Buchstabe O

Oberflächenwasser: Wasser aus natürlichen oder künstlichen oberirdischen Gewässern (Fluss-, Seen- und Talsperrenwasser), das auch Rohstoff für die Trinkwassergewinnung sein kann. Ebenfalls als Oberflächenwasser wird das von befestigten Flächen ohne Kanalisation abfließende Niederschlagswasser bezeichnet.

Orthomolekulare Medizin: Relativ junge Therapieform aus den USA, die zunehmend auch in Deutschland angewandt wird. "Orthomolekular" (griech./lat.) bedeutet "richtige Moleküle". Der Grundgedanke: Da unsere moderne Industriegesellschaft für viele Menschen Ernährungsmängel mit sich bringt, die zu Krankheit führen können, müssen die "richtigen" Verhältnisse wiederhergestellt werden. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Bei der Behandlung wird ausschließlich auf diese ohnehin im Körper enthaltenen Stoffe zurückgegriffen.

Osmose: Die natürliche Tendenz von Wassermolekülen, durch eine halbdurchlässige (semipermeable) Membran zu passieren. Einer der wichtigsten Vorgänge für organisches Leben. Mit Osmose (siehe auch Turgor) regelt beispielsweise unser Körper seinen Flüssigkeitshaushalt.

Blaue Hälfte = Salzhaltiges Wasser
Weiße Hälfte = Permeat
Rote Dreiecke = Wasserflussrichtung

Das Funktionsprinzip der OSMOSE:
Wasser diffundiert aufgrund der osmotischen Druckdifferenz durch die Membran zur anfangs höher konzentrierten Lösung. Die Abbildung zeigt die Osmosefunktion unter beidseitigem atmosphärischem Druck. Bei der Osmose sind zwei Flüssigkeiten immer bemüht, Ihren unterschiedlichen Salzgehalt auszugleichen. Die Abbildung links zeigt ein Behältnis mit zwei Flüssigkeiten, die einen unterschiedlichem Salzgehalt haben. Beide Flüssigkeiten sind durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran voneinander getrennt. Nur Wasser kann diese Membran passieren. Die Salze hingegen nicht. Durch den unterschiedlichen Salzgehalt entsteht ein so genannter osmotischer Druck. Dieser bewirkt, dass das reinere Wasser durch die semipermeable Membran dringt und auf der linken Seite das Wasser mit dem hohen Salzgehalt verdünnt. Dies geschieht solange bis der Salzgehalt auf beiden Seiten gleich ist. Eine   Umkehr-Osmose-Membran arbeitet auf ähnliche Weise.

Osmosemembran: In einer Umkehr-Osmose-Membran  wird Leitungswasser gegen eine halbdurchlässige Membran gedrückt. So können fast nur Wassermoleküle die feinen Poren der Membran passieren, während die Verunreinigungen zurückbleiben. Die Poren haben einen Durchmesser von ca. 0,00000001 mm. Die meisten Fremdstoffe im Wasser sind jedoch weit größer und passen daher nicht durch die Membrane. Osmose ist ein natürlicher Vorgang, bei dem Flüssigkeiten durch eine Membran passieren. Mit dieser Methode ziehen z.B. Pflanzen Wasser aus dem Erdboden, und assimiliert unser Blut den Sauerstoff der eingeatmeten Luft aus den Lungen, während der größte Teil der eingeatmeten Gase wieder ausgeatmet wird.

Oxidation: Chemischer Vorgang der Verbindung von Elementen mit Sauerstoff, wobei Energie freigesetzt wird und so genannte Oxide entstehen. Alle Verbrennungen sind Oxidationsvorgänge. Weniger heftig ablaufende Prozesse wie Verbrennungen oder Explosionen sind z.B. Korrosionen (Rostbildung) an Metallen. Genau genommen versteht man unter O. die Abgabe von Elektronen (von einem Reaktionspartner zum anderen). Der gegenteilige Vorgang (Elektronenaufnahme) wird als Reduktion bezeichnet.

Ozon: Der 3-wertige Sauerstoff tötet nicht nur die Bakterien wirksam ab, er oxidiert auch die Wasserinhaltsstoffe. Ozon muss am Ort der Verwendung erzeugt werden, ist sehr gefährlich und von Laien deshalb nicht anwendbar. Ozonierung

 

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