WASSERLEXIKON


Von Zeit zu Zeit werden Ihnen  beim Durchsehen unserer Seiten Fachbegriffe zum Thema Wasser  begegnet sein, die, besonders wenn Sie mehrfach vorkommen nicht jedes Mal einzeln erklärt werden können.
Sollten Sie also über Fachbegriffe stolpern, finden Sie hier evt. eine Erklärung.

Die Begriffe sind von A bis Z sortiert.

A B C D E F G H I J K L M N

O P Q R S T U V W X Y Z

 Adsorption
Der Prozess, durch den Partikel und molekulare Verunreinigungen einer Flüssigkeit von Aktivkohle aufgenommen werden. Ein elektrochemischer Vorgang an der inneren Porenoberfläche der Aktivkohle.

ADI-Wert
(Acceptable daily intake = tolerierbare tägliche Aufnahme), tägliche Höchstdosis eines Stoffes, der bei lebenslanger Aufnahme durch einen Menschen ohne Einfluss bleibt. Die Festlegung des Werts erfolgt in der Regel auf Basis von Tierversuchen mit Einbezug eines Sicherheitsfaktors zwischen 100 und 1000.

Aktivkohlefilter
Filter zur Reinigung von Abwasser, der mit Aktivkohle bestückt ist.
Aktivkohle zeichnet sich durch ihre poröse Oberfläche aus, bei der man unter einem Rastermikroskop eine Fülle von Kratern, Rissen, Poren und Kanälen entdecken kann. Diese so genannte innere Oberfläche der Aktivkohle ist für die Anlagerung von Schadstoffen entscheidend. Drei Gramm guter Aktivkohle haben ungefähr die gleiche Oberfläche wie ein Fußballfeld.

Die dem A. zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien sind die Adsorption und die Adhäsion:

A) Adsorption:

Unter Adsorption versteht man die Anlagerung von gasförmigen und gelösten Substanzen an die Oberfläche einer festen Substanz (=Aktivkohle). Aufgrund der Anziehungskräfte der Kohlenstoffoberfläche werden Schmutzteilchen, ähnlich der Schwerkraft, angezogen und dauerhaft festgehalten. Wegen der sehr großen, spezifischen Oberfläche sind die Bindungskräfte des Aktivkohlegranulats höher als die Kraft, welche die Schmutzteilchen im Wasser in Lösung hält.

 

Diejenigen Verbindungen, die von der Aktivkohle stärker adsorbiert werden, haben eine geringe Wasserlöslichkeit, sind organischer Natur (d.h., sie setzen sich aus Kohlenstoffatomen zusammen), haben ein größeres Molekulargewicht und sind chemisch neutral oder nichtpolar. Damit Adsorbate im Wasser von Aktivkohle physikalisch adsorbiert werden können, müssen sie kleiner sein als die Porenöffnungen der Aktivkohle. Nur dann können sie durch die Porenöffnungen strömen und dort angesammelt werden.

B) Absorption:

Neben der physikalischen Adsorption kann an der Oberfläche der Aktivkohle auch eine Absorption stattfinden. Unter Absorption versteht man die gleichmäßige Verteilung eines Stoffes in einem anderen. Die Grenzfläche zwischen den beteiligten Stoffen verschwindet.

 

Die bekannten Eigenschaften der Aktivkohle sind unter anderem die Entfernung von freiem Chlor, unerwünschter natürlicher Geschmacks- und Geruchsstoffe, hohes Rückhaltevermögen von organischen Substanzen wie z.B. Halogenkohlenwasserstoffe, Pflanzenschutzmittel usw.
 

Aktivierung
Aufbereitung von Aktivkohle. Bei der Aktivierung wird Kohle in Abwesenheit von Sauerstoff auf sehr hohe Temperaturen erhitzt. Dabei vergrößert sich die Oberfläche der Kohle auf bis über 2000qm pro Gramm. Außerdem entstehen Poren molekularer Größe

Antioxidationsmittel
Antioxidationsmittel sind Stoffe, die das Ranzigwerden von Fetten und die Zerstörung luftempfindlicher Vitamine und Aromastoffe verhindern.
Viele Lebensmittel unterliegen - wenn sie Sauerstoff ausgesetzt sind - einem als Oxidation bekannten Prozess. Hierzu zählt z.B. das Braunwerden geschnittener Äpfel und Kartoffeln.
Wenn man z.B. Zitronensaft an frischen Obstsalat gibt, dann gibt man nicht nur Aroma zu, sondern auch ein Antioxidans: Vitamin C (Ascorbinsäure) im Zitronensaft verhindert das Braunwerden des geschnittenen Obstes.
Die wichtigsten Antioxidationsmittel sind Tocophe-role (Vitamin E) und Ascorbinsäure (Vitamin C). Zu den synthetischen Antioxidantien zählen die Gallate (E 310 - E 312), BHA (E 320) und BHT (E 321).

Anionentauscher
Ionenaustauscher sind Stoffe, die in der Lage sind, Ionen, d.h. geladene Teilchen, aus einer sie umgebenden Lösung aufzunehmen und dafür im Austausch Ionen gleicher Ladung in die Lösung abzugeben. Bei Anionenaustauschern werden u. a. Nitrat, Nitrit und Sulfat gegen Chlorid-Ionen ausgetauscht. Um die Filterkapazität des Anionenaustauschers möglichst für Nitrat freizuhalten, werden auch nitratselektive Anionenaustauscher eingesetzt. Bei Trinkwasserfiltern, deren Anionenaustauscher-Kammern nicht regeneriert werden können, ist bei Nitratbelastung des Wassers, wie auch bei der Enthärtung, ein häufiger, kostenintensiver Neukauf von Patronen nötig (25,-- bis 120,-- Euro/Patrone).

Asbest
ist ein natürlich vorkommendes, aber stark krebserregendes faseriges Mineral, das in älteren Autos z.B. für Brems- und Kupplungsbeläge verwendet wurde. Feinste Asbest-Teilchen gelangen durch Abrieb und Verschleiß in die Luft. Umwelt-Pluspunkt: Asbesthaltige Bremsbeläge werden nicht mehr produziert. Vor Kurzem wurde bekannt, dass in unserem Trinkwasser große Mengen von Asbestfasern vorkommen (bis zu 11,08 Millionen Fasern pro Liter in der Nähe von Düsseldorf). Asbestfasern sind härter als Stahl und werden im Körper nicht abgebaut. Entgegen den Entwarnungen des Bundesgesundheitsamtes gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass oral aufgenommene Asbestfasern Darm- und Blasenkrebs verursachen. Durch Umkehr- Osmose wird Asbest aus dem Trinkwasser entfernt.

Aufbereitung (siehe auch Trinkwasseraufbereitung)
Behandlung des Wassers, um seine Beschaffenheit dem jeweiligen Verwendungszweck und bestimmten Anforderungen anzupassen (DIN 4046).

Bakteriostatische Filter
Eine Sorte von Kohlefiltern , die mit Silber imprägniert sind. Das Silber soll das Bakterienwachstum im Innern des Kohlefilters verhindern. Die Wirksamkeit ist fraglich. Außerdem ist Silber giftig für den menschlichen Organismus.

Blei
Blei (Schwermetall) und seine Verbindungen gehören zu den starken Umweltgiften, die z. B. aus Abschwemmungen von Straßen und Dächern in die Gewässer bzw. in die Kläranlagen gelangen. Blei stört Gehirn- und Nervenfunktionen und eine zu hohe Belastung während der Schwangerschaft kann die geistige Entwicklung des Ungeborenen behindern. Nicht nur während des Wachstums wird das Nervensystem durch Blei gestört, sondern auch gleichermaßen beim Erwachsenen. Blei wirkt schon in ganz geringen Spuren als chronisches Gift. Berechnungen haben ergeben, dass selbst bei Einhaltung des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung die damit verbundene Bleiaufnahme für Kinder zu hoch ist. Eine drastische Senkung der Bleiobergrenze wäre angebracht und wird auch von Fachleuten bzw. Kinderärzten gefordert. Eine Belastung des Trinkwassers durch Blei wird fast ausschließlich durch Bleirohre verursacht. Das Herauslösen von Blei wird gefördert durch saures und weiches Wasser.


Cadmium
ist ein metallisches Element, das in geringen Konzentrationen in der Umwelt weit verbreitet vorkommt. Der Eingang von Cd in die Umwelt und die Aufnahme durch den Menschen zeigen seit Ende der 70er Jahre eine rückläufige Tendenz. Die wichtigste Belastungsquelle für die nichtrauchende Bevölkerung ist die Nahrung. Tabakrauchen führt zu einer erheblichen zusätzlichen Belastung mit Cd. Die im Tabakrauch enthaltenen Cd-Verbindungen haben wahrscheinlich einen bedeutsamen Anteil an der krebserregenden Wirkung des Rauchens. Wegen der langen Halbwertszeit reichert sich Cd im menschlichen und tierischen Organismus an, vor allem in der Leber und in den Nieren. Cd und seine Verbindungen sind als »eindeutig als krebserzeugend ausgewiesene Arbeitsstoffe« klassifiziert.

Calcium
Calcium ist ein wesentlicher Baustein von Knochen und Zähnen. Es ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff im Körper und wird zu 99 Prozent in den Knochen gespeichert. Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener hat rund 1 Kilogramm Calcium in seinen Knochen gespeichert. Die restlichen 1 Prozent erfüllen weitere entscheidende Aufgaben. Calcium ist beteiligt an der Blutgerinnung und am Aufbau der Zellmembranen. Es kann entzündliche und allergische Reaktionen wie z.B. Sonnenallergie oder Heuschnupfen lindern. Daneben spielt es eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Nervenreizen auf die Muskelzellen. Darüber hinaus aktiviert Calcium auch Enzyme. Die empfohlene Zufuhr ist nicht nur abhängig vom Alter und Geschlecht, sondern auch vom Schweißverlust, der UV-Bestrahlung und dem Eiweiß- und Phosphorgehalt der Nahrung. Die durchschnittlich benötigte Tagesmenge beträgt 0,8 Gramm (800 Milligramm). Bei zu geringer Calciumzufuhr kommt es zu einer Entkalkung des Knochens (Osteoporose) mit der Neigung zu Knochenbrüchen und Verkrümmung der Wirbel. Bei starkem Calciummangel treten Migräne oder Muskelzuckungen auf, die sich bis zu lebensbedrohlichen Krämpfen (Tetanie) steigern können.

Chlor, Chlorid
Gasförmiges, grüngelbes, hochgiftiges, ätzendes Element aus der Gruppe der Halogene. Chlorverbindungen (z. B. Chlorkalk) werden unter anderem auch bei der Entkeimung (Desinfektion) von Trinkwasser verwendet. Eine gasförmige oder flüssige Chemikalie, die dem Trinkwasser als Desinfektionsmittel beigefügt wird. Reagiert mit organischer Materie im Wasser und erzeugt dabei das krebsverursachende THM (trihalogeniertes Methan). Natrium bildet zusammen mit Chlor das normale Kochsalz, das wir zum Würzen unserer Speisen verwenden. Eine Überdosierung von Kochsalz ist ungesund. Dennoch benötigen wir eine gewisse Menge pro Tag, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Chlor verbindet sich mit Wasserstoff zu Chlorid. (Salz der Salzsäure- HCl). Die für den menschlichen Organismus hat Chlorid. eine wichtige Bedeutung für den Wasserhaushalt, das Säure-Basen-Gleichgewicht und die Säurebildung im Magen.
Im menschlichen Körper, aber auch in der Nahrung kommt Chlorid stets verbunden mit Natrium oder Kalium vor. Zusammen mit diesen beiden Mineralstoffen ist es an der Regulation des Flüssigkeitshaushalts des Körpers beteiligt und daher lebensnotwendig. Es befindet sich hauptsächlich außerhalb des Körperzellen. Chlorid bildet im Magen in Verbindung mit Wasserstoff die Magensäure (Salzsäure). Es ist beteiligt an der Aktivierung einiger Enzyme und hilft mit, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Es gibt nur Angaben über die wünschenswerte Zufuhr, nicht über den notwendigen Bedarf. Für einen Erwachsenen wird eine Chloridmenge von 1,7 - 5,1 Gramm als ausreichend angegeben.
Chloridmangel ist äußerst selten, die die Zufuhr durch die tägliche Kochsalzaufnahme (NaCl) gedeckt ist. Bei anhaltendem Erbrechen kann Chloridmangel entstehen. Die Folgen sind ein Mangel an Magensäure, Durchfall, in extremen Fällen Wachstumsstörungen und Muskelschwäche.
Auszug aus dem Buch "Bedeutung von Natrium und Chlorid für den Menschen", Analytik, Physiologie, Pathophysiologie, Toxikologie und Klinik. Symposion der Gesellschaft für Mineralstoffe und Spurenelemente e.V. an der Universität Hohenheim. Wissenschaftliche Leitung H.J. Holtmeier
..... Chlorid und Natrium sind "essentielle" Elemente. Sie müssen ausreichend durch die Nahrung zugeführt werden. Eine Minderzufuhr kann zu Störungen führen. Eine Kochsalzbeschränkung auf 1 bis 3 g/Tag ist mit einem Volumenverlust bis zu 2,5 Kg verbunden. Verluste durch Fieber, Schweiß, infolge Hitzeverluste usw. können dann eventuell nicht mehr kompensiert werden. Eine Zufuhr im unteren Normenbereich bringt leicht die Gefahr einer Dekompensation mit sich. Chlorid und Natrium sind Hauptträger der extrazelluären Flüssigkeit bzw. des Blutserums, aber auch zahlreicher anderer Körperflüssigkeiten. Mögliche Nebenwirkungen betreffen dann auch diese Bereiche. Nebenwirkungen bei arteriosklerotischen Gefäßwandprozessen können infolge von NaCl und Volumenverlust bis hin zu zerebralen Demenzerscheinungen im Alter führen. Eine Mangelzufuhr an Natrium und Chlorid können zu Störungen der Geschmacksempfindungen mit nachfolgender Beeinträchtigung der Verdauungsabläufe führen. Es können Sub- bzw. Anazidität auftreten sowie Störungen im Cholesterin- und Zuckerstoffwechsel.
.... Den vorgelegten Untersuchungen ist gemeinsam, dass weder die isolierte Zufuhr von Natrium alleine noch von Chlorid alleine den Blutdruck steigern noch die Ödembildung fördern. Wirksam ist alleine nur die Zufuhr von Kochsalz, also die gleichzeitige Zufuhr von Natrium und Chlorid. Kochsalzempfindlich ist nur jener Bevölkerungskreis, der eine erbabhängige, kochsalzempfindliche "essentielle" Bluthochdruckkrankheit besitzt oder Kranke mit Neigung zu Ödemleiden usw., nicht aber die gesunde Bevölkerung, die über 80 % ausmacht. Man kann sich deshalb als Gesunder durch vernünftigen Kochsalzkonsum keine "essentielle" Hypertonie "anessen", wenn der Gendefekt für eine kochsalzempfindliche "essentielle" Hypertonie fehlt.

Chloramine
Eine Chemikalie aus Chlor und Ammoniak, die als Alternative zu Chlor als Desinfektionsmittel für Trinkwasser eingesetzt wird. Bildet weit weniger THM (trihalogeniertes Methan) als Chlor, steht aber im Verdacht, Krebs auszulösen. Hochgiftig für Dialysepatienten.

Cellulose Triazetat (CTA)
Eine Familie synthetischer Materialien, aus denen Umkehr- Osmose- Membranen hergestellt werden.

Chelat
Anorganische Substanzen (z.B. Aminosäuren, Laktate etc) gebundene Mineralien. Chelate sind in der Nahrung (z.B. Milch, Hefe etc) reichhaltig vorhanden. Der menschliche Körper nimmt Mineralien in Form von Chelaten weit besser auf, als in Salzform (z.B. wie sie im Trinkwasser vorkommen).

Desinfektion
Abtöten von Erregern übertragbarer Krankheiten; ist bei Trinkwasser dann zwingend notwendig, wenn Coli-Bakterien, Fäkalstreptokokken oder hohe Koloniezahlen auftreten. Als Desinfektionsmittel stehen u. a. Chlordioxid, Chlorgas, Natriumhypochlorit oder Ozon zur Verfügung. Neben Chlorung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch UV-Bestrahlung möglich.

Destilliertes Wasser

Wasser, das durch Dampfdestillierung gereinigt wurde. Es enthält normalerweise weniger als 5 ppm TDS.

Eisen
kommt meist in Erzen vor und ist das wichtigste Schwermetall, in reiner Form silberweiß, weich, dehnbar und lässt sich magnetisieren. Es ist bei allen Lebewesen Bestandteil lebensnotwendiger Enzyme. Im Wasser kann es in Form von Eisen-Ionen oder in organischer Bindung vorliegen oder auch in Komplexverbindungen vorkommen. Es findet sich sowohl im Grundwasser und Quellwasser als auch im Oberflächenwasser. Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Blutfarbstoffes (Hämoglobin). Ohne Eisen würde es keinen Sauerstofftransport im Körper geben.

Enteisung
wird die Entfernung störender Eisen-Ionen aus dem Rohwasser genannt. Enteisung und Entmanganung erfordern bei der Trinkwasseraufbereitung Oxidation und Filtration.

Enthärtung
nennt man das Verfahren, durch das Calcium- und Magnesium-Ionen aus zu hartem Wasser durch Fällung oder Ionenaustausch entfernt werden. Nur wenn die Härte des Rohwassers zu erheblichen Kalkablagerungen im Leitungsnetz führen würde, müsste eine zentrale Enthärtung des Trinkwassers bereits im Wasserwerk vorgenommen werden.

Entionisiertes Wasser
Wasser, bei dem die ionischen Salze (TDS) durch einen Ionenaustauscher entfernt wurden.

Fluorid
Wird in einigen Ländern zur Vorbeugung von Karies dem Trinkwasser zugesetzt. Ist in Deutschland als Trinkwasserzusatz verboten. Steht im Verdacht Krebs zu verursachen.

Feinfilter
Durch Feinfilter werden gelöste Schmutzpartikel wie Rost und Sand zurückgehalten. Allerdings können zu feine Filter zu Bakterienwachstum führen und zu grobe Filter erfüllen nicht ihren Zweck.

Fouling
Härteauscheidungen sind von ihrer Natur her meistens sehr hart, während Ablagerungen durch Fouling in der Regel weicher Natur sind. Die Härteablagerungen resultieren aus gelösten Inhaltsstoffen des Wassers, das Fouling resultiert aus einer Akkumulation von suspendierten Inhaltsstoffen. Es gibt ganz verschiedene Wege, wie diese suspendierten Feststoffe in ein System hineingelangen. Schmutz, Ton, Sand, Biomasse aus der Vegetation und von Mikroorganismen können ganz einfach durch das Zusatzwasser mit in das System eingetragen werden. Sand, Flugstaub, Aschen können über den Kühlturm eingetragen werden. Es können auch Prozesskontaminationen auftreten.
Auch eine erhöhte Korrosion innerhalb des Kühlsystems führt sehr oft zu einem erhöhten Anteil an Eisenoxidpartikelchen im Kühlsystem und dann leicht zu Ablagerungen. Alle diese Ablagerungen können erheblich die Leistung eines Systems reduzieren. Sie können einen Nährboden bilden für Bakterien, unter deren Ablagerungen es dannzu einer Lokalkorrosion kommen kann, die im Extremfall zu so starken Korrosionen führen kann bzw. zu einer Reduzierung von Wärmeübergängen, dass dringend gereinigt werden muss, da ansonsten ein weiterer Anlagenbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Eine chemische Wasserkonditionierung in einem System, das stark verschmutzt ist, ist in den meisten Fällen sinnlos, da der Inhibitor nicht die Metalloberfläche erreichen kann. Dies führt oft zu einer Erhöhung der Inhibitor- oder Dispergatorzugabe, ohne den gewünschten Effekt zu erzielen.
Eine Umkehr der Wasserfließrichtung für einige Minuten ist in vielen Fällen erfolgreich, um weiche Ablagerungen aus dem System oder aus Wärmeaustauschern zu entfernen. Harte Ablagerungen werden von dieser Technik jedoch nicht beeinflusst.
Neben dem sog. Fouling können sich auch Härteablagerungen in einem System aufbauen, wenn man keine Maßnahmen der Kontrolle und Regulierung ergreift. Chemische Inhibitoren, pH-Werte, Eindickungsfaktoren und Wassergeschwindigkeiten müssen deshalb alle innerhalb der vorgeschlagenen Parameter gehalten werden.

Fungizide
Es handelt sich hierbei um chemische Mittel zum Pflanzenschutz. Fungizide werden zur Bekämpfung von Pilzen eingesetzt, z.B. Captan.

Grundwasser
ist unterirdisches Wasser (stehend oder fließend), das Hohlräume im Boden oder Gestein zusammenhängend ausfüllt. Da es sich u. a. durch Versickerung von Niederschlagswasser bildet und einem Oberflächengewässer zufließt oder als Quellwasser austritt, ist es ein Teil des Wasserkreislaufes. In der Regel ist naturbelassenes Grundwasser unbelastet (frei von Schadstoffen und pathogenen Keimen) und deshalb hervorragend zur Nutzung als Trinkwasser geeignet.

Grundwasserstrom
Eine wassertragende Schicht im Boden, Grundwasserströme können Hunderte von Kilometer weit fließen und ihre Zusammensetzung mehrmals am Tag ändern.

Härte (siehe auch Wasserhärte)
Härte wird definiert als Widerstand eines festen Körpers gegen das Eindringen eines anderen festen Körpers. Die Härte des Wassers ergibt sich aus der Summe der im Wasser vorhandenen Erdalkali-Ionen (Calcium, Magnesium).

Hartes Wasser
Wasser mit einer Härte über 12. Hartes Wasser enthält so viel Kalzium und Magnesium, dass sich beim Waschen mit Seife die zur Reinigung notwendige Seifenlauge nicht oder nur schwer bilden kann.

Halogenkohlenwasserstoffe
Bei Halogenkohlenwasserstoffen handelt es sich um Kohlenwasserstoffe, die chloriert, fluoriert oder bromiert sein können. Chlorkohlenwasserstoffe werden industriell hergestellt und sind daher keine Naturstoffe. Sie werden häufig in der Industrie (Lösungs- und Reinigungs-mittel) und im Haushalt (Waschmittel, Toilettenreiniger, Fleckenwasser) angewendet. Dadurch sind die Halogenkohlenwasserstoffe praktisch überall vorhanden. Vor allem die industrielle Anwendung bedingt große Schadstoffabgaben an das Abwasser oder die Luft, mit dem Resultat von häufigen Grundwasserschäden.

Toxikologische Bedeutung:

Eindeutige Aussagen lassen sich trotz umfangreicher Untersuchungen kaum treffen, weil es immer wieder zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen ist.

Bei größeren Mengen kann es zu Rausch, Bewusstlosigkeit, Koma und Tod durch Lähmung des Atem- und Kreislaufzentrums, sowie zu Leberschädigungen kommen. Solch hohe Konzentrationen treten in unserem Trinkwasser allerdings nicht auf. Geringe Mengen über einen längeren Zeitraum über das Trinkwasser zugeführt, können jedoch zu Krebs oder Erbgutschäden führen.

Herbizide
Es handelt sich hierbei um chemische Mittel zum Pflanzenschutz. Herbizide werden zur Bekämpfung von Unkraut eingesetzt, z.B. Atrazin.

Hydrogencarbonat
Hydrogencarbonat bzw. Bicarbonat ist zwar kein Mineralstoff, kommt aber sehr häufig als Inhaltsstoff in Mineralwasser vor. Reich an Hydrogencarbonat sind Mineralwässer die Kalkgestein durchlaufen haben. Hydrogencarbonat kann sich mit Natrium, Calcium und Magnesium verbinden. Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Natriumhydrogencarbonat für Bluthochdruckkranke völlig unbedenklich ist. Hydrogencarbonat wirkt im Körper alkalisierend, d.h. es reguliert den Säure-Basen-Haushalt des Blutes. Mineralwasser das Hydrogencarbonat enthält, entfaltet eine positive Wirkung bei übersäuertem Magen und Sodbrennen. Es fördert die Magen-Darm-Funktion und hilft bei Verdauungsstörungen. Der Körper hat keinen speziellen Bedarf an Hydrogencarbonat, da es im Körper selbst gebildet wird. Mangelerscheinungen können nicht auftreten.



Infrarotstrahlung
Die I. (IR-Strahlung), auch Wärmestrahlung genannt, ist ein Teil der nicht-sichtbaren Sonnenstrahlen. Sie ist eine elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen von 780 Nanometern (Millionstel Millimeter) bis 1 mm. Ihre Absorption durch Wasser, Kohlendioxid und Ozon ist entscheidend für den Wärmehaushalt der Erde. Jeder warme Gegenstand (Körper) gibt IR-Strahlung ab. Der Mensch kann I. nicht sehen, wohl aber über Thermorezeptoren der Haut spüren.

Insektizide
Es handelt sich hierbei um chemische Mittel zur Pflanzenbehandlung und Schädlingsbekämpfung. Insektizide werden zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt, z.B. Lindan.

Ionen
sind elektrisch geladene Teilchen, Atome oder Moleküle, die ein- oder mehrfach positiv (Kationen) oder negativ (Anionen) geladen sind, und bei der elektrolytischen Dissoziation auftreten. Beispiel: Kochsalz zerfällt im Wasser in Kationen (Natrium) und Anionen (Chlorid).

Ionenaustauscher
sind Anlagen mit organischen oder anorganischen Substanzen, die es ermöglichen, fast alle Anionen und Kationen aus dem Wasser zu entfernen (siehe auch Enthärtung). Unterschieden werden Kationenaustauscher (Austausch positiv geladener Ionen) und Anionenaustauscher (Austausch negativ geladener Ionen).

Kalk
besteht aus Calciumverbindungen und kommt in der Natur aufgrund tierischer und mineralischer Ablagerungen z. B. als Kalkstein, in Muschelschalen und Kreide vor.

Kalium
Kalium wird für die Wasserregulation in den Zellen verwendet. Es reguliert den osmotischen Druck. Dadurch trägt es zur Vermeidung von Dehydration und übermäßigem Zurückhalten von Flüssigkeiten bei. Im Gegensatz zu Natrium findet man Kalium hauptsächlich im Zellinnern. Es entwässert den Körper, ist an der Blutdruckregulation und am bioelektrischen Potential der Nerven beteiligt. Genau wie Magnesium ist Kalium für den Sportler sehr interessant, da es bei der Glykogenspeicherung in der Muskulatur eine wichtige Rolle spielt. Kalium ist besonders wichtig für eine optimale Funktion der Nervenimpulse, einschließlich des Reizleitungszentrums des Herzens, und ist ebenfalls verantwortlich für die Übertragung von Muskelkontraktionen.
Der Konzentrationsunterschied von Kalium innerhalb und außerhalb der ZeIlen ist für die Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen von Bedeutung. Nur wenn auch genügend Kalium vorhanden ist, lassen sich die Muskeln an- und entspannen. Das gilt ebenfalls für die Herzmuskeln. Kalium ist zusammen mit Natrium an der Regulation des Flüssigkeitshaushalts des Körpers beteiligt. Kalium entzieht dem Gewebe Wasser. Natrium tritt als Gegenspieler auf, der das für das Gewebe notwendige Wasser bindet. Wünschenswert ist, dass beide Mineralstoffe im Körper im selben Verhältnis vorhanden sind. Außerdem aktiviert Kalium eine Reihe von Enzymen und ist beteiligt an der Steuerung der "Körperelektrizität".

Kalzium
Kalzium ist mit ca. 1000g der mengenmäßig wichtigste Mineralbestandteil des Körpers. 99% davon geben Knochen und Zähnen ihre Festigkeit. Es beteiligt sich an der Blutgerinnung, an der Reizfortleitung im Nervensystem sowie an der elektromagnetischen Kopplung der Muskulatur. Kalzium kann blutdrucksenkend wirken und trägt zur Verhinderung von Osteoporose bei. Es wird außerdem für die Blutgerinnung gebraucht und reguliert die Herz-Kreislauf-Aktivität. Des weiteren wird Kalzium bei der Hormonausschüttung und der Enzymproduktion benötigt. Zusammen mit Magnesium trägt es zu einer optimalen Funktion der für einen regelmäßigen Herzschlag verantwortlichen Nervenimpulse bei.

Kontaktzeit
Die Zeit, die Wasser in direktem Kontakt mit Aktivkohle ist. Je länger die Kontaktzeit, desto mehr Verunreinigungen werden aus dem Wasser entfernt.

Kationentauscher
Ionenaustauscher sind Stoffe, die in der Lage sind, Ionen, d.h. geladene Teilchen, aus einer sie umgebenden Lösung aufzunehmen und dafür im Austausch Ionen gleicher Ladung in die Lösung abzugeben. Das Haupteinsatzfeld der Kationenaustauscher ist die Enthärtung des Wassers, aber auch zur Entfernung von z. B. Ammonium, Kalium, etc. Wie der Name schon sagt, werden bei diesem Verfahren Ionen ausgetauscht, und zwar Calcium- und Magnesium-Ionen gegen Natrium-Ionen. Bei Trinkwasserfiltern, deren Kationenaustauscher-Kammern nicht regeneriert werden können, ist ein häufiger, kostenintensiver Neukauf von Patronen nötig (25,-- bis 120,-- Euro/Patrone).

 Korrosion
nennt man die von der Oberfläche (z. B. eines Werkstoffes) ausgehende Veränderung, ausgelöst durch einen chemischen, biologischen, biochemischen oder elektrochemischen Prozess ("Angriff").

Kupfer
ist ein gut Wärme leitendes, hellrotes, ziemlich weiches Schwermetall mit sehr guter elektrischer Leitfähigkeit, das zu den lebenswichtigen Spurenelementen von Pflanzen, Tieren und Menschen gehört. Eine zu hohe Kupferzufuhr beeinträchtigt das Nervensystem, es kann zu Psychosen, Depressionen und Schizophrenie kommen. Kupferrohre können zum Problem werden, wenn saures und weiches Wasser hindurchfließt. Erhalten Säuglinge mit kupferhaltigem Wasser zubereitete Nahrung, besteht die Gefahr, dass sie Kupfer in ihrer Leber speichern und an Leberzirrhose erkranken. Erwachsene scheiden überschüssiges Kupfer über die Galle aus, daher kommt es bei ihnen seltener zu einer Kupfervergiftung.
Es sind bereits sehr viele Fälle bekannt, wo Kinder wegen überhöhter Kupferaufnahme aus dem Trinkwasser schwer erkrankten, mehrere davon sogar verstarben. Die in der Trinkwasserverordnung für Kupfer genannte Obergrenze von 3 mg/l ist unannehmbar, da Trinkwasser auch für Kleinkinder nicht schädlich, auf keinen Fall aber tödlich sein darf. Aufgrund der hohen Dunkelziffer der nicht erkannten Kindheitszirrhosen besteht auch die Gefahr für Kinder bei Einhaltung der momentanen Kupferobergrenze.

Magnesium
ist ein silberweißes Element der Erdalkali; ein Leichtmetall, das für Menschen, Tiere und Pflanzen einen lebenswichtigen Mineralstoff darstellt.
Ein erwachsener menschlicher Körper enthält 20 -30 g Magnesium. Es ist vitaler Bestandteil von über 300 Enzymen. Es ist notwendig um Glycogen zu verbrennen ( Energiegewinnung ) und den genetischen Code zur Proteinherstellung zu liefern. Bei fast allen Enzymen des Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels übernimmt Magnesium die Aktivatorfunktion (Coenzym). Eine zweite wichtige Aufgabe übernimmt Magnesium bei der Reizübertragung in den Nerven und vom Nerven auf den Muskel. Magnesium ist unabdingbar für Knochen und Zellen, speziell den Muskelzellen. Es hilft, das muskulare und nervliche Gleichgewicht zu erhalten. Es ist nötig für den Aufbau von Knochen und Sehnen. Magnesium ist an über 300 verschiedenen biochemischen Funktionen im menschlichen Körper beteiligt und ist ein entscheidender Faktor für ein gut funktionierendes Immunsystem. Es schützt vor Arteriosklerose! Zusammen mit Kalzium ist Magnesium unentbehrlich, um die so notwendigen elektrischen Impulse des Herzschlages generieren zu können. Außerdem wird Magnesium in der Behandlung von Osteoporosis und Nierensteinen verwendet. Es konnte in Studien erhöhten Blutdruck senken. Magnesium kann zur Normalisierung eines unregelmäßigen Herzschlages beitragen und die Arterien gegen den Stress durch Blutdruckschwankungen stützen. Einige Notfallstationen in Krankenhäusern geben Magnesiuminjektionen bei Herzinfarktpatienten.

Mechanische Filter
Ein Siebvorgang, der Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt. Die feinsten mechanischen Filter entfernen Bakterien bis zu einer Größe von 0,2 Mikron.

Mikron
Längeneinheit. 1 Millionstel Meter. Das kleinste noch sichtbare Teilchen hat einen Durchmesser von 40 Mikron.

Mineralien
Es gibt mehr als 2000 Mineralien (z.B. Arsen, Kupfer, Kadmium, Blei, Eisen, Schwefel etc.) Zuviel Mineralsalze im Trinkwasser geben dem Wasser einen unangenehmen Geschmack. Einige Mineralien sind Gift für den menschlichen Organismus. Mineralstoffe und Spurenelemente sind anorganische Verbindungen, die wichtige Aufgaben im Stoffwechsel erfüllen. Die Unterteilung in Mengen- und Spurenelemente ist abhängig vom mengenmäßigen Vorkommen im Körper. Mineralstoffe werden auch Mengenelemente genannt, weil sie dem Körper in einer Menge von mehreren Gramm pro Tag zugeführt werden müssen und ihr Anteil im Körper im Vergleich zu den Spurenelementen sehr viel höher ist.

Zu den wichtigsten Mengenelementen zählen: Natrium, Kalium, Chlorid, Calcium, Phosphor und Magnesium, zu den Spurenelementen: Eisen, Zink, Jod. Kupfer, Fluorid und Selen. Mineralstoffe und Spurenelemente sind ebenso wichtig wie Vitamine.

Mineralien sind unter anderem lebenswichtige Biokatalysatoren, die in einer Vielzahl von Stoffwechselschritten unerlässlich sind. Die Funktionen der Mineralien sind sehr vielfältig: Sie regulieren teilweise den Wasserhaushalt, sind am Zusammenspiel zwischen Nerv und Muskel beteiligt und spielen eine Rolle bei der Energiebereitstellung. Sie wirken mit bei der Aktivierung vieler Enzyme im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, werden aber auch als festigender Bestandteil von Knochen und Zähnen benötigt. Pro Tag werden durchschnittlich 15-25 g Mineralien ausgeschieden. Damit keine Störungen im Organismus auftreten muss dieser Verlust laufend ersetzt werden.
Im Zusammenhang mit kalorienreduzierter Kost besteht häufig die Gefahr der Unterversorgung mit Mineralien. Es ist daher ratsam, Lebensmittel auf den Gehalt an essentiellen Nährstoffen hin zu prüfen, um auch im Rahmen einer Diät eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.


Mikroorganismen

Mikroorganismen teilt man in 3 Gruppen ein: in Algen, Bakterien und Pilze. Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Lebensformen, die im Wasser, in der Erde und auch in der Luft existieren. Die meisten sind relativ harmlos und führen in Anlagen zu keinen Schäden. Andere Mikroorganismen können sich unter idealen Bedingungen sehr schnell akkumulieren und die verschiedensten Schäden und Probleme herbeiführen. Es gibt einige Spezies, die in der Lage sind, sich alle 15 Minuten zu reproduzieren. Wenn sich zum Beispiel Mineralsalze in einem Kühlsystem in einem gewissen Zeitraum etwa 6-fach eindicken, können Bakterien in diesem gleichen Zeitraum sich 5- oder 6-millionenfach vermehren. Kühlsysteme bilden ideale Bedingungen für eine Reihe von Mikroorganismen: Wasser, warme Temperaturen, einen pH-Wert zwischen 6 und 9 und eine ganze Menge von Nährsubstanzen, die im Kühlwasser enthalten sind. Ermöglicht man den Mikroorganismen, sich zu reproduzieren, und das über einen längeren Zeitraum, so müssen sich unweigerlich Ablagerungen im System bilden, wobei einige zu ganz erheblichen Korrosionen führen können.

Molekulargewicht
Jedes Molekül setzt sich aus einer bestimmten Anzahl Atome zusammen. Die Summe der Atomgewichte dieser einzelnen Atome ergibt das Molekulargewicht.
Beispiel:
2 x H (Wasserstoff) Atomgewicht 1=2
1 x O (Sauerstoff) Atomgewicht 16=16
Wasser hat daher das Molekulargewicht 18

Natrium
ist ein weiches, silberweißes, an feuchter Luft sofort oxidierendes Leichtmetall, aus dem bei Kontakt mit Wasser Wasserstoff und Natronlauge entsteht. Dieser für den Menschen lebenswichtige Mineralstoff ist als anorganische Verbindung im Kochsalz enthalten.
Natrium ist wichtig für den Austausch von Wasser zwischen den Zellen und dem Interzellularen Medium. Es ist außerdem für das Arbeiten der Muskeln, insbesondere deren Kontraktion wichtig. Natrium wird im Körper hauptsächlich zur Erzeugung bioelektrischer Potentiale, zur Reizweiterleitung im Nerven und zur Blutdruckregulation benötigt. Als Gegenspieler von Kalium bringt Natrium bildhaft gesprochen Strom auf die Leitung. Der tägliche Natriumbedarf wird über Kochsalz (Natriumchlorid) gedeckt. Die empfohlene Kochsalzaufnahme sollte 6-7 Gramm pro Tag nicht übersteigen. Bedingt durch sehr kochsalzhaltiges Essen, erscheint ein Mangel an Kochsalz selbst bei intensivem Ausdauertraining unwahrscheinlich. Sollten die Kochsalzreserven möglicherweise klimabedingt doch mal knapp werden, hat der Körper die Möglichkeit, natriumarmen Schweiß zu bilden und damit den Verlust zu drosseln.


Nitrat
Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Sie gehören zu den Hauptnährstoffen im Boden. Nitrate kommen u. a. in Grünpflanzen vor. Problematisch können hohe Nitratgehalte in pflanzlichen Nahrungsmitteln aus überdüngten Kulturen sein, da sich diese im Verdauungsbereich des menschlichen Körpers zu Nitriten umwandeln können und diese die krebsverdächtigen Nitrosamine bilden. Nitrate finden sich auch in stickstoffhaltigen Düngemitteln und können so bei unsachgemäßer Anwendung in der Landwirtschaft mit dem Niederschlagswasser ins Grundwasser bzw. in Oberflächengewässer gelangen und die Nitratbelastung erhöhen. Zuviel Nitrat im Trinkwasser kann für Säuglinge wegen der teilweisen Umwandlung in Nitrit gefährlich werden. Nitrit kann zu einem bei Babys bis zu einem Alter von 3 Monaten Blausucht (mangelnder Sauerstoffgehalt im Blut) verursachen.
Zudem können sich, auch bei Erwachsenen, im Magen Nitrosamine bilden. Nitrosamine sind die krebserregendsten Stoffe, die man kennt. In Gewässern beträgt die durchschnittliche Konzentration schon über 20 mg/l. Dies hängt damit zusammen dass der Mensch schon seit langem in den Stickstoffkreislauf eingreift, indem er durch Überdüngung, durch Abwässer, durch Stickoxid-Emissionen und durch Massentierhaltung zusätzlich Stickstoff einträgt.
Das Auftreten von Nitrat im Grundwasser ist hauptsächlich eine Folge der Düngung landwirtschaftlich genutzter Flächen, vor allen Dingen in Wein- und Gemüseanbaugebieten. Bis heute ist die Entfernung überhöhter Nitratgehalte bei der Aufbereitung großer Wassermengen ein nicht gelöstes Problem.
Toxikologische Bedeutung:
Bei Toxizität von Nitrat unterscheidet man drei Gruppen:
a) Primärtoxizität:
Aufnahme großer Mengen Nitrat durch den Menschen.
Symptome:
Reizung der Schleimhäute, Übelkeit, Erbrechen.
b) Sekundärtoxizität: Nitrat kann durch Bakterien in Nitrit umgewandelt werden. Dieser natürliche Vorgang kann sowohl im Mund, wie auch im Magen-Darm-Trakt stattfinden. Das ist normalerweise nicht besorgniserregend. Durch überhöhte Nitrataufnahme über Nahrung oder Trinkwasser kann allerdings entsprechend mehr Nitrit gebildet werden. Nitrit kann die Sauerstoffzufuhr über das Blut behindern, was zu Blausucht führen kann. Speziell Säuglinge bis zum dritten Lebensmonat sind besonders betroffen.
C) Tertiärtoxizität: Nitrit und sekundäre Amine im Magen können krebserregende Nitrosamine bilden. Nitrosamine gehören zu den krebserregendsten Stoffen, die man kennt.
Zitat aus dem Buch;
,,NEUE KRANKHEITEN DURCH TRINKWASSER": (Erschienen 1992 - ecomed Fachverlag)
,,....Wird allein nur der Nitratrücktransport in den Speichel und die dortige Bildung von Nitrit berücksichtigt, so ergibt sich bei 50 mg/l Nitrat und 5% Nitritbildung im Mund eine den Magen erreichende Nitritbelastung von 2,5 mg/l aus dem Trinkwasser, also ein 25-fach höherer Wert, als die Trinkwasser-Verordnung für Nitrit zulässt."
Die toxische Wirkung des Nitrats ist vor allem auf das daraus gebildete Nitrit zurückzuführen, das hauptsächlich durch bakterielle Reaktionen im Mund oder Darm gebildet wird. Nitrit ist in der Lage, den Blutfarbstoff Hämoglobin zu so genannten Methämoglobin zu oxidieren, das Sauerstoff so fest bindet, dass er nicht mehr an die Zellen abgegeben werden kann. So kann kein Sauerstoff mehr transportiert werden und die Säuglinge ,,ersticken innerlich", es kommt zur Cyanose, der so genannten Blausucht. Nitrosamine gehören zu den stärksten Krebserregern. Die direkte Aufnahme mit bestimmten Lebensmitteln, wie geräucherter Wurst oder Käse, ist allerdings gering. Bedeutender ist die Bildung von Nitrosaminen aus Nitrat bzw. Nitrit die im Körper stattfindet. Dieser Aspekt der Bildung von krebserzeugenden Nitrosaminen, gibt Anlass zur Diskussionen über die hinnehmbaren Nitrat-Grenzwerte im Trinkwasser. Die WHO fordert deshalb seit 1984 eine Nitratobergrenze von 10 mg/l im Trinkwasser. Der Grenzwert für Nitrat ist in der Trinkwasserverordnung auf 50 Milligramm pro Liter festgelegt. Die EG Richtlinie für Nitrat im Trinkwasser liegt bei nur 25 mg/l.


Oberflächenwasser
Wasser aus natürlichen oder künstlichen oberirdischen Gewässern (Fluss-, Seen- und Talsperrenwasser), das auch Rohstoff für die Trinkwassergewinnung sein kann. Ebenfalls als Oberflächenwasser wird das von befestigten Flächen ohne Kanalisation abfließende Niederschlagswasser bezeichnet.

Orthomolekulare Medizin
Relativ junge Therapieform aus den USA, die zunehmend auch in Deutschland angewandt wird. "Orthomolekular" (griech./lat.) bedeutet "richtige Moleküle". Der Grundgedanke: Da unsere moderne Industriegesellschaft für viele Menschen Ernährungsmängel mit sich bringt, die zu Krankheit führen können, müssen die "richtigen" Verhältnisse wiederhergestellt werden. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Bei der Behandlung wird ausschließlich auf diese ohnehin im Körper enthaltenen Stoffe zurückgegriffen.

Osmose
Die natürliche Tendenz von Wassermolekülen, durch eine halbdurchlässige (semipereable) Membran zu passieren. Einer der wichtigsten Vorgänge für organisches Leben. Mit Osmose regelt beispielsweise unser Körper seinen Flüssigkeitshaushalt.

Oxidation
Chemischer Vorgang der Verbindung von Elementen mit Sauerstoff, wobei Energie freigesetzt wird und sogenannte Oxide entstehen. Alle Verbrennungen sind Oxidationsvorgänge. Weniger heftig ablaufende Prozesse wie Verbrennungen oder Explosionen sind z.B. Korrosionen (Rostbildung) an Metallen. Genaugenommen versteht man unter O. die Abgabe von Elektronen (von einem Reaktionspartner zum anderen). Der gegenteilige Vorgang (Elektronenaufnahme) wird als Reduktion bezeichnet.

Pestizide (Pflanzenschutzmittel)
sind chemisch hergestellte Stoffe, die dazu bestimmt sind, Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse vor schädlichen Organismen bzw. sonstigen Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen zu schützen oder aber auch das Keimen bzw. Wachstum zu regeln. Pflanzenschutzmittel dürfen nicht ins Grund- und Trinkwasser gelangen, da sie Giftstoffe, wie z. B. chlorierte Kohlenwasserstoffe enthalten können.

PCB
Polychlorierte Biphenyle. Hochgiftige organische Verunreinigung, die im Trinkwasser vorkomment. PCB steht im Verdacht, Krebs zu verursachen.

Pflanzenschutzmittel
Unter dem Pflanzenschutzmitte1 wird eine Gruppe von ca. 1700 Mitteln zusammengefasst, die in der Landwirtschaft und bei der Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Die Wirkung von Pestiziden auf den Menschen ist weitgehend unerforscht, wobei entsprechende Langzeitstudien praktisch nicht möglich sind. Fast gar nichts weiß man, was passiert, wenn mehrere. Wirkstoffe aufeinander treffen.
Die US-Akademie der Wissenschaften hat bereits 1987 festgestellt, dass die Mehrzahl der Pestizide tumorbildend sind. Auch die amerikanische Umweltbehörde hat 15 Substanzen als krebserzeugend eingestuft.
Nach der Trinkwasserverordnung gelten seit dem 01.10.89 a1s neue Grenzwerte für Pestizide 0,1 mg/l für die Einzelsubstanz und 0,5 mg/l für die Summe aller Pestizide. Nach Festlegung dieser Grenzwerte bekamen die Wasserwerke große Schwierigkeiten, d.h. jedes 5. Wasserwerk arbeitet aufgrund von Ausnahmeregelungen die Grenzwertüberschreitungen um das 10 bis 100-fache erlauben.

pH Wert
Zeigt an, wie sauer oder basisch Wasser ist. Die Skala reicht von 1 bis 14. 7 ist neutral, 1 ist der höchste saure Wert, 14 der höchste basische Wert.

Phototherapie
Mit Photo- oder Lichttherapie werden all jene Verfahren umrissen, die mit der Wirkung des Lichtes arbeiten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist beispielsweise die antibakterielle Wirkung des ultravioletten Lichtes (UV) bekannt und wird genutzt, um z. B. einzelne Körperteile oder das Blut zu bestrahlen. Infrarotes Licht erwärmt den Körper tiefenwirksam, natürliches Sonnenlicht stärkt die Widerstandskräfte, bessert Depressionen, wirkt blutdrucksenkend und regt die Produktion bestimmter Vitamine an. Als Lichtquellen nutzt man das Sonnenlicht und Geräte, die spezielle Lichtanteile erzeugen. Zum Teil werden Farben auch mit den Schwingungen von Edelsteinen, Blütenessenzen oder Tönen kombiniert. Zu den Phototherapien zählen in weiterem Sinn: Lichtbestrahlung, UVA-, UVB-Bestrahlung mit verschiedenen Geräten (z.B. Biotron, Eichotherm, Unisol).

Phosphat

Zusammen mit Calcium ist Phosphat am Knochen- und Zahnaufbau beteiligt und wichtiger Bestandteil der Knochen selbst. Eine überragende Bedeutung hat es bei der Energiebereitstellung aus den Nährstoffen. Es wirkt bei der Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Haushalts mit, hat eine Funktion als Cofaktor vieler Enzyme und an der genetischen Information im Zellkern.

Der tägliche Bedarf für einen Erwachsenen beträgt 800 Milligramm. Da fast alle Lebensmittel Phosphat enthalten, besteht kein Mangel. Bei körperlich anstrengender Tätigkeit, in Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht. Der Phosphatbedarf steht in enger Beziehung zum Calciumbedarf, wobei ein ausgewogenes Verhältnis (etwa 1:1) als optimal angesehen wird. Durch die meist ausreichende Zufuhr tritt ein Phosphatmangel kaum auf.

ppm
Engliche Abkürzung von "Parts Per Million"= "Teile pro Million Wassermoleküle". ppm entspricht in etwa "Milligramm pro Liter" (mg/1). Wenn Sie ein Kilo Salz in einer Million Kilo (Liter) Wasser auflösen, dann erhalten Sie die Messung von 1 ppm (oder 1 mg/1).ppm ist die Maßeinheit von TDS


Reduktion
ist das Gegenteil zur Oxidation und bedeutet im chemischen Sinn die Entfernung von Sauerstoff aus einer Verbindung oder die Anlagerung von Wasserstoff. Reduktion ist ein Verfahren bei der Wasseraufbereitung, das bei der Entfernung von Nitrat eingesetzt wird.

Rodentizide
Es handelt sich hierbei um chemische Mittel zum Pflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung. Rodentizide werden zur Bekämpfung von Nagern eingesetzt, z.B. Endrin.

Rohwasser
ist das unbehandelte Wasser, das einer Anlage zur Trinkwasseraufbereitung zufließt.

Rückweisung
Die Menge an TDS, die die Umkehr- Osmose- Membran aus dem Rohwasser entfernt. Wird in Prozent vom Rohwasser angegeben.


Schwebstoffe
Im Rohwasser schwebende Teilchen (Staub, Sand, Rost, Algen), die durch mechanische Filter entfernt werden können

Schwermetalle
Metalle mit einer höheren Dichte als 5 g/cm3 werden als Schwermetalle bezeichnet, wie z. B. Cadmium, Chrom, Eisen, Quecksilber, Blei, Kupfer, Nickel.

Sedimentation
bedeutet Absetzung und ist ein Verfahren der Wasseraufbereitung zur schwerkraftbedingten Abtrennung von Feststoffen aus dem Wasser.

Semipermeabel
Eigenschaften einer Gruppe von natürlichen und synthetischen Materialien, die es bestimmten Substanzen (z.B. Wasser) erlaubt, eine Umkehr- Osmose- Membran zu passieren, während gleichzeitig die Passage anderer Stoffe (z.B. Salze) blockiert wird.

Silber
Metallisches Mineral. Wird zum Imprägnieren von Kohlefiltern eingesetzt. Giftig für den menschlichen Körper. Bakteriostatischer Filter.

Sulfat
Sulfat ist eine Schwefelverbindung. Es hat eine spezifische Wirkung auf die Leber, indem es entgiftend Im Leberstoffwechsel wirkt. Bekannt ist auch seine verdauungsanregende Wirkung. Die Festigkeit von Haaren, Nägeln und der Haut ist von Schwefel abhängig, denn er ist Baustein jedes Eiweißes. Außerdem ist er Bestandteil einiger Enzyme und spielt eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Darüber hinaus kommt Schwefel als Bestandteil im Knorpel vor. Es gibt keine Bedarfszahlen für Sulfat. Eine ausreichende Zufuhr ist bei genügender Eiweißversorgung gesichert. Mangelerscheinungen können nicht auftreten.

Täglicher Wasserverbrauch TCE
Statisch gesehen verbraucht der Deutsche pro Tag 150 Liter Wasser. Davon werden allerdings nur 2 Liter zum Trinken und Kochen verwendet. Trichloräthylen. Im Trinkwasser relativ häufig vorkommende giftige organische Verunreinigung. Bestandteil vieler Lösungsmittel im Haushalt, Industrie und chemischen Reinigungen. TCE steht im Verdacht Krebs auszulösen.

TDS
Englische Abkürzung von "Total dissolved Solid"= die Gesamtmenge im Wasser gelöster ionischer Mineralsalze und Metalle. Wird in Einheiten von ppm gemessen.

TDS- Tester
Der Tester zeigt die Menge der gelösten Salze an, die in einer Wasserprobe vorhanden ist. Maßeinheit ist ppm

TFC
Englische Abkürzung von "Thin Film Composite Membran". Ein Material (Polyamid), aus dem Umkehr-Osmose-Membranen hergestellt werden.

Trinkwasser
Für menschlichen Genuss und Gebrauch geeignetes Wasser, das bestimmte in Rechtsnormen festgelegte Anforderungen (DIN 2000 "Leitsätze für die zentrale Trinkwasserversorgung" und DIN 2001 "Leitsätze für die Einzel-Trinkwasserversorgung") erfüllen muss. Als wichtigstes und unersetzbares Lebensmittel wird es auch als "Lebensmittel Nr. 1" bezeichnet. Trinkwasser muss frei von Krankheitserregern sein und darf keine gesundheitsschädigenden Eigenschaften besitzen. Es muss keimarm, appetitlich, farb- und geruchlos, kühl und geschmacklich einwandfrei sein. Darüber hinaus darf es nur einen geringen Gehalt an gelösten Stoffen aufweisen, keine unverhältnismäßigen Korrosionsschäden am Leitungsnetz hervorrufen und es sollte in genügender Menge mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen.
Die Trinkwasserverordnung vom 22. Mai 1986, aus dem Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1986, Teil 1, sagt:
"......dass zum menschlichen Genuss und Gebrauch bestimmtes Trinkwasser appetitlich sein soll, zum Genuss anregend, farblos, klar, kühl, geruchlos und geschmacklich einwandfrei, frei von Krankheitserregern und arm an Keimen, gelöste Stoffe nur in engen Grenzen enthalten und in genügender Menge und mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen soll."§11, Abs. 2 des Bundes-Seuchengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Dezember 1979 (BGBI. 1 S. 2262) als Grundlage für die Trinkwasserverordnung sagt:
,,Trinkwasser, sowie Wasser für Betriebe, in denen Lebensmittel gewerbsmäßig hergestellt oder behandelt werden, oder die Lebensmittel gewerbsmäßig in den Verkehr bringen, muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist."
§ 10, Abs. 1, Satz 1 und 2 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes vom 15. August 1974 (BGBI. 1 S. 1945, 1946) im Einvernehmen mit den Bundesministern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirtschaft besagt:
" …es soll der Gefahr einer ekelerregenden oder sonst nachteiligen Beeinflussung vorbeugen, sowie eine einwandfreie Beschaffenheit des Wassers sicherstellen."
Trinkwasser im Sinne der Trinkwasserverordnung:
Auszug aus dem "Leitfaden zur Verordnung über Trinkwasser und über Wasser für Lebensmittelbetriebe (TrinkwV vom 5. Dez. 1990)", erschienen in der Wissenschaftlichen Verlagsges. mbH Stuttgart
§ 1, bb)  Der Entwurf der Bundesregierung
(BR-Drucks. 429/90) sah folgende Fassung des § 1 vor:
"Trinkwasser im Sinne dieser Verordnung ist Wasser, welches dazu bestimmt ist, als Lebensmittel oder für den sonstigen menschlichen Gebrauch verwendet zu werden, insbesondere für die Zubereitung von Speisen und Getränken, für die Körperpflege und -reinigung oder für die Verwendung im Haushalt, ausgenommen Schwimm- und Badebecken-Wasser."
Amtliche Begründung
§ 1 enthält nunmehr eine Definition des Begriffes "Trinkwasser". Die Neueinfügung dieser Begriffsbestimmung dient der Rechtsklarheit und erfolgt in Anlehnung an die Zielsetzung der EG-Richtlinie. Die Formulierung trägt der bisherigen Rechtsauffassung Rechnung, wonach die geforderte Trinkwasserqualität im Zeitpunkt der Übergabe an den Verbraucher, also am Wasserhahn, erfüllt sein muss. Anforderungen an Schwimm- und Badebeckenwasser müssen speziellen hygienischen Bedingungen genügen, die in einer gesonderten Verordnung geregelt werden. Solches Wasser ist deshalb von dieser Verordnung ausgenommen worden.
B) Änderungen durch den Bundesrat (BR-Drucksache 429/90 - Beschluss - )
Der Bundesrat hat § 1 in der von der Bundesregierung vorgelegten Fassung gestrichen. Begründung:
Entgegen den Angaben in der Begründung ... dient diese Einführung weder der Rechtsklarheit noch entspricht sie der Definition in Artikel 2 der Richtlinie 80/778/EWG. Die Trinkwasserverordnung kann aus rechtsstaatlichen Gründen keine Bereiche erfassen, für die keine Ermächtigungsgrundlage vorhanden ist. Nach § 11 BSeuchG können nur Regelungen für "Trinkwasser" und "Brauchwasser für Lebensmittelbetriebe" getroffen werden. Vorschriften über "Wasser für den sonstigen menschlichen Gebrauch, insbesondere für die Körperpflege und -reinigung oder für die Verwendung im Haushalt" sind deshalb von § 11 BSeuchG nicht gedeckt. Auch das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz bietet insoweit keine Grundlage. Wasser, das zur Verwendung im Haushalt oder zur Körperpflege bestimmt ist, ist kein Bedarfsgegenstand im Sinne dieses Gesetzes. Die Trinkwasserverordnung darf nicht nur aus rechtsstaatlichen Gründen keine Bereiche erfassen, für die keine Ermächtigungsgrundlage vorhanden ist. Die Neufassung des § 1 ist auch aus umwelt-, verkehrs- und wirtschaftspolitischen Gründen abzulehnen. So steht die Zielsetzung in keinem angemessenen und vertretbaren Verhältnis zu allen Bemühungen, die auf einen sparsamen Verbrauch des wertvollen Gutes (Trink-) Wasser ausgerichtet sind. Die auf diesem Gebiet eingeleiteten erfolgreichen Maßnahmen müssten weitgehend eingestellt werden. Für die Deutsche Bundesbahn wäre die Konsequenz, dass in den Toiletten und Waschräumen der Reisezugwagen Brauchwasser zum Waschen in Trinkwasserqualität vorgehalten werden müsste, was nicht quantifizierbare technische und finanzielle Probleme zur Folge hätte. Dies kann der allgemein anerkannten Bedeutung des Beförderungsmittels Bahn einen nicht abzusehenden Schaden zufügen und würde im übrigen einvernehmliche politische Aussagen zur Attraktivitätssteigerung dieses Verkehrsmittels in Frage stellen. Die Finanzmittel der Deutschen Bundesbahn müssen aber vielmehr weiterhin für Investitionen in die Zukunft zur Verfügung stehen. Die Zukunft der Schiene kann nicht dadurch beeinträchtigt werden, dass ein Signal an falscher Stelle "rot" anzeigt."

Trinkwasseraufbereitung
ist der fachliche Oberbegriff für die Gesamtheit der Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserbeschaffenheit. Trinkwasseraufbereitung ist die in verschiedenen Prozessen ablaufende Behandlung des Rohwassers mit physikalischen, chemischen und biologischen Wirkungsmechanismen, um seine Beschaffenheit dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen. Dabei ist es nicht Zweck der Trinkwasseraufbereitung, die Wasserabnehmer mit bestimmten Medikamenten (z. B. Fluor) zu versorgen oder das Wasser so zu verändern, dass es für bestimmte technische Anwendungen geeigneter wird (z. B. weitgehendste Enthärtung), sondern lediglich, dass es den Anforderungen an ein gutes Trinkwasser genügt. Zur Trinkwasseraufbereitung zählen u. a. die Filtration, die Oxidation (z. B. Enteisung, Entmanganung), die Entsäuerung, die zentrale Enthärtung, die Sedimentation, die Entkeimung und die Sterilisation.

Trübung
bedeutet die Verringerung der Lichtdurchlässigkeit. In Grund- und Quellwasser entstehen Trübungen durch organische und anorganische Schwebstoffe, sowie durch lebende organische Stoffe (z. B. Plankton).

Ultraviolette Bestrahlung (UV-Strahlung)
Ultraviolette (UV) Strahlung ist eine kurzwellige, energiereiche, elektromagnetische Strahlung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. Die Bestrahlung von Wasser mit UV-Licht ist eine Art der Trinkwasseraufbereitung, die das Abtöten von Mikroorganismen einschließlich Krankheitserreger bewirkt.

Umkehrosmose
Technisches Verfahren zur Stofftrennung mittels selektiv durchlässiger (permeabler) Membranen, auch  Hyperfiltration genannt. Je nach Einsatzzweck werden verschiedene Membranformen, insbesondere Rohr-, Schlauch oder Kapillarmembranen verwendet. Unter dem Druck wird Lösungsmittel aus einer höherkonzentrierten Lösung durch die semipermeable Membran in eine niederkonzentrierte Lösung gepresst. Damit wird eine weitgehend von Inhaltsstoffen freie Flüssigkeit erzeugt. Anders als bei der Ultrafiltration lassen sich hiermit auch niedermolekulare Stoffe und Salze abtrennen.

Ungelöste Stoffe
sind Feststoffe, die sich in einer Flüssigkeit befinden und durch mechanische Verfahren (z. B. Filtration) entfernen lassen. Trinkwasser darf gemäß der DIN 2000 keine ungelösten Stoffe enthalten.

Vitalstoffe
Vitalstoffe sind verschiedenste Substanzen, die zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen des Menschen lebensnotwendig sind. Dazu gehören Minerale, Vitamine, Spurenelemente, Enzyme, Ballast- Wirk- und Aromastoffe und hochungesättigte Fettsäuren.

Vitamine

sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht selbst bilden kann und deshalb in kleinen Mengen mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Manche Vitamine werden auch im Darm von Bakterien gebildet, allerdings tragen sie, im Verhältnis zur Aufnahme über die Nahrung, kaum zur Versorgung bei.

Wasser
Die chemische Verbindung des Wassers ist 2H + O = H2O (Wasserstoff und Sauerstoff). Der Siedepunkt reinen Wassers liegt unter Normaldruck bei 100oC, der Gefrierpunkt bei 0oC und bei 4oC hat Wasser die größte Dichte. Im gesamten Kreislauf des Wassers nimmt es Stoffe auf. Bei Verdunstung findet ein Reinigungsprozess statt, der verhindert, dass sich gelöste Stoffe im Wasser übermäßig anreichern. Chemisch reines Wasser kommt daher in der Natur auch nicht vor und es wäre aber auch nicht als Trinkwasser geeignet, da es gesundheitsschädlich ist. Chemisch reines Wasser würde nicht die lnhaltsstoffe haben, die z.B. in natürlichem Wasser, wie See-, Meer-, Grund- und Regenwasser vorkommen. Solche lnhaltsstoffe sind die Mineralien und Salze (z.B. Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Sulfat, aber auch Nitrat) und die Gase (Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenmonoxid). Außerdem befinden sich im Wasser Begleitstoffe wie Eisen, Mangan, Ammonium, Fluorid und Nitrit und Spurenstoffe wie Barium, Kupfer und Blei. Dazu können dann noch Schwebstoffe und Mikroorganismen kommen. Der Gehalt an Mineralsalzen und anderen Stoffen im Trinkwasser hängt ganz von der Herkunft.

Wasserhärte
bezeichnet die Härte des Wasser, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen ( Calcium- und Magnesiumionen). Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nichtkarbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Milli-mol je Liter (mmol/l) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem sogenannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann: 1 (weich, 0 bis 1,3 mmol/l), 2 (mittelhart, 1,4 bis 2,5 mmol/l), 3 (hart, 2,6 bis 3,8 mmol/l) und 4 (sehr hart, über 3,8 mmol/l).

Weiches Wasser
Wasser mit einem Härtegrad unter 12.

Zink
Zink ist ein wichtiges Spurenelement. Unser Körper braucht es, um ca. 70 lebenswichtige Enzyme zu bilden. Ohne ausreichend Zink würden Hirnfunktion, Kreislauf, Atmung und das Immunsystem zusammenbrechen. Zink fördert die Regeneration von Zellen, macht schöne Haut, glänzende Haare und feste Nägel. Und auch für die Libido, Potenz und Orgasmusfähigkeit ist Zink mitverantwortlich. Wie viel Zink braucht der Mensch? Männer ca. 15 mg, Frauen etwa 12 mg Zink täglich. Bei Belastungen wie Stress, Schwangerschaft oder Virusinfektionen steigt der Bedarf. Um z.B. Rhino-Viren zu lähmen, braucht man 50-120 mg  Zink täglich. Woran erkennt man Zinkmangel? Erhöhte Infektanfälligkeit, z. B. oft Schnupfen, Grippe, Hautveränderungen (Akne, Ekzeme), spröde Haare, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Nervosität, labile bis depressive Stimmung, verminderte Libido, Fruchtbarkeitsstörungen beim Mann, Sehstörungen nachts, Geschmacks- und Geruchsveränderungen. Versuche zeigten, dass Zink die Vermehrung der Rhino-Viren hemmt. Sie sind die banalen Erkältungsviren. Wenn Sie erst einmal in den Körper eingedrungen sind und die Nase läuft, können sie außer Schnupfen auch Sekundärinfektionen auslösen, wie gefährliche grippale Infekte. Wieso hilft Zink gegen Schnupfen? Rhino-Viren sind heimtückisch. Sie können sich so gut tarnen, dass unser Abwehrsystem sie für körpereigene Zellen hält und sie ungehindert passieren lässt. Sind sie einmal im Körper, haften sie sich mit ihrer stachligen Außenseite an gesunde Zellen und vermehren sich so rasant, dass in wenigen Stunden ein Schnupfen entsteht. Nimmt man jetzt ein Zinkpräparat, gelangen Zink-Ionen in den Körper. Diese Zinkionen kleben sich an die stachlige Außenseite der Rhino-Viren. So sind die Viren "blockiert", können nicht mehr an gesunden Zellen andocken und sich fortpflanzen. Die Schnupfensymptome klingen schnell ab, weil keine Viren nachwachsen können. Zink ist kein Wundermittel, aber es lindert schnellt die Symptome und kürzt die verschnupfte Zeit wesentlich ab. Man muss, sobald man das erste Kitzeln in der Nase spürt, etwa alle 2 bis 3 Stunden ca. 25mg Zink einnehmen. Und die Einnahme so lange fortsetzen, bis der Schnupfen ganz weg ist. Die Erkrankungsdauer wird so halbiert. Nach ungefähr drei Tagen ist man wieder gesund. Aber eine deutliche Besserung tritt meist sofort mit der ersten Einnahme von Zink ein. Zink ist gut verträglich. Erst bei extremen Überdosierungen ab 2000 mg drohen Nebenwirkungen wie Metallgeschmack im Mund, Übelkeit, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden.