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Wasser: Transport- und Lösungsmittel
Wasser
reguliert viele "überlebenswichtige" Vorgänge im menschlichen Körper, und dient
auch als Transport- und Lösungsmittel. Je reiner das täglich getrunkene Wasser
ist, um so besser unterstützen wir unseren Körper bei seiner Arbeit. Denn reines
Wasser verlangt dem Körper nicht noch zusätzliche Reinigungs- und
Filterleistungen ab.
Wichtig
ist deshalb auch der Mineralgehalt und die Zusammensetzung eines
Mineralwassers. Zwischen 13 und 8000 mg gelöste Stoffe finden sich pro
Liter in den verschiedenen Mineralwässern. Sehr hoch mineralisierte Wässer
werben mit ihrem Mineraliengehalt. Gering mineralisierte andererseits mit
ihrer Reinheit oder Natriumarmut.
Kohlensäure wird überwiegend zugesetzt um einer Verkeimung vorzubeugen, quasi
zur Konservierung. Seit einigen Jahren geht der Trend jedoch wieder zum stillen
Wasser, da dieses bekömmlicher ist. Genau betrachtet sind die meisten
Mineralwässer also nichts besonderes, auch nicht im Vergleich zum
Leitungswasser. Vom ökologischen Standpunkt schneidet Mineralwasser wegen der
oft sehr großen Transportwege nicht besonders gut ab. Die Kosten für den
Verbraucher sind überdies mit zw. ca. 0,25 - 1 Euro/Liter nicht gerade günstig. Hinzu
kommen platzraubende Lagerhaltung, Einkaufslogistikprobleme, Flaschenbruch,
Pfandprobleme und das mühsame Geschleppe der schweren Flaschenkisten.
Die Ernährungswissenschaftlerin Wiebke Franz vom Verband für Unabhängige
Gesundheitsberatung (UGB) sagt deutlich: "Unbedingt notwendig zur
Mineralstoffversorgung ist Mineralwasser nicht".
Dafür würden eine ausgewogene vollwertige Ernährung genügen. "Anders sieht das
bei jemandem aus, der gegen Kuhmilcheiweiß allergisch ist. Hier kann ein Liter
calciumreiches Mineralwasser am Tag einen relevanten Beitrag zur
Calciumversorgung leisten."
Strahlendes Wasser
Einige
der Mineralstoffe, die das Wasser aus dem Gestein lösen kann, sind
gesundheitsgefährdend. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen
Grenzwert von 0,1 Becquerel je Liter.
Die Maßeinheit
Becquerel bezeichnet dabei einen radioaktiven Zerfall pro Sekunde. Radium wird
wie Calcium in den Knochen eingelagert. Der Zerfall des Elements setzt
energiereiche Alpha-Strahlung frei, die Zellen zerstören und zu Knochenkrebs
führen kann.
Mehrere Studien deuten einen Zusammenhang zwischen Radium-kontaminiertem
Trinkwasser und einer erhöhten Leukämierate bei Kindern an.
Nach Angaben der
kritischen Fachzeitschrift Strahlentelex ist Radium 226 für Kleinkinder bis etwa
5.000 Mal, für Erwachsene bis etwa 500 Mal gefährlicher als das von Tschernobyl
bekannte Cäsium 137.
Radium lässt sich aus dem Wasser filtern.
Einige Brunnen mit hohen Radiumwerten
haben deshalb ihre Eisenfilter so umgebaut, dass auch ein Großteil des im Wasser
enthaltenen Radiums darin hängen bleibt. In den wenigsten Fällen wird der
Radiumgehalt deklariert! Wer wissen möchte, ob und wie viel Radium in seinem
Mineralwasser enthalten ist, sollte direkt beim Abfüller nachfragen.
Arsen kann enthalten sein
Ein weiterer unerwünschter Naturstoff ist das als
krebserregend eingestufte Arsen. Es ist schwierig einenGrenzwert
festzulegen, bei dessen Einhaltung die Substanz als mit Sicherheit ungefährlich
anzusehen wäre. Minimierung ist das oberste Gebot. Die WHO empfiehlt einen Richtwert von
10 Mikrogramm je Liter (µg/l), in Deutschland ist dieser Wert für Trinkwasser
verbindlich festgelegt. Steht auf der Flasche "Geeignet für die
Zubereitung von Säuglingsnahrung", darf der Arsengehalt 5 µg/l nicht
überschreiten. Die meisten Mineralwasser liegen darunter. Probleme kann es bei
Brunnen geben, die in vulkanischem Gestein liegen.
UV-Bestrahlung ist verboten. Ausführlich geregelt sind in der
Mineralwasserverordnung die bakteriologischen Untersuchungen, denn Mineralwasser
hat frei von krankheitserregenden Keimen zu sein. Technische Verfahren, um den
Keimgehalt im Wasser zu verringern, wie Pasteurisierung oder UV-Bestrahlung,
sind explizit verboten.
OZONIERUNG
Erlaubt ist dagegen der Einsatz von Ozon. Das Sauerstoff abgebende Gas
wird durch das Wasser geleitet, um das Eisen auszufällen. Gleichzeitig werden
dabei aber auch Keime abgetötet.
Die Informationszentrale Deutsches
Mineralwasser geht davon aus, dass die eingesetzte Ozon-Konzentration zu gering
sei um desinfizierend zu wirken.
MINERALSTOFFKONZENTRATION
Beim Trinken von
Mineralwasser ist eine unerwünscht hohe Zufuhr von Mineralstoffen, unter der Voraussetzung üblicher Trinkgewohnheiten bzw. Beachtung der medizinisch empfohlenen Trinkvolumina von ca. 1 l pro Tag, nicht zu befürchten. Einer dieser Gründe ist, dass
entsprechend den Bestimmungen des Lebensmittelcodex, Obergrenzen für die
Gesamtmineralisation und die Konzentrationen bestimmter Inhaltsstoffe bestehen,
sodass sehr hoch konzentrierte Mineralwässer nur für den Verkauf in Apotheken,
nicht jedoch für die Abgabe über den Lebensmittelhandel zugelassen sind.
Mögliche Einflüsse auf unser Trinkwasser durch die
Wasserwerke
Die Trinkwasseraufbereitung durch
das Wasserwerk |
Die Wasserwerke betreiben heutzutage einen enormen Aufwand,
um Trinkwasser zu erzeugen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass
viele kleine Wasserwerke aus Mangel an technischen Equipment weit überfordert
sind. Doch wie wird das Wasser im Wasserwerk gefiltert und chemisch aufbereitet?
Der erste Schritt jeder Wasseraufbereitung ist die
Entfernung von Sand und anderen Grob- und Trübstoffen mittels Siebung. Danach
folgt die Sedimentation in sogenannten Absetzbecken. Dort fließt das Wasser sehr
langsam über eine längere Strecke, schwerere Partikel sinken dabei ab und
bleiben zurück. Feinverteilte Trübstoffe werden durch den Zusatz von
Flockungsmitteln ausgefällt, hierzu dosiert man z.B. Aluminiumsulfat,
Eisenchlorid oder Eisensulfat hinzu und filtert anschließend die entstehende
Fällung heraus.
Die Filtration hat bei der Wasseraufbereitung einen
wichtigen Stellenwert. Hier werden nicht nur die Schwebstoffe, sondern auch
deren Ausfällprodukte sowie Rückstände aus der Enteisenung, Entmanganung,
Entsäuerung und Enthärtung eliminiert. Hier gelangen hauptsächlich zwei
Verfahren zum Einsatz: zum einen die Langsamsandfilterung und zum anderen die
Schnellfilterung. Bei der Langsamsandfilterung fließt das Wasser langsam
über einen Sandbodenfilter. Dort können sowohl biologische als auch chemische
Prozesse stattfinden, die beispielsweise zum Abbau organischer Substanzen, zur
Keimverminderung und zur Oxidation (Ammoniak über Nitrit bis zum Nitrat) führen.
Das Verfahren der Schnellfilterung verwendet zur
mechanischen Reinigung des Wassers Quarzsand.
In einer sich anschließenden Oxidationsstufe werden
organische Verschmutzungen mittels Ozon, Kaliumpermangant oder
Wasserstoffperoxid entfernt (früher wurde hier die Hochchlorierung vorgenommen,
die im Prinzip heute nicht mehr angewandt werden sollte). Schadstoffe werden
hier chemisch zerstört bzw. schwer abbaubare Verbindungen in kleinere
Bruchstücke "zerhackt", so dass diese in weiteren Abbaustufen leichter entfernt
werden können.
Der letzte Reinigungsschritt in der
Trinkwasseraufbereitung ist eine sehr kostenintensive Aktivkohlefilterung, die
jedoch nicht von jedem Wasserwerk durchgeführt wird. Hier werden die restlichen
Schadstoffe adsorbiert oder katalytisch umgewandelt.
Nach der Reinigung des Wassers erfolgt die so genannte
Stabilisierung. Die Stabilisierung soll sicherstellen, dass sich die
Beschaffenheit des Wassers während der Verteilung und beim Gebrauch nicht
verändert. Ein weiterer Zweck ist die Vermeidung von Korrosionsschäden an den
Verteilerrohren.
Wichtigster Faktor ist hier der pH-Wert. Damit sich eine
Schutzschicht aus "Kalk" (Calcium- und Magnesiumcarbonat) in der
Transportleitung bilden kann, darf der pH-Wert nicht unter 7 fallen. In der
Regel hat Wasser mit einem pH-Wert unter 7,0 ("saures" Wasser) korrosive
Eigenschaften. Aus diesem Grund wird zunächst eine Entsäuerung vorgenommen.
Hierbei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Bei den
chemischen Verfahren erfolgt die Entsäuerung durch Zugabe alkalischer
Substanzen. Meist wird hier Kalziumhydroxid zugegeben, dass die überschüssige
Kohlensäure neutralisiert. Bei den physikalischen Verfahren wird das Wasser
mittels Filtration über halbgebranntes Dolomitgestein oder über Marmor
geschickt, um das Kohlendioxid aus den
Wasser auszutreiben. Kostenintensiv ist die Entsäuerung
mittels starker Belüftung. Dieses Verfahren kann jedoch nicht bei stark sauren
Wässern eingesetzt werden.
Die im Grundwasser enthaltenen Eisen- und
Manganverbindungen lagern sich an den Rohrleitungswänden ab. Dies ist
unerwünscht, deshalb wird zur weiteren Stabilisierung des Trinkwassers eine
Verminderung des Eisen- und Mangangehalts vorgenommen. Das Wasser wird
verrieselt oder belüftet, um möglichst viel Sauerstoff im Wasser zu lösen. Durch
den Sauerstoff werden zweiwertige Eisen- und Manganverbindungen zu schwerer
löslichen dreiwertigen oxidiert. Diese lassen sich nach Ausfällung abscheiden.
Eine Ausbildung einer gewissen dünnen Kalkschicht im
Rohrleitungsnetz ist wünschenswert, da sie die Korrosion an den Leitungen
verhindert. Dazu muss das Wasser eine bestimmte Härte aufweisen (die Wasserhärte
ist ein Maß für die Konzentration von "kalkbildenden" Ionen). "Weiches" Wasser
bildet keine Schutzschicht und die stets vorhandenen Kohlensäure greift das
Rohrmaterial an. Hat das Wasser einen zu geringen Härtewert wird es über
kalkhaltige Materialien geleitet (siehe Entsäuerung), so dass ein Minimum an
"Härte" aufgenommen wird.
Ist das Wasser zu "hart" wird es durch Enthärtung bzw.
Entkarbonisierung stabilisiert, da sehr kalkhaltiges Wasser leicht zum Zuwachsen
von Warmwasserleitungen führt. Die endgültige "Härte" des Wassers variiert somit
von Region zu Region und von Wasserwerk zu Wasserwerk.
Der meist letzte Schritt vor der Einspeisung in das
Trinkwasserverteilsystem ist die Desinfektion. Zum Einsatz kommen hier die
Ozonierung und die UV-Bestrahlung. Seitdem man hochkonzentrierte Ozonlösungen
herstellen kann, ist die Ozonierung ein wirtschaftlich interessantes
Desinfektionsverfahren geworden. Gegenüber der Desinfektion mit Chlor bietet die
Anwendung von Ozon technische Anwendungsvorteile. Nachteil bei der
Ozonbehandlung ist die unerwünschte Freisetzung von gesundheitlich schädlichen
Stoffen wie z.B. Trihalogenmethan. Die UV-Bestrahlung ist ein sehr
kostenintensives Verfahren, da das Wasser in einer langen dünnen Wasserschicht
lange bestrahlt werden muss, um eine effektive Entkeimung zu erzielen. Große
Wassermengen sind hier nicht zu bewältigen. Außerdem beeinträchtigen Trübstoffe
oder die genetische Anpassung der Bakterien die Wirksamkeit dieser Methode.
Weiterführende Literatur:
Mineralwasser für Genießer
DelMonego, Markus
Der Weltmeister der Sommeliers hat für dieses Buch 30 deutsche und
internationale Mineralwasser probiert. Er beschreibt ihre Herstellung,
Zusammensetzung und ihren Geschmack, erklärt die Informationen auf dem Etikett
und gibt Hinweise, welches Wasser zu welchen Gerichten passt und wie es mit Wein
und Whisky harmoniert.
2000. 96 S. m. Farbfotos. 24 cm
Augustus Verlag
2000
€ 12.90
ISBN 3804331173
"Wasser arbeitet im Körper durch das was es mitbringt, nicht durch das was es
mitnimmt” Prof. Huchard
Gönnen
Sie Ihrem Körper den kleinen Luxus der Arbeitserleichterung – durch:
Aqua Fontana Umkehr-Osmose-Wasser, denn,...
...das
System der Umkehr-Osmose ist die fortschrittlichste, weil effektivste und
umweltfreundlichste Methode der Wasserfiltration. Hier wird sowohl auf den
Einsatz von Säuren und Laugen, als auch auf andere chemische Hilfsmittel
verzichtet und das Ergebnis ist ein destillatähnliches, klares, gesundes weil
extrem weiches und damit biologisch wertvolles Trinkwasser.
Unsere Umkehr-Osmose-Systeme entsprechen den strengen NSF Standards der U.S.A.
und können nahezu alle im Leitungswasser gelösten Stoffe, zu über 99% entfernen,
was uns von verschiedenen unabhängigen Instituten und Universitäten -
insbesondere von der NSF - der National Sanitation Foundation bescheinigt wird.
> > > WASSERANALYSE
Mögliche
Einflüsse auf unser Trinkwasser durch die Wasserwerke


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