Natrium: Natrium ist ein weiches, silberweißes, an feuchter Luft sofort oxidierendes Leichtmetall, aus dem bei Kontakt mit Wasser Wasserstoff und Natronlauge entsteht. Dieser für den Menschen lebenswichtige Mineralstoff ist als anorganische Verbindung im Kochsalz enthalten. Natrium ist wichtig für den Austausch von Wasser zwischen den Zellen und dem Interzellularen Medium. Es ist außerdem für das Arbeiten der Muskeln, insbesondere deren Kontraktion wichtig. Natrium wird im Körper hauptsächlich zur Erzeugung bioelektrischer Potentiale, zur Reizweiterleitung im Nerven und zur Blutdruckregulation benötigt. Als Gegenspieler von Kalium bringt Natrium bildhaft gesprochen Strom auf die Leitung. Der tägliche Natriumbedarf wird über Kochsalz (Natriumchlorid) gedeckt. Die empfohlene Kochsalzaufnahme sollte 6-7 Gramm pro Tag nicht übersteigen. Bedingt durch sehr kochsalzhaltiges Essen, erscheint ein Mangel an Kochsalz selbst bei intensivem Ausdauertraining unwahrscheinlich. Sollten die Kochsalzreserven möglicherweise klimabedingt doch mal knapp werden, hat der Körper die Möglichkeit, natriumarmen Schweiß zu bilden und damit den Verlust zu drosseln.
Nitrat: Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Sie gehören zu den Hauptnährstoffen im Boden. Nitrate kommen u. a.
in Grünpflanzen vor. Problematisch können hohe Nitratgehalte in pflanzlichen Nahrungsmitteln aus überdüngten Kulturen sein, da sich diese im Verdauungsbereich des menschlichen
Körpers zu Nitriten umwandeln können und diese die krebsverdächtigen Nitrosamine bilden. Nitrate finden sich auch in stickstoffhaltigen Düngemitteln und können so bei
unsachgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft mit dem Niederschlagswasser ins Grundwasser bzw. in Oberflächengewässer gelangen und die Nitratbelastung erhöhen. Zuviel
Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen der teilweisen Umwandlung in Nitrit gefährlich werden. Nitrit kann zu einem bei Babys bis zu einem Alter von 3 Monaten
Blausucht (mangelnder Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen. Zudem können sich, auch bei Erwachsenen, im Magen Nitrosamine bilden. Nitrosamine sind die krebserregendsten
Stoffe, die man kennt. In Gewässern beträgt die durchschnittliche Konzentration schon über 20 mg/l. Dies hängt damit zusammen dass der Mensch schon seit langem in den
Stickstoffkreislauf eingreift, indem er durch Überdüngung, durch Abwässer, durch Stickoxid-Emissionen und durch Massentierhaltung zusätzlich Stickstoff einträgt. Das
Auftreten von Nitrat im Grundwasser ist hauptsächlich eine Folge der Düngung landwirtschaftlich genutzter Flächen, vor allen Dingen in Wein- und Gemüseanbaugebieten.
Bis heute ist die Entfernung überhöhter Nitratgehalte bei der Aufbereitung großer Wassermengen ein nicht gelöstes Problem. Toxikologische Bedeutung: Bei Toxizität von
Nitrat unterscheidet man drei Gruppen:
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a) Primärtoxizität: Aufnahme großer Mengen Nitrat durch den Menschen. Symptome: Reizung der Schleimhäute, Übelkeit, Erbrechen.
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b) Sekundärtoxizität: Nitrat kann durch Bakterien in Nitrit umgewandelt werden. Dieser natürliche Vorgang kann sowohl im Mund, wie auch im Magen-Darm-Trakt stattfinden.
Das ist normalerweise nicht besorgniserregend. Durch überhöhte Nitrataufnahme über Nahrung oder Trinkwasser kann allerdings entsprechend mehr Nitrit gebildet werden.
Nitrit kann die Sauerstoffzufuhr über das Blut behindern, was zu Blausucht führen kann. Speziell Säuglinge bis zum dritten Lebensmonat sind besonders betroffen.
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c) Tertiärtoxizität: Nitrit und sekundäre Amine im Magen können krebserregende Nitrosamine bilden. Nitrosamine gehören zu den krebserregendsten Stoffen, die man kennt.
Zitat aus dem Buch "NEUE KRANKHEITEN DURCH TRINKWASSER": (Erschienen 1992 - ecomed Fachverlag) ,,....Wird allein nur der Nitratrücktransport in den Speichel und die
dortige Bildung von Nitrit berücksichtigt, so ergibt sich bei 50 mg/l Nitrat und 5% Nitritbildung im Mund eine den Magen erreichende Nitritbelastung von 2,5 mg/l aus
dem Trinkwasser, also ein 25-fach höherer Wert, als die Trinkwasser-Verordnung für Nitrit zulässt." Die toxische Wirkung des Nitrats ist vor allem auf das daraus gebildete
Nitrit zurückzuführen, das hauptsächlich durch bakterielle Reaktionen im Mund oder Darm gebildet wird. Nitrit ist in der Lage, den Blutfarbstoff Hämoglobin zu so genannten
Methämoglobin zu oxidieren, das Sauerstoff so fest bindet, dass er nicht mehr an die Zellen abgegeben werden kann. So kann kein Sauerstoff mehr transportiert werden
und die Säuglinge ,,ersticken innerlich", es kommt zur Cyanose, der so genannten Blausucht. Nitrosamine gehören zu den stärksten Krebserregern. Die direkte Aufnahme
mit bestimmten Lebensmitteln, wie geräucherter Wurst oder Käse, ist allerdings gering. Bedeutender ist die Bildung von Nitrosaminen aus Nitrat bzw. Nitrit die im Körper
stattfindet. Dieser Aspekt der Bildung von krebserzeugenden Nitrosaminen, gibt Anlass zur Diskussionen über die hinnehmbaren Nitrat-Grenzwerte im Trinkwasser. Die WHO
fordert deshalb seit 1984 eine Nitratobergrenze von 10 mg/l im Trinkwasser. Der Grenzwert für Nitrat ist in der Trinkwasserverordnung auf 50 Milligramm pro Liter festgelegt.
Die EG Richtlinie für Nitrat im Trinkwasser liegt bei nur 25 mg/l.
Nitrit: Nitrit (chem. Formel NO2-) ist das Anion der salpetrigen Säure. Salze, die das Nitrit-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrite wie z. B. Natriumnitrit und Kaliumnitrit. Nitrit-Ionen werden im Boden oder in Gewässern durch Nitritbakterien durch Oxidation aus Ammonium-Ionen unter Verbrauch von Sauerstoff gebildet. Nitrit-Ionen entstehen aber auch unter anaeroben Bedingungen durch Reduktion aus Nitrat-Ionen. Nitrite sind in größeren Mengen giftig und an der Bildung der kanzerogenen Nitrosamine beteiligt.
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URAN im Trinkwasser Die Organisation Foodwatch warnt aktuell in der Presse vor teilweise zu hohen Urankonzentrationen im Leitungswasser.
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