstsein?
Um dies zu erklären, möchte ich, dass Sie zuerst Folgendes verstehen:
Jedwede Existenz ist
Schwingung. Alles im
Universum schwingt, alles hat seine eigene Wellenlänge. Alles, was ich Ihnen erzähle, baut auf dieser Voraussetzung auf, und da ich das Wasser schon lange erforsche, weiß ich, dass dies das grundlegende Prinzip des
Universum ist.
Um es in Worten auszudrücken, braucht man nur eine einzige Zeile, aber für Menschen, die dies zum ersten Mal hören, ist es womöglich sehr schwer zu verstehen.
„Alles ist
Schwingung?
Alle
Materie, auch der Tisch vor mir, der Stuhl, sogar mein Körper?
Was soll das bedeuten, dass alles Sichtbare vibriert?“
Tatsächlich kann man zunächst nicht glauben, dass auch Dinge aus Holz, Stein und Beton, die man anfassen und von deren Festigkeit man sich überzeugen kann, schwingen. Aber in der heutigen Quantenmechanik gehört es zum Allgemeinwissen, dass die
Materie in Wirklichkeit nichts anderes als Schwingung ist.
Wenn wir Dinge in immer kleiner Einheiten aufspalten, kommen wir in eine unerklärliche Welt, in der alles nur noch aus Teilchen und Wellen besteht.
Nehmen wir einmal an, Sie hätten einen Körper, der sich nahezu unendlich verkleinern ließe, und Sie würden aufbrechen, um die Herkunft des
Universums zu erforschen.
Hätten Sie dann Atomgröße erreicht, so würden Sie erkennen, dass alles auf dieser Welt aus nichts anderem besteht als aus Elektronen, die sich um einen Atomkern herum bewegen.
Je nach Anzahl und Form der Elektronen besitzt das Atom eine charakteristische Schwingung.
Auch die Elektronen, die negativ geladenen Teilchen, bestehen nicht aus fester Materie, sondern sind etwas Wellenartiges, was ständig um einen Atomkern herum schwingt.
Alles vibriert und bewegt sich.
Alles schwingt unaufhörlich in extrem hoher Geschwindigkeit.
Auch Menschen und Orte haben ihre
Schwingung.
Auch der Mensch vibriert. Jeder einzelne Mensch hat eine ihm eigene
Schwingung. Und jeder Mensch hat auch einen Sensor, der Schwingungen aufnehmen kann.
Menschen, die tiefes Leid erfahren haben, strahlen auf der Wellenlänge der Trauer aus.
Ein Mensch jedoch, der allem, was ihm widerfährt, mit Freude begegnet und es genießt, wird wohl auf einer Wellenlänge des hellen
Lichtes senden.
Wer andere Menschen liebt, strahlt Schwingungen der Liebe aus, und von Menschen, die Böses tun, gehen tiefdunkle, dichte Schwingungen aus.
Dasselbe gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Dinge und Orte.
Warum gibt es z.B. Orte, an denen häufig Verkehrsunfälle geschehen, oder Orte, an denen es Glück bringt, einen Laden zu eröffnen, der dann auch ganz sicher sehr gut geht?
Andererseits hört man immer wieder Geschichten von bestimmten Edelsteinen, die ihre Besitzer von einem Unglück ins nächste stolpern lassen.
Nicht nur materielle Objekte, auch die verschiedenen Phänomene in dieser Welt besitzen eine ihnen eigene Wellenlänge.
Die Veränderungen der Energie der Erdatmosphäre lassen Gewitter und Wirbelstürme entstehen. Das sind gewaltige Energien, die großen Schaden anrichten können. Wenn man es aber recht bedenkt, ist dies nicht unbedingt etwas Negatives, denn wenn dabei, wie wir wissen, die schlechte Energie, die sich in der Welt angestaut hat, mit enormer Kraft weggewirbelt wird, dann sollten wir wohl eher dankbar sein für Gewitter und Wirbelstürme.
Dies lässt uns auch verstehen, warum Menschen von alters her Feste lieben. Wo sich viele Menschen versammeln, in festlichen Kleidern singen, tanzen und Spaß haben, da wirbeln auch fröhliche und gute Schwingungen herum.
Wie gesagt, alle Dinge vibrieren und besitzen ihre eigenen Schwingungen. Wenn man das erkennt, kann man sein Verständnis von dieser Welt vertiefen. Man wird auch dessen gewahr, was man bisher nicht bemerkte oder ins tiefste Unterbewusste verdrängt hatte. Neue Entdeckungen und Gefühle verleihen dem Leben eine neue Dimension.

Zitat aus: Trinkwasserhygiene 1.Teil
"Durch den Einsatz von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln kann neben den Trihalomethanen eine breite Palette weitere DNP entstehen, die aber in den meisten Wasserwerken routinemäßig nicht gemessen werden (WASSERMANN (1995)".
HABERER (1994) kommentiert die Nichtbeachtung weiterer Desinfektionsnebenprodukte wie folgt: "Wenn diese auch in deutlich niedrigeren Konzentrationen auftreten, können sie dennoch von Bedeutung sein, da ihre toxische Relevanz teilweise über der Trihalomethane liegt. Hierzu gehören das Chloralhydrat (Trichloracet-Aldehyd) und die Dichloressigsäure."
... und weiter:
"Auch bei Einsatz moderner Wasseraufbereitungsanlagen kann ein Restrisiko für die Gesundheit selbst bei Einhaltung der Grenzwerte nicht ausgeschlossen werden, da bei
chemischen Analysen die Wechselwirkungen der Wasserinhaltsstoffe nicht erfasst werden." +++ von N. Geiler, AK Wasser
Die Rheinpfalz, März 2001
- Von Redakteur Christian Gruber:
LUDWIGSHAFEN Das Abwasser von Kliniken und Haushalten ist mit hoch giftigen Rückständen von Chemotherapien belastet.
Das haben Forscher der Universitätsklinikums Freiburg nachgewiesen.
Diese so genannten Zytostatika stammen von stationär und ambulant behandelten Krebspatienten und werden von den Kläranlagen nur unzureichend bewältigt.
Die Freiburger Forscher haben errechnet, dass jährlich bis zu 800 Kilogramm Zytostatika in die Kanalisation gelangen. „Wir haben für die beiden wichtigsten Stoffe jeweils 200 bis 400 Kilogramm pro Jahr für Deutschland bilanziert,“ betont Klaus Kümmerer vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg. Die von den Krebspatienten ausgeschiedenen Therapiedosen könnten langfristig über das Trinkwasser wieder aufgenommen werden, weil nicht auszuschließen sei, dass einige der Stoffe ins Oberflächenwasser gelangen, so Kümmerer gegenüber der RHEINPFALZ.
Wie das Mainzer Umweltministerium bestätigt, gibt es derzeit keine gesetzliche Regelung, die Krankenhäuser das Auffangen von Chemotherapierückständen vorschreibt. Das Bundesumweltministerium in Berlin hat keine gesundheitlichen Bedenken: Die größtenteils organischen Zytostatika-Bestandteile würden in der Kanalisation „relativ schnell abgebaut“ und enthielten keine langlebigen giftigen Stoffe, sagte ein Sprecher auf Anfrage.
Die Freiburger Forscher weisen das zurück. Von 20 untersuchten Zytostatika seine lediglich zwei „einigermaßen“ abbaubar gewesen. Kümmerer: „Zwei Stoffe haben wir auch im Ablauf von Kläranlagen gesucht und gefunden.“ Die Kläranlage habe sie nicht aus dem Wasser filtern können. Nur einige der Zytostatika fänden sich im Belebtschlamm. Ihre Entsorgung stelle von daher kein Problem dar.
Zytostatika sind Substanzen, die in den Stoffwechsel von Tumorzellen eingreifen oder ihre Zellstrukturen stören. Sie werden als Chemotherapie zur Bekämpfung verschiedener Krebsarten verabreicht, gelten aber bei Gesunden als krebserregend und Keimbahnschädigend. Arbeitsschutzbestimmungen für das Krankenhauspersonal warnen deshalb davor, dass beim Umgang mit Zytostatika schon geringste Mengen durch kleine Lecks oder Aerosolbildung über die Atemwege und die Haut aufgenommen werden können.
Neben Zytostatika bereiten den Kläranlagen nach Erkenntnissen des Universitätsklinikums Freiburg auch mit Schwermetallen, Antibiotika und gefährlichen Rückständen von Desinfektionsmitteln belastete Klinikabwässer Probleme.
Richtig ernst zu nehmen scheint man das Problem auch im Berliner Umweltministerium nicht: Er habe mal nachgefragt, erklärte der zuständige Pressesprecher. Von einer Gefährdung der Bevölkerung durch krebserregende Chemotherapierückstände in Krankenhausabwässern, so genannten Zytostatika, könne keine Rede sein.
„Ich weiß nicht, wo das Bundesumweltministerium seine Informationen her hat“, wundert sich Klaus Kümmerer. Kümmerer beschäftigt sich seit Jahren mit Schadstoffen in Klinikabwässern und ist Leiter des Ressorts Umweltforschung am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg. Bis zu 800 Kilogramm hoch giftige Chemotherapierückstände werden jährlich von den Patienten ausgeschieden oder gehen über den Ausguss in die Kanalisation, haben Kümmerer und sein Team herausgefunden. Das gilt für die beiden wichtigsten Zytostatika. Und nur ein kleiner Teil dieser Zellgifte ist abbaubar oder bleibt im Klärschlamm hängen.
Die Dunkelziffer liegt höher. Das Berliner Robert-Koch-Institut und die Deutsche Krebshilfe gehen von 340.000 Menschen aus, die Jahr für Jahr in Deutschland neu an Krebs erkranken. In 40 bis 60 Prozent der Fälle kommt eine Chemotherapie zum Einsatz, schätzt man an der Universität Würzburg. Ein enormes Potential.
Wie sorglos der Umgang mit den krebserregenden Stoffen im Klinik- und Praxisalltag ist, zeigt eine Erhebung der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen, die von Juli 1996 bis Februar 2997 275 Krankenhäuser, Apotheken und onkologische Arztpraxen kontrollierte, in denen mit Chemotherapien hantiert wird.
Das Ergebnis: Keine Einrichtung war ohne Mängel. „Rund 84 Prozent hatten sich mit dem Gefahrstoffproblem Zytostatika nicht auseinander gesetzt. In rund zwei Drittel der Einrichtungen waren die Beschäftigten nicht ausreichend über die bestehenden Gefahren unterwiesen. Bei 50 Prozent der Beschäftigten wurde die erforderliche Vorsorgeuntersuchung nicht durchgeführt“, gaben die Prüfer zu Protokoll. Vom Umweltbewusstsein ganz zu schweigen.
Dabei sind Zytostatika, die bereits in kleinsten Mengen Krebs auslösen, Gen-verändernd wirken oder die Keimbahn schädigen können, nicht das einzige Problem. Wissenschaftler warnen seit Jahren vor Antibiotika, Schwermetallen und Desinfektionsmitteln in der Kanalisation. So werden viele Bestandteile in Desinfektionsmitteln, wie sie Kliniken und Arztpraxen verwenden, nur sehr begrenzt biologisch abgebaut. Von vierbindigen Ammoniumkomplexen etwa, so genannten QAC, weiß man, dass sie Mikroorganismen schon in kleinen Konzentrationen schädigen.
100 Kilogramm Quecksilber
Die Folge: Kläranlagen haben Schwierigkeiten, Nitrit aus dem Abwasser zu filtern, weil die entsprechenden Bakterienstämme absterben. Wird Nitrit in hohen Dosen über das Trinkwasser aufgenommen, können sich im Körper Nitrosamine bilden, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Eine Gefahr besonders für Kinder. Deutsche Kliniken setzen außerdem giftige Schwermetalle wie Quecksilber in die Abwässer frei. Kümmerer schätzt, dass allein 1994 rund 100 Kilogramm des flüssigen Metalls durch Krankenhausbehandlungen mit dem Wunddesinfektionsmittel Mercurochrom verarbeitet wurden. Haushalte und Arztpraxen nicht eingerechnet. Das meiste davon dürfte in den Untergrund gelangt sein. Wenigstens bei den Antibiotika kann Kümmerer Entwarnung geben, zumindest was das Risiko für den Menschen betrifft: Die Resistenzbildung in den Kläranlagen sei nicht so schlimm wie befürchtet. In der Wissenschaft galt als ausgemacht, dass sich Krankheitserreger gegen die in die Kanalisation gespülten Bakterienzerstörer immunisieren und herkömmliche Antibiotika gegen die entstehenden "Super-Erreger" nichts mehr ausrichten. Wie sich Antibiotika allerdings auf die Reinigungsleistung von Kläranlagen auswirken sei noch offen. Und, schränkt der Freiburger Wissenschaftler ein: Eine weitere Studie, die sein Institut derzeit im Auftrag des Umweltbundesamts durchführt, zeige, dass herkömmliche Tests zur Abschätzung des Umweltrisikos durch Antibiotika zum Teil versagen. Während beispielsweise der Umgang mit radioaktiven Substanzen im Krankenhaus vom Gesetzgeber klar geregelt ist und die Vorgaben – wie Kümmerers Kollege, der Strahlungs-Experte Martin Scherrer, bestätigt – strikt eingehalten werden, rangieren die Arzneirückstände in der Prioritätenliste ganz unten. Der Bund habe bislang keine Abwasserverordnung für den Bereich Krankenhaus zu Papier gebracht, bestätigt das Mainzer Umweltministerium. Obwohl seit den 90er Jahren daran gearbeitet werde. „Das Bewusstsein in den Kliniken ist nur dann groß, wenn man mit den Verantwortlichen darüber gesprochen hat“, betont Kümmerer. „Aber selbst dann scheitert eine verbesserter Umweltschutz oft an den finanziellen Gegebenheiten.“ Die Kliniken müssen abspecken. Vor allem in den kleinen Häusern geben die ausgereizten Budgets nichts mehr her für die teure Technik, mit der sich die Patientenausscheidungen auffangen lassen. Zudem sind die Weichen im Gesundheitssystem längst gestellt: weg von der stationären, hin zu der ambulanten Behandlung. Das heißt, es wird immer schwieriger zu kontrollieren, was alles in die Kanalisation läuft. Nicht von ungefähr hat die Abwassertechnische Vereinigung erst unlängst davor gewarnt, dass lediglich zehn Prozent aller Medikamente im Krankenhaus verabreicht werden.
SPD fordert flächendeckende Untersuchungen
Bonn.
Für die weltweit beobachtete verminderte männliche Zeugungskraft sind nach Annahmen von Wissenschaftlern chemische Stoffe im Trinkwasser eine der möglichen Ursachen.
Auch für Männer in Deutschland ist diese Gefahr nicht auszuschließen. Über das Leitungswasser könnten Substanzen in ihren Körper gelangen, die wie das weibliche Sexualhormon Östrogen wirken und die Produktion von Spermien verschlechtern. In einer Antwort der Bundesregierung auf eine SPD-Anfrage räumt Umweltministerin Angela Merkel (CDU) ein, daß eine solche Hormongefährdung mit möglichen negativen Folgen für die Fruchtbarkeit bestehen könnte.
In Einzeluntersuchungen seien im Trinkwasser solche Substanzen - Pflanzenschutzmittel und Umweltchemikalien - mit östrogener Wirkung bereits gefunden worden, hieß es in der Antwort. Eine Klärung dieser Fragen sei zwar "dringlich", doch lägen gesicherte Erkenntnisse über die Folgen für den Menschen nicht vor. Notwendig sei "ein besonnenes Handeln". An ein grundsätzliches Produktions- und Anwendungsverbot für solche Stoffe sei nicht gedacht. Bislang sind laut Bundesregierung keine flächendeckenden Wasser-Untersuchungen vorgenommen worden und werden auch nicht erwogen. Bei den festgelegten Grenzwerten für die Trinkwasser-Qualität würden hormonelle Wirkungen bisher nicht berücksichtigt.
Datum: 25.03.1996
Autor: Edgar Bauer
Kritik an Regierung
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Klaus Lennartz wirft der Bundesregierung verantwortungslose Untätigkeit vor: "Offensichtlich genießen Geschäfts- und Gewinninteressen einzelner bei der Bundesregierung Vorrang vor dem Schutz von Leben und Gesundheit der Allgemeinheit." Er und andere SPD-Parlamentariern hatten von der Regierung wissen wollen, mit welchen östrogenwirkenden Stoffen im Trinkwasser zu rechnen sei und welche Maßnahmen ergriffen worden seien. Die Regierungs-Antwort dokumentiere eine "beschämende Hilflosigkeit". In ihr wimmele es von "Unwahrheiten", empörte sich Lennartz gestern in einem dpa-Gespräch. Bei Tieren haben Wissenschaftler längst Potenz- und Fortpflanzungsprobleme, schleichende Geschlechtsumwandlungen und Zwittertum durch hormonelle Umweltbelastungen ausgemacht. Einflüsse chemischer Substanzen wie der Alkyphenole auf den Hormonhaushalt des Mannes sind ebenfalls bekannt.
Alkylphenole sind etwa in Farben, Waschmitteln, Herbiziden, Textilien und Kosmetika enthalten. Untersuchungen auf die Belastung des Trinkwassers durch Alkylphenole seien bisher nicht erfolgt, erklärt dazu die Bundesregierung.
Derzeit werden rund 25 Prozent des Trinkwasserbedarfs aus Oberflächenwasser aus ufernahen Filteranlagen gedeckt, die auch im Bereich von Kläranlagen liegen. Die in Wasch-und Reinigungsmitteln enthaltenden Tenside werden dort in einem biochemischen Prozeß zu Alkylphenolethoxylaten (APEO) umgewandelt und gelangen auch ins Oberflächen- und Trinkwasser. Die östrogene Wirkung von APEO gilt laut Lennartz als wissenschaftlich erwiesen.
In britischen Flüssen, die im Abwasserauslaufbereich von Kläranlagen liegen, mutierten ganze Fischpopulationen zu Weibchen.
In einer bisher noch unveröffentlichten deutschen Studie, auf die die Bundesregierung hinwies, ist nun auch bei Zandern aus der Havel eine Verschiebung zugunsten weiblicher Tiere festgestellt worden. Eine Belastung mit APEO werde als Ursache diskutiert. Für aus Uferfiltrat gewonnenes Trinkwasser sei bisher keine Untersuchung auf APEO-Belastung erfolgt und es gebe darüber auch keine Erkenntnisse.
Lennartz wirft der Bundesregierung vor, ihr Hinweis, daß es keine geeigneten und genormten Meßmethoden gebe, sei falsch. Außerdem sei es angesichts der Gesundheitsrisiken ein Skandal, daß sie mit dem Verweis auf einen großen Aufwand für solche Untersuchungen von diesen absehe. Da eine Gesundheitsgefährdung nicht auszuschließen sei, müsse die Bundesregierung sofort flächendeckende Wasseruntersuchungen veranlassen. dpa +++
Uran tritt in der Natur überwiegend als +4 oder +6 wertig auf. Vierwertiges Uran verhält sich geochemisch sehr ähnlich wie Thorium und ist in Wasser unter normalen pH/EH-Bedingungen nahezu unlöslich. Sechswertiges Uran ist dagegen extrem gut löslich, weil es sehr stabile Komplexe wie z.B. UO2(CO3)22- bildet. Als Folge dieser Komplexbildung ist Uran ein ubiquitäres Element in der Hydrosphäre. In der Erdkruste ist Uran mit einem Vorkommen von 4 mg/kg relativ häufig vertreten.
Im Gegensatz zu Thorium, dass überwiegend gleich verteilt vorliegt, tritt Uran in Uranlagerstätten angereichert auf. Die Urankonzentration von ca. 3300 µg/l in Meerwasser gegenüber den deutlich geringeren Konzentrationen in den Flüssen (0.03 ... 10 µg/L) zeigt, dass Uran ein sehr mobiles Element ist, dass im Meer angereichert wird.
Solange Sauerstoff im aquatischen System vorhanden ist, bleibt die Löslichkeit von Uran auch bei Anwesenheit von Carbonat und pH-Werten von 7 sehr hoch (einige hundert µg/L).
Zudem neigt Uran zur Komplexbildung nicht nur mit anorganischen Liganden (insbesondere Carbonatokomlexe) sondern auch zur Bildung von stabilen Komplexen mit organischen Liganden. Hierdurch kann je nach der Mobilität der organischen Substanzen Uran fixiert oder aber auch mobilisiert werden. Es gibt Hinweise auf einen verstärkten Abbau von Huminstoffen unter radioaktiver Bestrahlung hin zu kleineren Molmassen, so daß hiermit verstärkt mobile Huminkolloide erzeugt würden.
Aus Uran entsteht ständig eine Reihe von kurzlebigen Töchternukliden, von denen einige sehr mobil sind wie das Edelgas Radon. Andere Töchternuklide neigen dazu, weniger mobil zu sein (Thorium, Radium, Polonium, Blei). Unter stark reduzierenden Bedingungen ist U(IV) die dominierende Spezies. Diese ist in Wasser ähnlich unlöslich wie Thorium und somit sehr immobil.
Die Konzentrationen von Uran in Oberflächengewässern variieren zwischen 0,03 µg/l (Amazonas) und 3,9 µg/l (Ganges). Deutsche Flüsse weisen in der Regel Uran-Konzentrationen zwischen ca. 1 und 3 µg/l auf. Die Quelle für das Uran liegt in dem geogenen Aufbau der durch die Flüsse entwässerten Gebiete, in uranhaltigen Phosphatdünger und in besonderen Fällen im Uranbergbau (Zwickauer Mulde: ca. 10 µg/L) bzw. der Nutzung der Kernenergie begründet.
Uran findet sich in Deutschland im unbeeinflussten Grundwasser in Konzentrationen von kleiner 1 bis über 100 µg pro Liter.
Während die Radiotoxizität von Uran auf Grund der extrem großen Halbwertzeit vergleichsweise gering ist, ist die chemische Toxizität von Uran wie die vieler anderer Schwermetalle und Metalloide sehr hoch. Durch Studien ist belegt, dass es durch die Einnahme von Trinkwasser mit erhöhten Urangehalten nachweislich zu einem Auftreten von Nierenkrebs kommen kann.
Aus diesem Grund empfiehlt die Weltgesundheitsbehörde (WHO) für Trinkwasser einen Grenzwert von 2 µg/L. Im Gegensatz dazu ist die EPA zur Zeit der Meinung, dass erst oberhalb eines Grenzwertes von 30 µg/L (bis 1990: 20 µg/L) Probleme bestehen.
Dr. Charles und Dr. William Mayo
"Väter" der Mayo-Klinik
Co-Gründer
und Leiter (19151939)
der weltberühmten
Mayo-Klinik,
Rochester, Minnesota, USA
„
Hartes Wasser ist die geheime Ursache für viele, wenn nicht alle Krankheiten, die aus Giften im
Verdauungstrakt entstehen.
Hartes Wasser enthält eine hohe Dosis anorganischer Mineralien,
die mit den meist ebenso vorhandenen öligen und fettigen Substanzen neue, unlösliche
Verbindungen aufbauen, die der Organismus nicht verwerten kann.
Diese
Kalk-/Fett-Mischung
lagert sich an den Innenwänden der Arterien und an den Organen in
einer undurchlässigen Schicht ab und behindert den normalen Stoffwechsel.
Außerdem
vermischt sich diese Masse mit Teilchen der verdauten Speisen, backt sie fest zusammen und
bildet die Hauptursache für Verstopfungen.
Diese Ablagerung in den Eingeweiden sind darüber hinaus ein Paradies für
bakterielle
Krankheitserreger.
Dieses Gemisch von Fett mit Cholesterin, Salzen und
Kalk aus Leitungs- und
Mineralwasser
blockiert aber nicht nur den Stoffwechsel mit seinen Ablagerungen, die zunächst wie ein Film,
später wie eine Kruste Zellwände und Organe überzieht. Es bildet auch die bekannten Steine wie
Gallen,
Nieren- und
Blasensteine.
Von den Ärzten wird dies gewöhnlich als quasi natürliche
Erkrankung des älteren Menschen
hingenommen.
Würde man die Menschen mit mineralarmem Wasser so flächendeckend versorgen wie mit
pasteurisierter Milch, so würden viele Alterskrankheiten verschwinden"

Diese gemeinschaftliche Erklärung wurde am 30. Mai 1996 von einer
internationalen Gruppe von Wissenschaftlern und Ärzten im Anschluss an einen Workshop vom 5. bis 10. November 1995 im italienischen Erice veröffentlicht.
Hormone sind chemische Botenstoffe, die sich im Blutkreislauf bewegen und lebenswichtige Körperfunktionen an- und abschalten, um Gesundheit und Wohlergehen
eines Menschen zu erhalten. Insgesamt genommen nennt man die Gewebe und Organe, die Hormone erzeugen und auf sie reagieren, das System der inneren Sekretion.
Die Erklärung von Erice lenkt die Aufmerksamkeit auf Industrie-Chemikalien, welche die Entwicklung des Gehirns und anderer Teile des zentralen
Nervensystems stören und schädigen können.
Der Hintergrund
Die Ergebnisse der seit 1991 erfolgten Forschung haben die Sorgen über den Umfang der Probleme, die der menschlichen Gesundheit und den ökologischen Systemen durch
Chemikalien drohen, welche die innere Sekretion stören oder behindern, zunehmend verstärkt. Neuere Forschungsergebnisse sind besonders besorgniserregend, weil sie
die unerhörte Empfindlichkeit des sich entwickelnden Nervensystems gegenüber chemischen Störungen unterstreichen, die Funktionsanomalien zur Folge haben. Überdies
sind die Konsequenzen dieser Störungen vom Entwicklungsstadium abhängig, in dem ein Mensch der Chemikalie ausgesetzt ist, und findet zu verschiedenen Zeiten im
Leben jeweils anderen Ausdruck, angefangen bei der Geburt bis hin zum vorgerückten Alter. Diese Arbeitssitzung wurde wegen der zunehmenden Besorgnis geplant, daß es
schwere ökonomische Implikationen und unerwünschte Folgen für die Gesellschaft insgesamt haben könnte, wenn man sich nicht bemüht, diesem Problem zu Leibe zu
rücken. Gemeinsame Erklärung:
1. Wir sind von folgendem überzeugt:
Chemikalien, welche die Funktion der inneren Sekretion stören oder behindern, können die neurologische und verhaltensmäßige Entwicklung der Menschen untergraben,
die diesen Chemikalien im Mutterleib ausgesetzt sind, oder wenn bei Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln die Eier mit diesen Chemikalien in Berührung kommen.
Dieser Verlust von Potential bei Menschen und wildlebenden Tieren zeigt sich in körperlichen wie in verhaltensmäßigen Anomalien. Er kann sich in verringerter
geistiger Kapazität und sozialer Anpassungsfähigkeit zeigen, als beeinträchtigtes Reaktionsvermögen auf Anforderungen der Umwelt oder in einer Vielzahl anderer
Funktionsstörungen auftreten. Ein weitverbreiteter Verlust dieser Art in der Natur kann den Charakter menschlicher Gesellschaften verändern oder wildlebende
Tierpopulationen destabilisieren. Weil spürbare ökonomische und soziale Konsequenzen die Folge selbst kleiner Veränderungen im Funktionspotential auf der Ebene
ganzer Populationen sind, ist es unerlässlich, die Werte der Verseuchungsstoffe bei Menschen, Tieren und in der Umwelt zu überwachen, die für die Störung des
Nervensystems und der inneren Sekretion verantwortlich sind. Überdies muss man sich darum bemühen, ihre Produktion ebenso wie ihre Emission in die Umwelt zu
verringern.
Weil das endokrine System für Störungen so empfindlich ist, wird es leicht zum Ziel von Störungen. Im Gegensatz zu natürlichen Hormonen, die man in Tieren und
Pflanzen findet, sind einige der Komponenten und Nebenprodukte vieler industriell hergestellter organischer Verbindungen, die das endokrine System stören, langlebig
und breiten sich in der Nahrungskette aus, was sie als Gefährdungspotential für die innere Sekretion noch besorgniserregender macht.
Solche vom Menschen hergestellte Chemikalien finden sich auf allen Kontinenten und in allen Weltmeeren. Man findet sie bei einheimischen Populationen von der Arktis
bis in die Tropen, und weil sie sich im Körper lange halten, können sie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Schwere des Problems wird noch durch
die extrem geringen Hormonwerte gesteigert, die das endokrine System auf natürliche Weise erzeugt und die nötig sind, um angemessene Reaktionen zu modulieren und
auszulösen. Im Gegensatz dazu zeigen sich viele solcher Verseuchungsstoffe, die das endokrine System stören, in lebendem Gewebe in Konzentrationen, die millionenmal
höher sind als die natürlichen Hormone, selbst wenn sie in ihrer Wirkung weniger stark sind als die natürlichen Produkte. Wildlebende Tiere, Labortiere und Menschen
weisen Gesundheitsschädigungen auf, wenn sie synthetischen Chemikalien ausgesetzt sind, die das endokrine System stören, wie sie gegenwärtig in den vorhandenen
Konzentrationen in der Umwelt zu finden sind. Neue Techniken haben enthüllt, daß einige künstlich hergestellte Chemikalien gegenwärtig im Körpergewebe in
Konzentrationen vorhanden sind, die man früher mit konventionellen Analysemethoden nicht messen konnte, die aber gleichwohl biologisch aktiv sind.
Die Berührung während der Schwangerschaft mit langlebigen künstlichen Chemikalien erinnert daran, daß Frauen lebenslang diesen
Chemikalien ausgesetzt sind, bevor sie schwanger werden. Somit ist die Übertragung von Verseuchungsstoffen auf den sich entwickelnden Embryo und den
Fetus während der Schwangerschaft und auf das Neugeborene in der Zeit des Stillens nicht einfach eine Funktion der Tatsache, dass die Mutter erst kurze Zeit diesen
Schadstoffen ausgesetzt gewesen ist. Im Tierreich ist bei einigen eierlegenden Arten die körperliche Belastung der Weibchen kurz vor der Ovulation die kritischste
Periode. Bei Säugetieren sind die Mütter während der gesamten pränatalen und frühen postnatalen Entwicklung solchen Schadstoffen, welche die innere Sekretion
stören, ausgesetzt, weil sie in der Mutter gespeichert sind.
Das sich entwickelnde Gehirn weist spezifische und oft schmale zeitliche Fenster auf, in denen die Berührung mit solchen Schadstoffen, welche die innere Sekretion
stören, dauerhafte Veränderungen in
Struktur und Funktion des Gehirns auslösen können. Der Zeitpunkt des Kontakts ist in den frühen Entwicklungsstadien ausschlaggebend, besonders in der Zeit der
Entwicklung des Fetus, in der es zu einer festgelegten Sequenz struktureller Veränderungen kommt, bevor sich Schutzmechanismen entwickelt haben.
Eine Vielzahl chemischer Herausforderungen in der Frühzeit des Lebens können bei Menschen und Tieren zu tiefgreifenden und
unumkehrbaren Anomalien der Gehirnentwicklung führen, und das bei Kontakten mit den Schadstoffen, die bei Erwachsenen keine dauerhaften Wirkungen hervorrufen.
Schilddrüsenhormone sind während des ganzen Lebens für
normale Gehirnfunktionen unerlässlich. Störungen der Schilddrüsenfunktion in der Zeit der Entwicklung führen zu Anomalien des Gehirns und bei der Entwicklung des
Verhaltens. Die späteren Ergebnisse in Form mäßiger bis schwerer Veränderungen der Schilddrüsenhormon-Konzentrationen, besonders in der Zeit der fetalen
Entwicklung, sind motorische Störungen unterschiedlicher Schwere, darunter Gehirnlähmung, geistige Zurückgebliebenheit, Lernbehinderungen, Aufmerksamkeitsdefizite
kombiniert mit Hyperaktivität, Hydrocephalus, epileptische Anfälle und andere dauerhafte neurologische Anomalien. Ähnlich kann die Berührung mit industriell
hergestellten Chemikalien in der Frühen Entwicklung die motorischen Funktionen beeinträchtigen, die räumliche Wahrnehmung, die Lernfähigkeit, die
Gedächtnisleistung, die Entwicklung des Gehörs, die Koordination der Feinmotorik, das Gleichgewichtsgefühl und verschiedene Lernprozesse; in schweren Fällen kann
geistige Zurückgebliebenheit das Ergebnis sein.
Die sexuelle Entwicklung des Gehirns erfolgt unter dem Einfluss von Östrogenen bei der Frau und Testosteronen beim Mann. Nicht alle Substanzen, welche die innere
Sekretion beeinträchtigen, wirken sich jedoch Östrogen-fördernd oder Östrogen-schädlich aus. So haben beispielsweise neue Daten enthüllt, dass DDE, ein
Zerfallsprodukt von DDT, das sich in fast allem lebendem Gewebe findet, bei Säugetieren Testosteron-schädlich wirkt. Künstlich hergestellte Chemikalien, welche die
Geschlechtshormone beeinträchtigen, werden das Potential besitzen, die normale sexuelle Entwicklung des Gehirns zu stören. Studien wildlebender Tiere, etwa von
Möwen, Seeschwalben, Fischen, Walen, Delphinen, Alligatoren und Meeresschildkröten bringen Giftstoffe in der Umwelt mit Störungen bei der Produktion von
Geschlechtshormonen und/oder deren Funktion in Verbindung. Diese Wirkungen hat man durch den Kontakt mit Abwasser und Industrieabwässern, Pestiziden, umlaufender
Verseuchung in den Weltmeeren und in Süßwasser sowie der Nahrungskette im Wasser in Verbindung gebracht.
Artenübergreifende Gemeinsamkeiten bei den hormonalen Mechanismen, welche Gehirnentwicklung und - funktion steuern, bedeuten, dass bei wildlebenden Tieren und
Labortieren beobachtete schädliche Wirkungen auch bei Menschen möglich sind, obwohl spezifische Wirkungen von Art zu Art verschieden sein können. Am bedeutsamsten
aber ist, dass die gleichen synthetischen Chemikalien, die bei Studien über Labortiere diese Wirkungen gezeigt haben, auch bei Menschen ein hohes Kontaktpotential
besitzen.
Die ganze Bandbreite von Substanzen, die in die natürlichen endokrinen Modulationen der neuralen und verhaltensmäßigen Entwicklung eingreifen, kann gegenwärtig noch
nicht umfassend bestimmt werden. Zu den Verbindungen jedoch, bei denen Auswirkungen auf die innere Sekretion nachgewiesen worden sind, gehören Dioxine, PCB's,
Phenole, Phthalate und viele Pestizide. Alle Verbindungen, welche die Tätigkeit von Neurotransmittern, Hormonen und Wachstumsfaktoren im sich entwickelnden
Gehirn nachahmen oder ihr entgegenwirken oder die entsprechenden Werte verändern, gehören potentiell zu dieser Gruppe.
2. Wir schätzen folgendes mit einiger Gewissheit:
Jede schwangere Frau in der Welt hat Substanzen im Körper, welche die innere Sekretion stören und auf den Fetus übertragen
werden. Sie hat auch messbare Konzentrationen solcher Substanzen in der Muttermilch, die auf den Säugling übertragen werden. Es kann sein, dass es für
Reaktionen auf solche Stoffe, die die innere Sekretion stören, keine definierbaren Schwellenwerte gibt. Hinzu kommt, dass bei natürlich vorkommenden Hormonen eine
zu große Menge ein ebenso schweres Problem sein kann wie eine zu geringe. Infolgedessen sind einfache (monotone) Reaktionskurven für Toxizität bestimmter Dosen
nicht unbedingt auf die Auswirkungen von Schadstoffen anwendbar, welche die innere Sekretion schädigen.
Weil von bestimmten PCB's und Dioxinen bekannt ist, dass sie die normale Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen, haben wir den Verdacht, dass sie
zu Lernbehinderungen beitragen, darunter auch zum Syndrom von
Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivität und vielleicht auch zu anderen neurologischen Anomalien. Hinzu kommt, dass viele Pestizide die
Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und aus diesem Grund vielleicht ähnliche Konsequenzen haben. Manche Substanzen, die sich auf die innere Sekretion auswirken,
oder deren Zerfallsprodukt sind fast genauso stark wie natürliche Hormone. Selbst schwache Substanzen dieser Art können starke Wirkungen auslösen, weil sie den
natürlichen Schutz blutbindender Proteine für die natürlichen Hormone umgehen können. Manche dieser Substanzen haben auch eine erheblich längere biologische
Halbwertzeit als natürlich erzeugte Hormone, weil sie nicht ohne weiteres vom Stoffwechsel verarbeitet und infolgedessen im Körper eingelagert werden und sich zu
besorgniserregenden Konzentrationen ansammeln. Einige industriell hergestellte Chemikalien, die nichttoxisch zu sein scheinen,
werden von der Leber in toxische Verbindungen umgewandelt. Überdies können sich Verbindungen, die bei der Mutter nicht toxisch sind, bei dem sich
entwickelnden Embryo, Fetus oder Säugling durchaus als toxisch erweisen. Die besondere Anfälligkeit des fetalen Gehirns gegenüber Methylquecksilber und Blei sind
anschauliche Beispiele dieses Prinzips.
Funktionsdefizite sind nicht so leicht messbar wie körperliche Anomalien oder klinische Erkrankungen, was zum Teil daran liegt, dass sie typischerweise in Form
eines Kontinuums gemessen werden - wie etwa der IQ - statt nach der Zahl der Fälle in einer Population. Folglich kann es passieren, dass konventionelle
Populationsuntersuchungen das Ausmaß solcher Defizite übersehen. Weil solche Untersuchungen überdies dazu neigen, ihre Erkenntnisse als Veränderungen von
Durchschnittswerten darzustellen, selbst wenn sie auf angemessenen Maßnahmen basieren, neigen sie dazu, Einflüsse auf die empfänglicheren Mitglieder der Population
zu verdunkeln.
Große Mengen industriell hergestellter Chemikalien, die in der Lage sind, das endokrine und das Nervensystem zu schädigen, werden an Länder der Dritten Welt
verkauft oder dort produziert und benutzt - an Länder, denen die Ressourcen oder die Technologie fehlen, genau zu überwachen und zu kontrollieren, inwieweit die
Bevölkerung den jeweiligen Substanzen ausgesetzt wird. Ungenügende und unangemessene Ausbildung beim Umgang mit Chemikalien sowie Unwissenheit in Fragen der
Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und in Bezug auf Überwachungsstrategien führen zu der Wahrscheinlichkeit sehr hoher Kontaktwerte.
3. Einige Gründe für die Ungewissheiten unseres Wissens:
Niemand bleibt ohne jeden Kontakt zu solchen schädlichen Chemikalien, womit Studien zur Feststellung dessen, was normal ist, ungenau werden.
Jeder Mensch ist in jedem Moment und lebenslang einer großen Zahl industriell hergestellter Chemikalien ausgesetzt. Nur
relativ wenige dieser Chemikalien, die man in menschlichem Gewebe findet, sind inzwischen erkannt und bestimmt worden. Geldmangel hat Tests dieser Chemikalien auf
ihr Potential zur Schädigung natürlicher Systeme bislang ernsthaft behindert.
Empfindliche Parameter, darunter neurologische Anomalien, Verhaltensstörungen und neuropsychiatrische Störungen sowie neuroanatomische, neurochemische und
neurophysiologische Endpunkte müssen erforscht werden. Am wichtigsten ist aber, dass Kriterien auf Populationsebene die sozialen und ökonomischen Kosten von
Beeinträchtigungen einschließen müssen, weil die wirklichen Kosten für die Gesellschaft, die infolge solcher Probleme entstehen, erheblich sein können,
beispielsweise ein IQ-Verlust von fünf Punkten bei der Gesamtbevölkerung. Untersuchungen potentieller Toxizität schließen typischerweise Labor-, Population- und
Feldstudien ein, klinische Berichte und Unfallberichte. Neurotoxine, die sich schädigend auf die Entwicklung auswirken, lösen ein ganzes Spektrum von Wirkungen aus,
die typischerweise nicht bewertet werden, etwa das Fortschreiten und die Latenz von Veränderungen im Verhalten sowie neurologische Veränderungen. Hinzu kommt, dass
eine Veränderung anderer Systeme anschließend zu kognitiven, verhaltensmäßigen und neurologischen Fehlfunktionen führen kann: das heißt zu Krankheiten anderer
Organsysteme, die das Gehirn beeinflussen; ebenso Medikamente, die nicht auf das Zentralnervensystem einwirken, sowie andere fremde Substanzen, etwa
luftverschmutzende Substanzen, sowie Mitwirkungen des Immunsystems, die das Verhalten verändern.
Gesetze über den Geheimhaltungsschutz in der Wirtschaft bieten der Industrie Vertraulichkeit, berauben den Verbraucher und die Gesundheitsbehörden aber des Rechts
zu wissen, welche Bestandteile Handelsprodukte enthalten, so dass diese getestet werden können.
4. Somit kommen wir zu folgender Einschätzung:
Die Vorteile geringerer Kosten könnten erheblich sein, wenn es gelingt, den Kontakt der Menschen mit Chemikalien zu verringern, die zu Beeinträchtigungen der
inneren Sekretion führen.
Ein sehr geringer Anteil der Mittel der öffentlichen Hand wird für die Überwachung von Umweltchemikalien und deren Auswirkungen auf die Gesundheit verwendet. Die
Öffentlichkeit ist sich dessen nicht bewusst und glaubt, angemessen geschützt zu sein. Die Botschaft, dass Chemikalien, die sich schädlich auf das endokrine System
auswirken, in der Umwelt vorhanden sind und das Potential besitzen, viele Menschen im Lauf ihres Lebens zu schädigen, ist noch nicht wirksam ins Bewusstsein der
Öffentlichkeit gerückt, aber auch bei Wissenschaftlern, Entscheidungsträgern in der Verwaltung oder Politikern nicht wirksam verankert. Obwohl diese Botschaft sich
nur mit Mühe auf einfache Erklärungen reduzieren ließe, ohne dass das Problem über- oder unterschätzt wird, sind die potentiellen Gefahren für die Gesundheit der
Menschen so weit verbreitet und weit reichend, dass jede Politik, die weiterhin auf Unwissenheit um die Tatsachen beruht, nur als skrupellos bezeichnet werden kann.
Das Ergebnis der Berührung mit solchen Chemikalien wird nicht angemessen bekämpft, wenn die Maßnahmen nur auf Populationsdurchschnitten basieren. Statt dessen
sollte das Risiko auf der Bandbreite von Reaktionen in einer Population beruhen - das heißt auf der gesamten Verbreitung. Das Ausmaß des Problems lässt sich besser
bestimmen, wenn man die Verteilung der Reaktionen auf solche Chemikalien von Individuen innerhalb von Untergruppen der gefährdetsten Population kennt, etwa bei
schwangeren Frauen, Embryonen, Feten und Neugeborenen, bei Jugendlichen und Heranwachsenden, Alten, Kranken oder Personen mit schon vorhandenen Störungen der
inneren Sekretion. Die Größenordnung der Risiken hängt überdies vom fraglichen Endpunkt, das heißt der gesundheitlichen Auswirkung, ab. So muss man beispielsweise
bei der Einschätzung einer neurologischen Funktion eine Vielfalt motorischer, sensorischer, verhaltensmäßiger und kognitiver Funktionen berücksichtigen, Endpunkte,
die empfindlicher sind als Krebs. Dies gilt nicht nur bei menschlichen Populationen, sondern auch bei Tieren, ob wildlebend oder domestiziert.
Wildlebende Tiere sind für das Verständnis endokriner Störungen auf molekularer, zellularer, individueller, populationsmäßiger und Öko-Systemebene wirkungsvolle
Modelle gewesen. Künftige
Forschungsarbeiten zur Untersuchung verschiedener wildlebender Tierarten auf allen Ebenen der biologischen Organisation müssen erweitert und angemessen unterstützt
werden.
Wer für die Herstellung industriell produzierter Chemikalien verantwortlich ist, muss die Produktsicherheit über jeden begründeten Zweifel hinaus sicherstellen. Von
den Herstellern sollte verlangt werden, dass sie die Namen aller Chemikalien bekannt geben, die in ihren
Produkten verwendet werden, und überdies glaubwürdig belegen, dass
die Produkte kein gesundheitliches Entwicklungsrisiko darstellen.
Heutige Wissenschaftlergremien, die über die Verteilung öffentlicher Forschungsgelder entscheiden, verfügen oft nur über einen engen Rahmen von Fachwissen und sind
somit schlecht dafür gerüstet, die Art interdisziplinärer Forschung zu überwachen, die auf diesem Gebiet notwendig ist. Institutionen, die Forschungsgelder
bereitstellen, sollten dazu ermuntert werden, bei Prüfungsgremien den Umfang der
Darstellung zu erweitern und angemessenere Verfahren für interdisziplinäre Prüfungen zu entwickeln. Regierungsbehörden sollten überdies die Geldmittel für
nicht-universitätsgebundene interdisziplinäre Vorhaben zur Überwachung wildlebender Tiere und menschlicher Populationen stärker fördern, wo neurologische Schäden
befürchtet werden, sowie Hinweisen mit Laborversuchen nachgehen. Zusätzlich sollten Tierpopulationen, welche kontaminierte Nahrung aufnehmen, die auch von Menschen
gegessen wird, auf gesundheitliche Entwicklungsschäden hin untersucht werden. Es ist von großer Bedeutung, dass eine Vielzahl von Wirbeltierarten mit Hilfe von
generationsübergreifenden Studien beobachtet werden.
Strategien zur Steigerung der interdisziplinären Kommunikation sowie Zusammenarbeit zur Optimierung der Ressourcen und künftiger Forschungsarbeit sind notwendig.
Studien sollten ökonomischer darauf angelegt sein, dass möglichst viele Forscher sich die vorhandenen Materialien teilen. Interdisziplinäre Teams sollten
neurologische und andere Arten von Schädigungen auf allen Ebenen biologischer Organisation erforschen, angefangen bei molekularen Schädigungen über biochemische und
physiologische bis hin zu verhaltensmäßigen.
Es sollten gemeinschaftliche Anstrengungen unternommen werden, um diese gemeinsame Erklärung in der Öffentlichkeit bekanntzumachensowie wichtige Entscheidungsträger und die Medien entsprechend zu informieren. Zusätzlich sollten, etwa für Hausärzte und andere, die für die allgemeine
Gesundheitsvorsorge verantwortlich sind, besonders aufbereitete Materialien erarbeitet werden, da dieser Personenkreis oft nicht darüber informiert ist, welche
denkbare Rolle chemische Schadstoffe, die sich in Umwelt oder Berufsleben auswirken, als Auslöser "primärer" Krankheiten beim Menschen Risikofaktoren darstellen
können. Angehende Ärzte müssen auf der Universität über die oft latenten Auswirkungen von Schadstoffen auf Entwicklung und Gesundheit des Menschen ausgebildet
werden. Dieser Teil der ärztlichen Ausbildung ist gegenwärtig noch ungenügend. Ferner sollten ein zentrales Informationsbüro und Online-Systeme im Internet
eingerichtet werden, um Informationen über Chemikalien bereitzuhalten, die sich schädlich auf das endokrine System auswirken.
Das Manifest wurde mit freundlicher Genehmigung des Verlags dem besprochenen Buch "Endstation Gehirn" von Christopher Williams entnommen.
Interview mit Dr. med. F. Batmanghelidj
"Sie sind nicht krank, Sie sind durstig! Behandeln Sie Ihren Durst nicht mit Medikamenten!" Diese provokante These meint der weltbekannte iranische Arzt und
Bestsellerautor wörtlich. Denn Wassertrinken ist so wichtig, dass der Körper nicht mehr richtig funktionieren kann, wenn er nicht genügend davon erhält. Und das äußert sich
in vielfältigen Krankheiten, deren Symptome meist mit Medikamenten behandelt werden. Dabei sind sie der Schrei unseres Körpers nach Wasser! Ein Interview.
Dr. Batmanghelidj, können Sie erklären, wie Sie zu dieser gewagten Aussage kommen?
Unser Körper besteht zu etwa 75 Prozent aus Wasser, das unseren Körper durchläuft und alle Organe und Gewebe damit versorgt. Im Wasser befinden sich natürlich auch
Mineralien und Spurenelemente, die unser Körper braucht. Wenn dem Körper aber nicht ausreichend Wasser zur Verfügung steht, trocknet er aus. Dann kann der Stoffwechsel
seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen, und es kommt zu Ausfällen, also Krankheiten. Diese Krankheiten werden dann meistens mit Medikamenten behandelt. Stattdessen wäre
es besser, dem Körper das zu geben, was ihm wirklich fehlt - nämlich Wasser. Viele Symptome verschwinden dann ganz von alleine.
Das klingt ungewohnt! Wie sind Sie auf die medizinische Wirkung von Wassertrinken gestoßen?
Meine Heilmethode habe ich nicht im wissenschaftlichen Labor entdeckt. 1971 wurde ich im Iran unter der damaligen Khomeini-Regierung inhaftiert. Die drei Jahre im Gefängnis
habe ich nur durch meinen Einsatz als Gefängnisarzt überlebt. Da mir keine Medikamente zur Verfügung standen, blieb mir nichts anderes übrig, als meine Patienten nur mit
Wasser zu behandeln. So entdeckte ich die einfachste aller Behandlungsmethoden: Wassertrinken.
Die traditionelle Schulmedizin ist da wohl anderer Meinung...
Die moderne Medizin behandelt viele Krankheiten wie Diabetes, Allergien oder Asthma mit Medikamenten. Dabei vergisst sie völlig, dass zunächst der Wassermangel im Körper
beseitigt werden muss. Erst dann, oder bei Symptomen, die noch weiterhin bestehen, können Medikamente sinnvoll sein. Oft ist dann aber nichts weiter nötig. Es ist Zeit für
eine Kehrtwende: Auch die Menschen müssen endlich verstehen, dass man seinen Durst nicht mit Kaffee oder Cola löschen kann! Kaffeemangel macht schließlich nicht krank,
Wassermangel aber schon.
Bedeutet das, dass man generell keinen Kaffee oder Alkohol trinken sollte, auch nicht in kleinen Mengen?
Natürlich können Sie Kaffee oder Cola trinken, auch Tee oder Alkohol. Sie dürfen aber nicht vergessen, dass diese Dinge keine Durstlöscher sind. Im Gegenteil, sie entziehen
dem Körper noch Wasser durch ihre harntreibenden Stoffe. Wenn Sie die getrunkene Menge an Kaffee oder Ähnlichem mit genauso viel Wasser ersetzen, dann sind auch diese
Getränke erlaubt.
Woran merkt man, dass man nicht genügend getrunken hat?
Die meisten Menschen denken, dass ein trockener Mund das beste Zeichen für Durst ist. Das ist aber falsch: Es ist das letzte Anzeichen für Durst! Wenn man einen trockenen
Mund hat, dann leidet der Körper schon stark unter seinem Wassermangel. Es gibt aber eine ganz einfache Faustregel: Der Urin sollte immer farblos sein! Wenn er eine gelbe
oder noch dunklere Farbe annimmt, dann heißt das, dass man nicht genügend Wasser getrunken hat.
Wie viel Wasser ist denn "genügend", um gesund zu bleiben?
Dafür kann man keine exakten Angaben machen. Der Wasserbedarf des Körpers hängt von vielen Faktoren ab. Es kommt darauf an, was Sie gegessen haben, ob Sie Sport gemacht
haben und dabei geschwitzt haben, sogar das Wetter kann ausschlaggebend sein. Ein Erwachsener sollte aber mindestens zwei Liter Wasser täglich trinken, das sind etwa sechs
bis acht Gläser. Auf keinen Fall weniger! Sie werden nämlich feststellen, dass Sie auch zur Toilette müssen, wenn Sie nichts getrunken haben! Diese Flüssigkeit, und das
sind meist bis zu 1,5 Liter, muss natürlich ersetzt werden.
Und welches Wasser ist am besten?
Solange es nicht chemisch verunreinigt ist, ist normales Leitungswasser durchaus in Ordnung. In Deutschland ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel
überhaupt, warum sollte man da etwas anderes trinken? Natürlich können Sie auch kohlensäurehaltigen Sprudel oder stille Wässer trinken. Leider neigen aber viele Menschen
dazu, sich an eine bestimmte Wassermarke zu gewöhnen. Und wenn sie diese nicht bekommen können, dann trinken sie leider oft lieber gar nichts. Und das ist das Schlechteste,
was sie tun können.
Das klingt schon fast zu einfach, um wahr zu sein!
Ist es aber! Trinken Sie ausreichend Wasser und achten Sie auf eine ausgewogene Versorgung mit Salzen und Mineralstoffen! Je mehr Wasser Sie trinken, umso mehr müssen sie
die dadurch ausgeschwemmten Stoffe ersetzen. Das ist der Königsweg zu Gesundheit!
Quelle: VAK Verlags GmbH
Schimmelpilz in Wohnungen alarmierend
Die dpa berichtete in 06.2002:
Mehr als 15 Millionen Bundesbürger leben in ihren Wohnungen mit Schimmelpilz und Feuchtigkeit.
Das sind die ersten Ergebnisse einer Studie unter Federführung der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
(etwa 400 Bezirksschornsteinfeger hatten bundesweit rund 30000 Räume in 5530 Wohnungen, die zufällig ausgewählt worden waren, überprüft)
22 Prozent der Wohnungen hatten demnach Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmelpilz
Ursachen:
nicht ausreichendes oder falsches Lüften
schlecht funktionierende Lüftungsanlagen
Schimmelpilze können Allergien und akute Atemwegserkrankungen verursachen.
ÖKO-TEST warnt:
Jede dritte deutsche Wohnung ist unbewohnbar
Ein Drittel aller deutschen Wohnungen soll so stark mit Schimmelpilzen und Wohngiften belastet sein, dass sie eigentlich nicht mehr bewohnbar ist. Das
berichtet das ÖKO-TEST-Magazin in seiner Juli- Ausgabe unter Berufung auf Tests von Umweltexperten, die in den vergangenen Jahren mehr als 10.000 Wohnungen in ganz
Deutschland untersucht haben.
Schimmelpilze in Fußböden, Wänden und Decken sind die häufigste Ursache für Atemwegserkrankungen, Infektanfälligkeit, Allergien, Ermüdungserscheinungen oder chronische
Nebenhöhlenprobleme. Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel gibt es besonders in Energiesparhäusern, aber auch in alten Häusern und sanierten Altbauten.
Dafür sind einerseits verbesserte Wärmedämmung durch moderne Bauweise und andererseits falsches Lüften verantwortlich. Die Gesundheitsämter bestätigen die alarmierenden
Befunde und raten, sich bei Schimmelbefall sofort an die Behörde zu wenden, um mögliche Gesundheitsschäden zu vermeiden.
Quelle: www.oekotest.de
09.07.2001
Gefährliche Mikroben
Zahlreiche Wohnungen in Deutschland sind mit gesundheits- gefährdenden Schimmelpilzen belastet - besonders in der kalten Jahreszeit. Das ist die besorgniserregende Bilanz
einer Untersuchung der STIFTUNG WARENTEST. Innerhalb weniger Monate haben sich bereits mehr als 1.700 Haushalte beteiligt und ihre Raumluft auf Schimmelpilze untersuchen
lassen. Erschreckendes Ergebnis: Fast jede zweite eingegangene Probe war belastet, jede fünfte sogar stark.
Am häufigsten wurden Schimmelpilze nachgewiesen, die sehr gefährlich für die Gesundheit sind. Zahlreiche Betroffene, deren Proben stark belastet waren, gaben an, dass in
ihrer Familie Krankheiten auftreten, die sie mit Schimmelpilzen in Verbindung bringen. Dabei handelte es sich häufig um Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten.
Nährboden für Schimmelpilze sind feuchte Wände, Böden und Decken. Besonders an kalten, schlecht gedämmten Wänden, schlägt sich Tauwasser nieder. Deshalb ist es wichtig, die
Feuchtigkeit in der Wohnung zu bekämpfen, Baumängel zu beseitigen und richtig zu heizen und zu lüften.
Wer den Verdacht hat, dass sich in seiner Wohnung Schimmelpilze eingenistet haben, kann die Analyse der STIFTUNG WARENTEST nutzen.
Quelle:
http://www.warentest.de/wtest/plsql/sw$nav.Startup?p_KNR=0&p_E1=2&p_inh=B:1771
26.01.2001
Wien - Öl und Wasser vermischen sich nicht - das galt bisher nicht nur in
chemisch-physikalischen Forschungslabors, sondern auch in der Küche. Durch jüngste Experimente des Chemikers Ric Pashley von der Australian National University in Canberra kommt das Dogma nun ins Wanken.
Ric Pashley entfernte die ansonsten stets vorhandene Luft aus dem Wasser und beobachtete eine spontane, dauerhafte Vermischung von Öl und Wasser, berichtet die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist".
Bringt man Wasser und Öl zusammen, kann man normalerweise noch so heftig
schütteln, sobald man die Sache ruhig stehen lässt, schwimmt das Öl obenauf.
Erst durch Zugabe so genannter Detergenzien - etwa Spülmittel - oder
Stabilisatoren kann eine homogene Flüssigkeit hergestellt werden. Dass Luft
dabei eine Rolle spielt, war bisher unbekannt.
Wolkenartige Emulsion
Pashley entfernte aus einer - vorerst natürlich erfolglosen -
Wasser-Öl-Mischung sämtliche Gase, indem er die Luft abpumpte und dabei das
Gemisch wiederholt abwechselnd einfror und auftaute.
Was anschließend
passierte, überraschte auch den Chemiker:
Es entstand spontan eine
wolkenartige Emulsion aus Wasser und Öl, die auch bestehen blieb, als sie
wieder der Luft ausgesetzt wurde.
Auf die Idee kam Pashley, als er dünne, ölartige und Wasser abstoßende
Oberflächen beobachtete. Beim Auseinanderziehen solche Filme bemerkte er
mikroskopisch kleine Höhlen oder Bläschen, die vermutlich mit Gas aus dem
Wasser gefüllt waren. Normales Wasser enthält stets physikalisch gelöste
Luft, ohne Sauerstoff könnten Fische beispielsweise nicht überleben.
Quelle: Der Standard
Laut der Fernsehsendung "Abenteuer Wildnis", ARD vom 17.5. 2004 um 15.15 gibt es unter der Antarktis in 4 km Tiefe einen 500 m tiefen See mit 10 000 km² Fläche. Dies entspricht einer Fläche, die 20mal so groß wie der Bodensees ist. Bis jetzt hat man einen 3,5 km tiefen Bohrkern aus dem Eis entnommen. Unglücklicherweise benützt man Kerosin um das Bohrloch offen zu halten. Um den See nicht mit Kerosin zu verschmutzen, bohrt man nicht weiter. In diesem Film hat man ein Satellitenfoto der Antarktis gesehen. Warum dies nur in Schwarz-Weiß gezeigt wurde, ist mir nicht klar. In einer Bohrkernprobe aus 3600 m Tiefe hat man Mikroben gefunden, die sich in gefrorenem Wasser des Sees befanden. Dies ist der Beweis dafür, dass es auch in dieser Tiefe noch Leben gibt. In Rumänien hat man in einer unterirdischen Höhle, die man nur durch einen künstlichen Schacht erreicht hat, 33 Arten von noch nicht bekannten Tieren gefunden, die sich ohne Licht nur von Mikroben im Wasser eines kleinen Sees in der Höhle ernähren. Diese Mikroben ernähren sich nur von chemischen Stoffen im Wasser.
Fernsehsendung Frontal 21 vom 14.9. 2004
Laut dieser Fernsehsendung käme man beim Auto ohne Ölwechsel aus. Die
großen Autobauer verweigern Interviews. Ein Linienbus ist 500 000 km
ohne Ölwechsel mit diesem Nebenstromfilter gefahren.
Ölwechsel überflüssig
Nie wieder Ölwechsel?
Markus Kemper in Hamm verkauft seit acht Jahren
Nebenstrom-Ölfilter und ist überzeugt: Diese Technik macht den Ölwechsel
überflüssig. "Das ist auch alles kein Hexenwerk, sondern in diesem
Filter sitzt eine Patrone, die hundert mal feiner filtert als
herkömmliche Filter das können", erklärt uns Kemper.
Der herkömmliche Ölfilter reinigt das Motoröl von groben
Verschmutzungen. Der zusätzlich eingebaute Nebenstrom-Ölfilter säubert
das Öl auch von feinem Dreck. "Die Ölfilter halten durch die Patrone das
Öl sauber. Und alle 30.000 Kilometer wird diese Patrone getauscht. Hinzu
kommen 0,7 Liter Additive, diese Additive sind wie eine Frischzellenkur
für das Öl.
Das heißt, ich brauche keinen Ölwechsel mehr zu machen. Ich
tausche nur noch den Ölfilter aus, und das war dann der Ölwechsel", so
Kemper.
http://www.uni-filter.de
Die magnetischen Cryptochrome CRY1 und CRY2 kommen in der Netzhaut vor.
Biologen der Uni Oldenburg haben den magnetischen Sinn der Zugvögel
aufgeklärt: Die beiden Cryptochrome CRY1 und CRY2 kommen in der Netzhaut
der Vögel vor - genau dort, wo der magnetische Sinn schon vermutet
worden ist. Dr. Henrik Mouritsen vom Institut für Biologie und
Umweltwissenschaften konnte die Moleküle in spezialisierten Zellen der
Retina von Gartengrasmücken (Sylvia borin) nachweisen. Ganglienzellen
sind bei Zugvögeln reich hieran - bei Nicht-Zugvögeln fehlen die
Cryptochrome.
Gleichzeitig konnte er zeigen, dass ausgerechnet diese
Zellen bei Dunkelheit starke neuronale - zu der Zeit also, in der sich
Gartengrasmücken magnetisch orientieren. Auf diese Weise dürfte der
Vogel letztlich das Magnetfeld der Erde "sehen" und sich daran
orientieren können.
Mittlerweile gibt es Nanopartikel zu kaufen, die man auf die Autoscheibe oder auf die Sanitäreinrichtung im Bad auftragen kann. Im Bad soll man dann kein
Spülmittel mehr verwenden müssen.
Vor längerer Zeit hat man auch geglaubt, dass Asbest unbedenklich ist. Mittlerweile kostet es viel Geld, Asbest in Gebäuden oder Dächern wieder zu entfernen.
Studien beweisen Gesundheitsrisiko der kleinsten Teilchen
New York (pte, 14. April 2003 11:05) - Ein neuer Bericht über das
Gesundheitsrisiko von Nanopartikeln wird heute, Montag, von der
ETC-Group http://www.etcgroup.org Online gestellt.
Wissenschaftler
warnen darin vor den Kleinstteilchen, die aufgrund ihrer Größe, viele
sind kleiner als menschliche Zellen, zu schweren Gesundheitsschäden
führen können.
Besonders gefährdet sind diejenigen, die mit diesen Nanopartikeln arbeiten, berichtete die New York Times. Howard, Pathologie-Expertin an der Universität von Liverpool
beschäftigt sich seit 1984 mit der Erforschung von Gesundheitsrisiken
von Nanopartikeln und hat bereits 27 Studien zu diesem Thema selbst
veröffentlicht.
Die Wissenschaftlerin erklärt dabei, dass die Gefährdung
weniger die Substanz sei aus denen die Partikel bestehen, sondern deren
Größe. Howard argumentiert, dass diese Teilchen, die aus bis zu
zehntausend Molekülen bestehen und kleiner sind, als menschliche Zellen,
sehr leicht eingeatmet, eingenommen oder über die Haut absorbiert werden
können.
Nanopartikel finden heute bereits in einigen Produkten wie
Sunblocker, Tennisbällen, Computer-Displays und Auto-Panelen Verwendung.
Die Zahl der Produkte, in denen die Nanoteilchen Verwendung finden, wird
immer größer, da Forscher immer neue Anwendungen für diese Art von
Technologien finden. Materialien werden dadurch flexibler gestaltet,
haben eine längere Lebensdauer und bessere elektrische Leitfähigkeit
oder Transparenz.
Die ETC-Group tritt als Opponent des wachsenden
Nanotechnologie-Wachstums auf. Die Organisation versteht sich als
kritischer Betrachter neuer Prozesse und fordert genaue Untersuchungen
auf eventuelle Gesundheitsrisiken für Produzenten und Anwender neuer
Technologien.
"Energie aus Wind und Wasser"
Alte Wassermühlen bieten oft einen traurigen Anblick. Ganz besonders,
wenn das hölzerne Mühlrad stillsteht oder ganz fehlt. Doch eine
Sanierung des Herzstücks der Mühle ist teuer.
Das ist kein Wunder, denn die Restauration der traditionellen Holzräder
ist eine aufwändige Handarbeit. Die Wiederinbetriebnahme einer
Wassermühle kann sich trotzdem lohnen – zur Stromerzeugung.
Damit die Installation eines neuen Mühlrades die Sanierungskosten nicht
ins uferlose treibt, entwickelte der Erfinder Hartmuth Drews eine
preiswerte Alternative.
Das Edelstahl - Wasserrad besteht aus einzelnen Segmenten und lässt sich
- je nach Anzahl der Segmente - an verschiedene Mühlengrößen anpassen.
Die einzelnen Edelstahlsegmente kann man nach dem Baukastenprinzip zu
Mühlradgrößen zwischen drei und sechs Metern zusammensetzen.
Die schnell und leicht zu montierenden Wasserräder lassen sich auch in
Durchmesser und Breite an die jeweiligen baulichen Gegebenheiten
anpassen. So mancher Mühlenbesitzer könnte auf diese Weise seiner "Mühle
am rauschenden Bach" wieder ein Gesicht geben und gleichzeitig preiswert
Strom erzeugen.
Kontaktperson: Herr Hartmuth Drews
E-Mail: drews.hartmuth@t-online.de
Dieses kleine Kraftwerk kann die Gewalt der Gezeiten zur Stromerzeugung
nutzbar machen, ohne zu stark in das empfindliche Ökosystem von Meer und
Flüssen einzugreifen.
Die Anlage kann, ohne externe Steuerung, völlig selbsttätig sowohl die
auflaufende wie die ablaufende Gezeitenströmung nutzen und bis auf den
Gezeitenwechsel praktisch ununterbrochen Strom erzeugen. Das System
verschwindet völlig unter der Wasseroberfläche und kann in einer Tiefe
von mehr als 15 Metern unter dem Niedrigwasserspiegel z.B. durch
einfaches Absenken und Verankern auf den Meeresboden installiert werden.
Im Wasser versenkt, so dass Schiffe darüber fahren können, verrichtet
das Gezeitenkraftwerk seine Arbeit. Die Strömung richtet die beweglichen
Schaufeln auf und schiebt das Wasserrad an.
Dann klappen die Schaufeln weg und werden locker durch das Wasser
gezogen. So kann sich das Rad unter Wasser frei drehen und durch einen
mit der Anlage verbundenen Generator Strom erzeugen. Durch die
bewegliche Lagerung der Schaufeln bewegen sich die Flügel des
Wasserrades in die eine Richtung, bei Ebbe stellen sie sich dann von
selbst auf die Gegenrichtung um.
Vor allem in Regionen mit starkem Gezeitenwechsel kann dieses Kraftwerk
wirtschaftlich arbeiten. Die Anlage kann kostengünstig aus
Schiffbaustahl errichtet werden. Durch eine Zweipunkt-Lagerung ist es
möglich, sie ohne größeren Fundamentierungsaufwand z.B. an zwei
gegenüberliegenden Felswänden mit Seilen in Fjorden stabil und dauerhaft
zu befestigen. In weicheren Meeresböden kann das kleine
Gezeitenkraftwerk mittels eingerammter Stahlröhren befestigt werden.
Ansprechpartner (Gezeitenkraftwerk) Dr. Kai-Ude Janssen Tel.: 05361/864475 Fax: 05361/864474 www.atlantisstrom.de
"Kunst sollte etwas können" - diesem Prinzip hat sich der Erfinder und
Künstler Wolfgang Moser verschrieben. In seinem Garten im bayrischen Erding dreht sich eine Windtulpe.
Die Konstruktion ist ebenso einfach wie genial. Mit dieser
außergewöhnlichen und formschönen Gestaltungsidee verbindet der Erfinder
die Vorteile horizontaler und vertikaler Windmühlenarten miteinander. Da
der Wind von allen Seiten angreifen kann, muss die Tulpe nicht dem Wind
nachgeführt werden. Außerdem entwickelte Josef Moser eine neue
Oberflächenstruktur, die die Effizienz der kleinen, aber hocheffektiven
Windkraftanlage verbessert und für Laufruhe sorgt. Das innovative System
erzeugt bis zu zehn Megawatt.
Da der Generator auf dem Boden steht, sind der Baugröße des Systems fast
keine Grenzen gesetzt. Es können sogar beliebig viele Generatoren
hintereinander montiert werden, die sich bei zunehmender Windstärke
zuschalten und den Flügel auf eine konstante Umdrehungszahl abbremsen.
So einfach lässt sich aus Sturm Strom erzeugen und mit Kunst Geld
verdienen.
Ansprechpartner (Windtulpe):
Herr
Josef Moser
Erlenstraße 2-4
85435 Erding/ Prezen
Tel.: 08122/ 2612
E-Mail: morregan.erding@freenet.de
Mit der Nachrüstung eines Umweltbrenners lässt sich eine technisch intakte Altanlage umweltschonend weiter betreiben. Das einfach geniale Sekundärbrennersystem senkt die Abgastemperatur um ein Drittel, verringert den Ausstoß von Schadstoffen und Ölderivaten und halbiert den Abgasverlust. Im Ergebnis sinkt der Gesamtenergieverbrauch um 20 Prozent. Das Nachbrennersystem arbeitet rein physikalisch.
Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagen, bei denen die meisten Abgase am Wärmetauscher vorbei in den Schornstein ziehen, neutralisiert der Umweltbrenner die meisten Giftstoffe. Dafür wird ein mit Kieselsteinen befüllter Metallkorb auf den Wärmetauscher der Heizung aufgesetzt. Die Steine erhitzen sich während des Heizvorganges so stark, dass die hindurchströmenden Abgase noch einmal bei extrem hohen Temperaturen nach verbrannt werden. Das verschleißfreie und feuerfeste System funktioniert ähnlich wie ein Katalysator im Auto. Der Umweltbrenner senkt nachweisbar die gesamten Abgaswerte auf das Niveau eines modernen Niedertemperaturkessels und verhilft so manch alter Heizanlage zu einer Kosten sparenden und umweltfreundlichen Lebensverlängerung.
Kontaktperson: Klemens Brückner Hartefelder Dorfstraße 8
47608 Geldern
Tel.: 02831/3306
E-Mail: k.brueckner@k-bub.de
http://www.k-bub.de/
Ab 2005 gibt es für 690 Millionen Euro einen Reisepass mit RFID-Chip,
auf dem personeneigene Daten gespeichert sind. Der
Unterhalt dieses Systems soll 610 Millionen Euro jährlich kosten.
Wenn man von 40 Millionen Erwerbstätigen ausgeht, dann zahlt jeder
Erwerbstätige 15 Euro pro Jahr daran.
In 10 Jahren sind dies 150 Euro. Schon jetzt gibt es unter
http://www.rfdump.org eine Software mit der die Daten des RFID-Chips nicht nur gelesen werden kann, sondern auch verändert werden kann. Manipulation wird also Tür und Tor geöffnet.
Dies zeigt, wie sinnlos es
ist, ein solches Verfahren ohne parlamentarische Diskussion und ohne
experimentelle Erprobung einzuführen.
Mindestens genauso beeindruckend wie der Placeboeffekt, ist der
Noceboeffekt.
Mit "Nocebo" bezeichnen Experten alle unerwünschten
Wirkungen von Placebos.
Dazu zählen beispielsweise auch Nebenwirkungen,
wie Mundtrockenheit, Übelkeit und Kopfschmerzen, die durch Placebos
hervorgerufen werden. Sie entstehen besonders häufig dann, wenn die
Ärzte bei der Verabreichung des Placebos gezielt auf diese
Nebenwirkungen hinweisen.
Auch hier spielt also die Erwartung des
Patienten eine wichtige Rolle. Bereits in den 60er Jahren beeindruckte
ein Noceboexperiment die Fachwelt. Ärzte sagten ihren Patienten, sie
würden ein neues Brechmittel testen. Tatsächlich erhielten die
Versuchspersonen nur Zuckerwasser. Trotzdem mussten sich 80 % der
Studienteilnehmer übergeben!
Negative Erwartungen sind möglicherweise gesundheitsgefährdend.
Möglicherweise löst schon der Warnhinweis Krebs aus
Angesichts eines so massiven Noceboeffektes ist es fraglich, ob es
wirklich heilsam ist, wenn Ärzte ihre Patienten vor den Nebenwirkungen
ihrer Medikamente warnen oder auf Zigarettenpackungen Hinweise über die
Risiken des Rauchens stehen.
Möglicherweise wecken gerade diese kurzen
Sätze in den Konsumenten die Erwartung, tatsächlich an Lungenkrebs zu
erkranken. Und das macht die Entstehung eines solchen Krebsleidens
möglicherweise nur noch wahrscheinlicher.
Schließlich belegen Placebo- und Noceboeffekt, wie extrem wirkungsvoll
positive und negative Erwartungen sein können.
Mathe ist für viele Kinder eine harte Nuss.
Das ist nicht verwunderlich,
denn beim regulären Mathematikunterricht wird den Kindern in der Regel
das Rechnen anhand abstrakter Mengen und der damit verbundenen
gedanklichen Bewegung auf dem Zahlenstrahl vermittelt.
Viele Kinder kommen damit gut klar, und wer Probleme mit der dem
Zahlenbegriff und der Vorstellung des Zahlenraumes hat, für den kann
Mathe schnell zum frustrierenden Horrorfach werden. Für Schüler, denen
ein gegliedertes und strukturelles Denken leichter fällt, als das Denken
in Mengen, könnte das Zahlenstrukturmaterial eine wertvolle Hilfe sein.
Entwickelt wurden die Strukturkörper von einem Lehrer, der damit einen
neuen Weg der Wissensvermittlung aufzeigt. Die einzelnen Rechensteine
haben verschiedene Farben, welche die Ziffern von 0 bis 9 kennzeichnen.
Die unterschiedliche Form der Steine zeigt ihren Stellenwert im
Dezimalsystem an. Gerechnet wird durch das Verschieben und
Übereinandersetzen der Steinchen.
Anders als beim herkömmlich
verwendeten Mengenmaterial ergeben sich Zahlen nicht als Menge, sondern
als gebaute Struktur. Das Besondere dabei ist, dass dabei die Denk- und
Rechenabläufe gekoppelt mit Bewegungen stattfinden. So werden beide
Hirnhälften angesprochen und das logische Denkvermögen verbessert. Der
Erfinder hat die Zahlenstrukturkörper bereits bei Schülern in
verschiedenen Altersgruppen erfolgreich eingesetzt.
PLM - Päd. Lehr- und Lernmittelverlag e.K.
Wiesenweg 11
82362 Weilheim
Tel.: 0881/ 92482451
Fax: 0881/ 92130
E-Mail: www.plm-verlag.de
SCHUBI Lernmedien GmbH Georg-Westermann-Allee 66 38104 Braunschweig Tel.: 0531/ 7088571 Fax: 0800/ 877317731 (Nulltarif) www.schubi.de
"Gesund wohnen"
Eine schadstofffreie Alternative zur herkömmlichen,
formaldehydbehandelten Spanplatte ist die STROPOLY-Strohfaserplatte.
Ein
innovatives Unternehmen hat mit dieser Erfindung ein Stück Natur aus
jährlich nachwachsenden Rohstoffen ins Haus geholt.
Denn bei der Produktion dieser Faserplatten werden nur Stroh, Wasser und
natürliche Bindemittel eingesetzt. Das zerkleinerte Stroh wird
verdichtet und ohne Zusatz schädlicher Stoffe zu Platten verarbeitet.
Dabei wird es restlos verarbeitet. Die Strohfaserplatte weist von der
Rohstoffbeschaffung über den Transport bis zur Verarbeitung und
Verwendung eine ausgewogene Ökobilanz auf.
Die vielseitig einsetzbaren Platten sind sehr gut zu verarbeiten. Sie
eignen sich hervorragend als Dämmplatten und Bodenelemente zur
Isolierung gegen Schall, Wärme und Kälte. Alle Platten lassen sich ohne
Probleme lackieren, kaschieren, furnieren und beschichten. Damit können
die Platten aus Stroh auch sehr gut zum Möbelbau eingesetzt werden. Es
gibt sie in Stärken von 12 bis 125 mm.
Stropoly VerwaltungsGmbH & Co Produktions KG
Zum Steinsitz 4
18273 Güstrow
Tel.: 03843/ 24560
Fax: 03843/ 245611 stropoly.de
Das Erdmagnetfeld schwindet seit einigen Jahren in rasantem Tempo, Nord- und Südpol könnten bald die Plätze tauschen. Erste Folgen machen sich bereits bemerkbar: Satelliten fallen plötzlich aus, kosmische Strahlung durchdringt verstärkt den Schutzmantel der Atmosphäre. W WIE WISSEN fragt, was die Entwicklung für Mensch und Natur bedeutet. 25. Oktober 2003: ein Punkt im östlichen Pazifik, kurz vor Peru, zu sehen ist nichts als Wasser. Doch achthundert Kilometer darüber stoppt ein japanischer Beobachtungssatellit von einer Sekunde auf die andere jegliche Funktionstätigkeit. Antrieb und Elektronik versagen, er taumelt durchs All.
Polarlichter über Paris
Drei Tage später blicken die Menschen in Paris erstaunt zum nächtlichen Himmel. Hoch über der französischen Hauptstadt ist etwas zu sehen, das es sonst nur viel weiter nördlich gibt: Polarlichter! Ein Spektakel aus elektrischen Entladungen in der Atmosphäre, das sich bis nach Europa verirrt hat. Die Experten in den Kontrollstationen der Weltraumbehörden sind alarmiert. Immer häufiger kommt es zu plötzlichen Satellitenstörungen - vor allem dann, wenn ein Satellit kurz zuvor über den südlichen Atlantik geflogen ist. Die Experten der europäischen Weltraumagentur ESA sorgen sich bereits um ihre Missionen, denn die Vorfälle scheinen nur die ersten Anzeichen eines Phänomens von weitaus größerem Ausmaß zu sein. Prof. Hermann Lühr vom Geo-Forschungs-Zentrum in Potsdam soll im Auftrag der ESA den merkwürdigen Ereignissen nun auf den Grund gehen. Für ihn dreht sich alles um ein Phänomen, das von den Weiten des Weltalls bis ins Innerste des Planeten reicht: das Magnetfeld der Erde. Man sieht, hört und schmeckt es nicht. Doch 3.000 Kilometer unter unseren Füßen, im äußeren Erdkern, erzeugen wirbelnde Massen flüssigen Eisens ein elektromagnetisches Feld, das die Erde wie eine unsichtbare Hülle umgibt.
Schutzschild für den Sonnenwind
Dabei erfüllt das Magnetfeld vor allem einen Zweck: Es schützt die Erde vor den elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes und vor radioaktiver Strahlung aus dem All. Dank dieses Schutzschildes ist das Leben für Pflanzen, Tiere und Menschen auf Erden überhaupt möglich, und können auch Satelliten ungestört ihre Bahnen ziehen - bisher zumindest. Denn der Schutzschild schwächelt, vor allem über dem Südatlantik scheint er löchrig geworden zu sein. Das Magnetfeld ist hier auf nur 60 Prozent seiner sonst üblichen Stärke gesunken. Es ist die Stelle, an der viele Satelliten versagen. Und auch die Astronauten der Internationalen Raumstation fliegen etwa 16 Mal am Tag über den Südatlantik. Nur je 10 Minuten dauert ihr Flug über die Schwachstelle - doch aufs Jahr gerechnet bekommen sie an dieser kleinen Stelle ganze 90 Prozent ihrer Strahlungsdosis ab. Um zu ergründen, was über der Erde los ist, müssen die Forscher auf dem Boden beginnen. Das Rätsel um das Magnetfeld führt in das kleine Dorf Niemegk in Brandenburg. Weit ab von störenden Eisenbahnlinien und Industrie steht das "geomagnetische Observatorium". Hochsensible Geräte sollen hier eines der letzten großen Geheimnisse der Erde lüften. Im Sekundentakt messen die Apparate die Stärke des Magnetfelds. Fast 200 solcher Observatorien sind auf der ganzen Erde verteilt. Doch am Messgerät blinken jedes Mal andere Zahlen auf, die Stärke des Magnetfelds ändert sich ständig.
Wandernde Pole
Eine völlig neue Entwicklung? Im Archiv lagern die Aufzeichnungen des Observatoriums seit dem 19. Jahrhundert. Seit den ersten Messungen ist das Magnetfeld in Niemegk zwar insgesamt ein wenig stärker geworden. Doch global nimmt es immer weiter ab - und das rasend schnell. 10 Prozent schwächer in nur 170 Jahren - für die Forscher sind das alarmierende Zahlen. Und noch etwas hält sie in Atem: Die magnetischen Pole wandern! Der magnetische Nordpol ist heute längst nicht mehr dort, wo er früher einmal war. Am Magnetischen Observatorium müssen die hochsensiblen Apparaturen daher ständig neu justiert werden - für die Forscher eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Denn wenn Norden nicht immer gleich Norden ist, könnte die Orientierung mit Kompass und Landkarte schnell zum Glücksspiel geraten. Durch das geöffnete Fenster peilt Hans-Joachim Linthe einmal in der Woche feste Landmarken an, zuerst den Niemegker Wasserturm, dann den Kirchturm. Am Messgerät liest er ab, in welchem Winkel die Türme zum geografischen Nordpol stehen. Dann richtet er das Gerät an den Feldlinien des Magnetfelds aus, so dass es nach magnetisch Nord zeigt, und peilt erneut den Wasserturm an. Der Winkel ist nun viel größer, da der magnetische vom geografischen Nordpol abweicht. Diese Abweichung ändert sich ständig, denn der magnetische Nordpol rast zur Zeit mit immer höherer Geschwindigkeit durchs nördliche Kanada.
Nordpol schon bald in Sibirien?
Seit 1590 hat er fast 2.000 Kilometer zurückgelegt - und mit ihm die
Richtung, in die die Kompassnadel zeigt. Dabei wandert der Magnetpol
derzeit mit fast 60 Kilometer im Jahr, noch vor zehn Jahren war er nur
halb so schnell. Schon bald könnte er Sibirien erreicht haben.
Vor zwei Jahren gab es in der Fachwelt deshalb den ersten Alarm: Wenn
das Magnetfeld weiter so schnell abnimmt und die Pole noch mehr wandern,
könnte es bald ganz zusammenbrechen und sich erst nach Jahrtausenden
wieder aufbauen - in umgekehrter Richtung!
Alles deute darauf hin, so
die Forscher in der Zeitschrift "Nature", dass Norden und Süden in etwa
2.000 Jahren die Plätze tauschen könnten! Auch in einer von
amerikanischen Geophysikern entworfenen Computersimulation sind all dies
die ersten Anzeichen, bevor sich das Erdmagnetfeld umpolt.
Ein Blick in die Erdgeschichte fördert jedoch Erstaunliches zutage: In
der Vergangenheit hat sich das Magnetfeld sogar schon mehrmals
vollständig umgedreht. Immer dann, wenn der heiße Erdkern wieder einmal
seine Richtung änderte.
Mögliche Antworten in Bohrkernen
Wann geschah das zuletzt? Und wie lange dauerte es? Mögliche Antworten
lagern in einem Kühlraum des Geo-Forschungs-Zentrums in Potsdam. In
Hunderten von Bohrkernen ist uralte Lava aus Ozeanböden und Seen
erhalten. Als das glühende Gestein vor Jahrtausenden auf den Meeresboden
sank, kühlte es ab - sowohl die jeweilige Stärke des Magnetfelds als
auch seine Ausrichtung wurden so "eingefroren".
Paläomagnetologen entlocken den Bohrkernen mit Hilfe eines Magnetometers
ihr Geheimnis. In kleinen Glaswürfeln legen sie die Gesteinsproben auf
ein Laufband, das in den Messapparat hineinläuft.
Dort wird das im Stein
enthaltene Mineral Magnetit auf seine Ausrichtung und magnetische Stärke
gemessen. Auf einer Weltkarte kann der Computer so anzeigen, wo sich der
magnetische Nordpol in der Vergangenheit schon überall befand.
Über die Ergebnisse waren die Forscher zunächst selbst überrascht:
Norden und Süden befanden sich ständig auf großer Wanderschaft!
Im
Durchschnitt tauschten die Pole alle 500.000 Jahre die Plätze, die
letzte Umpolung des Erdmagnetfelds fand vor 780.000 Jahren statt. Rein
rechnerisch wäre eine erneute Umpolung demnach überfällig.
Was passierte damals?
Doch was passierte damals - starben Tiere aus? Gab es Mutationen?
Grillte kosmische Strahlung die Erdoberfläche?
Viele Forscher behaupten,
nichts davon sei passiert. Doch niemand weiß es wirklich. Die erschwerte
Kompass-Navigation scheint dabei noch das geringste Problem zu sein: GPS
und andere Satellitengestützte Systeme ersetzen die antiquierte
Magnetnadel schon heute.
Doch gerade die Satelliten sind als erstes in
Gefahr, wenn Sonnenwinde und kosmische Strahlung der Erde immer näher
auf die Pelle rücken.
Hermann Lühr vom Geo-Forschungs-Zentrum Potsdam soll deshalb für die
europäische Raumfahrtbehörde ESA des Rätsels Lösung finden. Er bringt
das Satellitenprojekt "Swarm" auf den Weg, das vorhersagen soll, wie
sich das Magnetfeld weiter entwickelt. Drei Satelliten sollen ab 2009
die Erde umkreisen, um die Vorgänge im Erdinneren genau zu messen.
Wenigstens im All will man so gut wie möglich vorbereitet sein, wenn der
blaue Planet in Zukunft seinen Mantel wechselt.
Im Keller von Fernsehmoderator Jean Pütz in Köln steht ein
Kleinkraftwerk, das aus einem 600-Kubik-Einzylindermotor, der mit Erdgas
betrieben wird und einem Generator besteht. Durch eine verbesserte
Isolation und durch das Kleinkraftwerk hat er den Energieverbrauch
seines Hauses auf ein Fünftel reduzieren können. Der Einzylinder mit Kat
treibt den Generator für den Strom. Elektronisch geregelt, erwärmen
Kühlwasser und Auspuffgase aus dem Motor Badewasser und Heizung.
Sechs Wohnungen beziehen so Strom und Wärme.
Wenn mehr Strom erzeugt als
verbraucht wird, fließt der Überschuss ins Netz und Jean Pütz verdient
daran. Strom hinzukaufen muss Pütz fast nie. Er hat sich das
Blockheizkraftwerk aus ökologischen Gründen einbauen lassen. Außerdem
nutzt er noch die Sonne auf dem Dach als zusätzliche Heizung.
Der Nachteil der Großkraftwerke besteht darin, dass ihre Stromproduktion
jede Menge Abwärme ungenutzt aus den Kühltürmen in die Atmosphäre bläst.
Blockheizkraftwerke mit der so genannten Kraft- Wärme- Kopplung nutzen
dagegen Brennstoff besonders effizient. In Berlin-Mitte wurde dieses
Prinzip an Gasturbinen angewandt. Dabei treibt ein Erdgasbrenner eine
Turbine und der angekoppelte Generator erzeugt Strom. Die dabei
entstehende Hitze reicht aus, Dampf mit sehr hohem Druck auf eine zweite
Turbine zu leiten und einen zweiten Dynamo anzutreiben.
Die Abwärme davon versorgt ein ganzes Stadtviertel. Sie erzeugt zweimal
Strom, einmal Heizenergie und zugleich weniger Emissionen.
Auch auf dem
Land sind Blockheizkraftwerke nahe an den Erzeugern von Biomasse und
Biogas sinnvoll. Nachwachsenden Brennstoffe könnte der Stirlingmotor
sauberer und effektiver nutzen als Verbrennungsmotoren.
Ihm ist auch die Sonne als Wärmequelle recht.
Blockheizkraftwerke mit
Stirlingmotor werden in Deutschland serienmäßig hergestellt und
eingebaut. Sie sind effizient und wartungsarm, aber immer noch zu wenig
bekannt. In der Sonne ist der Stirlingmotor effektiver als Fotozellen.
Die Stirling- Spiegel könnten sogar in Fassaden integriert werden. Netze
kleiner Erzeuger mit sparsamer, sauberer Technik haben Zukunft;
Patentlösungen gibt es nicht.
In Netzwerken werden für die Stabilität immer noch Überlandleitungen und
Großkraftwerke gebraucht - aber es werden weniger. Ginge es nach Jean
Pütz, würden viele Schornsteine zum Auspuff und - statt im Auto - würde
der Motor im Keller zum Prestigeobjekt.
Reinhard Strey arbeitet am stabilen Treibstoff aus Diesel,
Wasser und Tensiden.
Der Verbrauch von Kraftstoffen durch Autos kann dadurch gesenkt werden,
dass Benzin oder Diesel mit Wasser verlängert werden. Dies hätte
außerdem zur Folge, dass der Schadstoffausstoß erheblich gesenkt würde.
Am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln arbeitet
eine Forschergruppe unter der Leitung von Professor Dr. Reinhard Strey
an einem thermodynamisch stabilen Treibstoff aus Diesel, Wasser und
Tensiden.
Motoren zünden ohne Probleme selbst bei 50 Prozent
Wasseranteil.
Unabhängig von der derzeitigen Lage auf dem angespannten Ölmarkt wird
immer deutlicher, dass wir mit den vorhandenen Rohstoffen um so
sorgfältiger umgehen müssen. "Eine Möglichkeit, von Öllieferungen etwas
unabhängiger zu werden", so Professor Strey, "besteht darin, unsere
Kraftstoffe mit Wasser zu verlängern."
Wenn es gelänge, den Verbrauch um nur wenige Prozent zu reduzieren,
könnte weltweit jährlich Rohöl im 100 Millionen Tonnen Maßstab
eingespart werden.
Der Haupteffekt dieser neuartigen Kraftstoffe liegt
aber vor allem in der Reduzierung des Schadstoffausstoßes. Dadurch lässt
sich die Luftqualität in den Städten erheblich verbessern. Erste
Ergebnisse zeigen, dass beispielsweise der umstrittene Ruß deutlich um
über 85 Prozent gesenkt werden kann. Daneben entstehen bei der
Verbrennung der neuartigen Kraftstoffe auch wesentlich weniger
Stickoxide.
Schon Ende der siebziger Jahre kamen US-Wissenschaftler auf die Idee
Wasser in Kraftstoffe zu mischen, um den Ausstoß umweltschädlicher
Abgase zu minimieren. Dass sich dieser Treibstoff bisher nicht
durchgesetzt hat, kann zum einen daran liegen, dass diese Mischungen
nicht lagerstabil sind und sich Wasser und Treibstoff wieder auftrennen.
Zum anderen könnte die Menge und der Preis des Emulgators eine weltweite
Nutzung verhindert haben.
Um diese Nachteile der bisher bekannten Wasser-Kraftstoffe zu überwinden
und dieser Idee endlich zum Durchbruch zu verhelfen, entwickelten die
Kölner Wissenschaftler einen (thermodynamisch) stabilen Treibstoff aus
Diesel, Wasser und Tensiden mit definierten Schwammstrukturen im
Nanometerbereich. Im Gegensatz zu anderen, instabilen,
Wasser-Öl-Emulsionen ist der Wasseranteil frei wählbar. Somit ist der
optimale Wassergehalt ermittelbar.
Ebenso stellt es für die
Wissenschaftler kein Problem dar, nachwachsende Rohstoffe wie Rapsöl in
beliebigen Mengen einzusetzen.
Solche Beimischungen werden in naher Zukunft (EU-Verordnungen) eine
große Rolle spielen und stellen die Kraftstoffhersteller vor große
Herausforderungen. Ganz nebenbei wird durch diesen lagerstabilen
Treibstoff das bisher ungelöste Problem des Restwassers im Tank
beseitigt. Es wird einfach aufgesaugt.
Durch die langjährige Erfahrungen der Arbeitsgruppe von Prof. Strey auf
dem Gebiet der Mikroemulsionen (thermodynamische Mischungen aus Wasser,
Öl und Tensiden) können die neuen Kraftstoffe den technischen
Anforderungen angepasst werden.
Der jetzige Entwicklungsstand entspricht
noch nicht dem Optimum. Die Wissenschaftler hoffen, die positiven
Effekte noch deutlich steigern zu können. Dabei liegen weitere
Potentiale in der Variation des Wasseranteils und der Optimierung der Tensidmischung. Auch weitere Additive wie Backpulver oder Harnstoff
sollen erprobt werden.
Außerdem soll die noch offene Frage geklärt, welchen physikalischen
Effekt das Wasser auf die Verbrennung hat. Tatsache ist, dass die
Abgastemperatur abgesenkt wird. Ob die Ursachen der beobachteten Effekte
in der Verbrennungstemperatur in einem Dampfmaschineneffekt oder in der
veränderten Chemie des Verbrennungsgemisches zu suchen sind, muss noch
erforscht werden.
Noch gibt es genügend sauberes Wasser, das die Ansprüche an Trinkwasser
erfüllt. Aber das Problem der Zukunft wird die Aufbereitung von
verunreinigtem Wasser sein, so dass wir weiterhin bedenkenlos Wasser aus
Hahn in die Kaffeemaschine laufen lassen können. In Goslar veranstaltet
das Clausthaler Umwelttechnik-Institut die dritte internationale
Konferenz zu Oxidationstechniken für Wasser- und Abwasserbehandlung.
Von Jo Schilling
Reines Wasser ist wertvoll und wird langsam rar. Konventionelle
Kläranlagen reinigen die Abwässer gerade einmal so stark, dass sie
wieder in die Natur entlassen werden können, aber trinken kann das
niemand. Sauberes Grundwasser ist das Produkt der Filterleistung der
Natur, aber die sieht sich inzwischen mit Aufgaben konfrontiert, für die
es in der Natur keine Lösung gibt. Medikamentenreste, die Kranke
ausscheiden, Industriechemikalien, die die Mikroorganismen im Erdreich
nicht kennen und dementsprechend nicht abbauen können.
Diese Aufgabe lässt sich mit biologischen Verfahren allein nicht lösen.
Deshalb wir brauchen zusätzliche Verfahren, um eben die Standards zu
erreichen, die notwendig sind, und hier bieten die advanced oxidation
technologies, also die verfeinerten Oxidationsverfahren, die Möglichkeit
eben diese Lücke zu schließen.
Professor Alfons Vogelpohl vom Institut für Thermische Verfahrenstechnik
der Universität Clausthal braucht, um Wasser zu säubern, nur Energie und
Sauerstoff.
Der Vorteil besteht darin, dass praktisch alle Stoffe zerstört werden
können, die im Abwasser vorhanden sind und dass darüber hinaus aus
diesen Abfallstoffen eben Kohlendioxid, Wasser und Mineralsalze erzeugt
werden, die völlig unschädlich sind.
Konventionelle Reinigungsverfahren arbeiten entweder wieder mit
Chemikalien, die nur eine bestimmte Stoffgruppe abfangen und unschädlich
machen oder inzwischen auch immer häufiger mit Bioreaktoren. Beide sind
nicht in der Lage wirklich alle Schadstoffe unbesehen zu zerstören,
sondern immer nur die, auf die sie spezialisiert sind. Und selbst dann
nur bis zu einer gewissen Konzentration.
Je weniger Schadstoffe im
Wasser sind, desto so schwieriger ist es, sie abzufangen. Der Trick der
Oxidationsprozesse:
Wir erzeugen da OH-Radikale. OH-Radikale sind Moleküle mit der höchsten
Reaktionsgeschwindigkeit. Das heißt, der Umsatz ist praktisch unabhängig
von der Konzentration und erfolgt sofort.
Diese OH-Radikale entstehen, wenn einem Wassermolekül ein Sauerstoffatom
hinzugemogelt wird, und dieses instabile Teilchen dann zerfällt. Die
Energie dafür muss meist elektrisch aufgewendet werden. Aus Sauerstoff
wird entweder Ozon hergestellt, das dann mit dem Wasser reagiert oder Wasserstoffperoxid.
Aber auch das ist nicht der Königsweg, finden die
Clausthaler und haben einen Photokatalysereaktor entwickelt.
Der
Katalysator: Titandioxid, das Weiß auf den Wänden und in der Zahnpasta.
Die Energiequelle: die Sonne. Der Katalysator nimmt die Sonnenenergie
auf und erzeugt mit dieser Energie die reinigenden OH-Radikale. Das
Verfahren ist günstig, aber wenn viel Wasser zu reinigen ist, sind große
Flächen und gutes Wetter erforderlich. Die erste Anlage steht in einem
Sonnenland: Tunesien
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber die Möglichkeit, die in
Tunesien realisiert worden ist, ist, wir nutzen einen so genannten
Filmreaktor, das heißt wir brauchen eine ausreichend große geneigte
Fläche, diese Fläche ist mit dem Katalysator, das heißt mit dem
Titandioxid beschichtet und das Abwasser läuft jetzt als dünner Film
über die Fläche, wird von der Sonne bestrahlt und dabei werden die
OH-Radikale erzeugt, die dann die Schadstoffe entfernen.
Der Begriff Reaktor ist fast ein bisschen zu groß für die Technik: Eine
Schräge aus Beton auf die Titandioxid aufgesprüht wird. Das Wasser läuft
wie bei einem Zimmerbrunnen über die Oberfläche. Aber es funktioniert
und wenn es nicht nur in Afrika, sondern auch in unseren Breiten Wasser
zuverlässig reinigen soll, sieht Alfons Vogelpohl noch die Möglichkeit,
...dass ich also Lampen benutze, wie sie auch in den Bräunungsstudios
eingesetzt werden, indem ich Sonnenlicht simuliere, der Nachteil ist
natürlich der höhere Energieverbrauch.
Noch stecken die ganzen Wasserreinigungsverfahren, die nur mit
Sauerstoff als Chemikalie auskommen, in den Laborschuhen. Wasser ist
noch zu billig, als das viel Geld in seine Reinigung fließen würde. Aber
die Wissenschaftler stehen in den Startlöchern und mit jedem neuen
gesetzlichen Grenzwert, könnte der Startschuss fallen.
Die Dürre in Indien ist vermeidbar, meinen Umweltschutz-Organisationen.
Denn schließlich fallen hier - allerdings nur im Juni - bis zu 1100
Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter.
Man müsse sie nur nutzen.
Die traditionellen Methoden, Wasser langfristig zu sammeln, bestehen
darin, das Nass in künstlichen Seen, den "Tankas", zu sammeln. Ein
derartige See bleibt teilweise während der regenfreien Monate bestehen.
Wenn er dennoch austrocknet, dient das feuchte Flussbett als Ackerland.
Das Wasser ist im Boden versickert und kann mittels Brunnen wieder nach
oben gefördert werden.Diese Tankas haben sich über Jahrhunderte bewährt.
Künstliche Seen, die "Johads", entstehen durch das Aufschütten von
Erdwällen und funktionieren wie Tankas.
Seitdem man sich in einigen
Orten auf traditionelle Wasserspeichermethoden rückbesonnen hat, gibt es
keine Dürrekatastrophen mehr.Immer mehr Dorfgemeinschaften schließen
sich deshalb zu Wassernutzer-Organisationen zusammen.
Die Erfolge lassen
sich sehen: Der lange ausgetrocknete Fluss Avari fließt selbst in der
Trockenzeit wieder. In den letzten fünfzig Jahren sind Hunderte von
Dämmen mit Kilometer langen Bewässerungskanälen entstanden. Eine
zentrale Versorgung sollte immer mehr Orten Wasser aus der Leitung
bringen, war der Gedanke.Doch das Wasser wird nicht gut verwaltet - so
kommt es zu den neuzeitlichen wochenlangen Dürreperioden. Staudämme und
Pipelines haben sich nicht bewährt.
Schweizer Forscher haben bei Routineuntersuchungen entdeckt, dass das
Grund- und Trinkwasser der vietnamesischen Stadt Hanoi stark mit Arsen
belastet ist. Elf Millionen Menschen sind davon betroffen. Die
Folgeerscheinung der Arsenvergiftung ist Krebs.
Im Trinkwasser des Dorfes Van Phuc haben der Schweizer Forscher Michael
Berg und seine Kollegen von der Universität Hanoi vor zwei Jahren eine
folgenschwere Entdeckung gemacht, über deren Ausmaß sich Berg damals
noch nicht bewusst war: "Beunruhigend war, dass wir hohe
Arsenkonzentrationen im Trinkwasser gefunden haben. Dies war der
Auslöser für eine sehr umfassende Studie." Die Lepra-ähnliche "blackfoot
disease" ist charakteristisch für eine schwere Arsenvergiftung. Das
Arsen stört die Blutzirkulation und es bilden sich große Risse an den
Füssen. Die Menschen können kaum noch gehen. In schweren Fällen sterben
ganze Glieder ab. Das Endstadium ist Krebs.In Bangladesch sind drei
Millionen Menschen schon vergiftet, Zehntausende davon schwer. Schuld
sind die Brunnen, die durch Hilfsorganisationen wie Unicef in den 80er
Jahren in Bangladesch installiert wurden. Damals warb die Unicef mit der
hohen Kindersterblichkeit für dieses Brunnenprojekt. Bakterien
verseuchtes Oberflächenwasser führte oft zu schweren
Durchfallerkrankungen und Tod bei Kindern.
Durch die Grundwasser-Pumpen
kam Bangladesch zu sauberem Trinkwasser; die Kindersterblichkeit sank-
doch der langsame Tod durch Arsen kam, so Berg: "Wenn man jetzt hier das
Wasser trinkt, dann sind das sehr geringe Konzentrationen an Arsen, im
Bereich von Milliardstel Gramm. Man muss also über lange Zeit dieses
Wasser trinken, bis erste Krankheiten auftreten." Etwa zehn Jahre dauert
es, bis Arsen-Vergiftungen auftreten. Im Dorf Van Phuc tickt die
tödliche "Arsen-Bombe" auch. Arsen ist nicht gleichmäßig verteilt. In
welchen Pumpen die Arsen-Gefahr lauert, wissen auch die Forscher nicht
genau.
Die Probe-Entnahme muss genauen Abläufen folgen, denn nur dann ist
eine präzise Arsenmessung im Labor möglich. Diese Arbeitsschritte haben
sie mit dem Schweizer Forscher lange eingeübt. Die Besitzer des Brunnens
sind erstaunt über unsere Anwesenheit und über die Messgeräte."
Ist unser
Wasser nicht in Ordnung?", fragen sie und erkennen das Problem erst
nicht: "Seit fünf Jahren benützen wir diese Pumpe, seither ist unser
Wasser sauber und es riecht nicht mehr so schlecht wie früher." Arsen im
Wasser ist geruchlos und unsichtbar. Die Forscher wie Michael Berg haben
ein ambivalentes Verhältnis zu ihrer Entdeckung: "Es ist zwar
interessant für uns Wissenschafter, etwas wichtiges entdeckt zu haben,
aber andererseits hat man auch ein schlechtes Gewissen. Wir wissen, hier
schlummert etwas. Darum haben wir auch über die letzten zwei Jahre die
Regierung und die Hilfsorganisationen dazu umfassend informiert."
Die
giftige Substanz gelangt durch natürliche Prozesse ins Grundwasser. Es
sind die Gesteinsablagerungen des Roten Flusses, Tonmineralien, die sehr
eisenhaltig sind - und an diesem Eisen haftet das Arsen. Es ist sehr
lehmiges und feinkörniges Material."
Die Mächtigkeit ist ungefähr hundert
Meter, die sich über die letzten 10.000 Jahre hier abgelagert worden
sind", schildert der Forscher. "Dieser Fluss bringt tagtäglich sehr viel
Sediment mit, hauptsächlich in der Regenzeit. Bei Überschwemmungen hat
sich dann dieses Delta in den vergangenen 10.000 Jahren gebildet." Der
Ursprung des Arsens liegt im Gebirge, im Einzugsgebiet des Roten
Flusses. Arsenhaltiges Gestein verwittert und wird mit dem Fluss in das
Delta transportiert und in den Sedimenten abgelagert. Dort kommt es mit
sauerstoffarmem Grundwasser in Kontakt und wird herausgelöst.
Das ist
allerdings typisch für ein tropisches Flussdelta, und so kommen auch
andere in Verdacht: "Man muss eigentlich alle Deltas in den tropischen
Regionen untersuchen. Aktuell hier in Süd-Ost-Asien ist es das
Mekong-Delta, es gibt Regionen in Nepal, in Kambodscha, Laos - alles was
zum Mekong gehört, dann in Indonesien gibt es Verdachtsflächen." Vom
Indus in Pakistan gibt es erste Meldungen, dass es dort kein Arsen hat.
"Es ist sehr von den Mineralien im Gebirge abhängig."
An der Wasserpumpe
messen die Studenten Parameter wie pH-Wert und Temperatur. Danach werden
die Proben mit verschiedenen Chemikalien versiegelt und der Ort mit
Satellitengestützten GPS registriert. Nur so ist später eine
flächendeckende Arsenbestimmung gewährleistet. "Wenn man ein großes
Gebiet untersuchen will, dann ist das hier in Vietnam ein logistisches
Problem. Der Weg in die Dörfer ist schwierig", so Berg.
In manche Gebiete
komme man nur zu Fuß. "Zum Teil sind es so verschlungene Wege, dass man
es gar nicht findet; die ganze Logistik, um an die Proben zu kommen,
auch unter diesen klimatischen Bedingungen, ist sehr schwierig."
Die
Proben werden im Arsen-Messlabor der Universität Hanoi analysiert. Beim
Wasser aus Van Phuc wird der Grenzwert um das Zwölffache überschritten.
Doch es ist schwierig, flächendeckende Aussagen über den Arsengehalt im
Grundwasser zu machen. Berg kennt das Beispiel Bangladesch: Dort gibt es
fünf Millionen Wasserpumpen, 3500 wurden analysiert. Wirklich Gewissheit
hat man nur, wenn jede einzelne Pumpe analysiert wird. In Hanoi zeigen
Bergs Untersuchungen mittel bis hohe Arsen-Mengen in den ländlichen
Regionen. Die Stadt Hanoi ist weniger stark betroffen.
Hoch ist die
Belastung vor allem im Süden, direkt am Roten Fluss. Dort, wo eben auch
Van Phuc liegt, ein Dorf, das Berg zukünftig im Auge behalten wird.
Regenwasser-Zisternen aus der Kolonialzeit sind vielleicht
zukunftsweisend für Vietnam: Regenwasser anstatt arsenhaltiges
Grundwasser. Die Regierung steht unter Schock und schweigt aus Angst vor
einer Panik. Informiert wird erst, wenn konkrete Maßnahmen da sind.
Die Gravitation des Mondes »zieht« an allen Teilchen der Erde. Die
riesigen Wassermassen in den Weltmeeren reagieren auf diese Kräfte am
deutlichsten. Doch auch auf die festen Bestandteile unseres
Heimatplaneten wirken die Kräfte. Tatsächlich können auch in der
Erdkruste Hebungen und Senkungen im Gezeitenrhythmus von mehr als 50
Zentimetern gemessen werden.
Einen Nachweis für diese Form der Erdbewegung ermöglicht das
kontinentale Tiefbohrungsprogramm in der Oberpfalz. Hier wurden einige
der weltweit tiefsten Löcher in die Erde gebohrt. In rund 4000 Metern
Tiefe stieß man dabei auf eine mit Wasser gefüllte Gesteinsschicht.
An
diesem Bohrloch wollen uns Wissenschaftler der Uni Bonn die
Anziehungskraft des Mondes demonstrieren.
Der Hintergrund: Die Wasser gefüllte Gesteinsschicht in 4000 Metern
Tiefe verhält sich wie ein Schwamm.
Senkt sich die Oberpfalz, wird das
Gestein zusammengedrückt, hebt sich die Oberpfalz, wird das Gestein
auseinander gezogen. Die Folge: der Wasserstand im Bohrloch ändert sich
durch die Landbewegung.
Der Beweis
Mit einer speziellen Vorrichtung, sollen über einen Schwimmer die Wasserstandsänderungen per Zeitrafferkamera dokumentiert werden. Und
tatsächlich: es ist 12 Uhr Mittags und der Schwimmer sinkt langsam im
Bohrloch.
Nicht einfach zu verstehen: der Wasserstand sinkt, da der
unsichtbare Mond gerade die Oberpfalz anhebt. Die Wasser führende
Schicht im Boden wird entlastet, ihr Volumen wächst und sie kann wieder
mehr Wasser aufnehmen. Folglich sinkt der Wasserspiegel im Bohrloch.
Umgekehrt verhält es sich, wenn die Landmassen wieder sinken. Der
»Schwamm« wird zusammengepresst und das Wasser im Bohrloch nach oben
gedrückt. Doch auch bei der Bewegung der Landmassen gilt: Eine große
Anzahl weiterer Faktoren beeinflusst das tägliche Heben und Senken....
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