7. So entstand die Umkehr-Osmose Filtertechnik
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Anfang
der fünfziger Jahre entdeckte der Forscher Sourirajan an der Universität
von Kalifornien auf der Suche nach einem Verfahren zur Seewasser-
Entsalzung die Umkehr-Osmose. Die amerikanische Regierung hielt dieses
Verfahren für so interessant, dass ein umfangreiches Forschungsprogramm
ins Leben gerufen wurde. Während einer Entwicklungsdauer von 8 Jahren
entstand so das modernste und leistungsfähigste
Wasseraufbereitungsverfahren unserer Zeit.
Diese Technologie ist der Funktionsweise der Natur
abgeschaut und seit 15 Jahren weltweit etabliert, da es nunmehr auch
erschwinglich wurde, aus belastetem Leitungswasser wieder nahezu 100 %
schadstofffreies Trinkwasser zu erzeugen. Sämtliche süßwasserarmen
Inselstaaten, die Golfstaaten, Hochseeschiffe usw. verfügen seit vielen
Jahren über solche Umkehr-Osmose-Anlagen zur Meerwasserentsalzung. Auch
Unternehmen wie Coca Cola und Pepsi-Cola und die meisten Firmen der
Fruchtsaft-Industrie sowie die Firma Bonaqua arbeiten mit
Umkehr-Osmose-Anlagen. Auch die US-Armee hat auf ihren Auslandseinsätzen
Umkehr-Osmose-Anlagen bei sich.
Lange Zeit wurde dieses leistungsfähige Prinzip nur im industriellen
Bereich der Lebensmittelindustrie, Pharmazeutik und Chipherstellung
verwendet. In der Medizin wird sie zur Blutwäsche in Dialyse- Geräten
eingesetzt. Ein besonders spektakuläres Anwendungsgebiet ist die
Trinkwasseraufbereitung in der Raumfahrt. Insbesondere für
Babys und Kleinkinder ist Umkehr-Osmose-Wasser besonders
geeignet.
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Bei
der Umkehr-Osmose wird Wasser durch den Leitungsdruck gegen die Osmose-Membran
gepresst. Dabei werden nur die Wassermoleküle durchgelassen, die Schadstoffe
jedoch ins Abwasser gespült. Wasser kann die Membran durchdringen , Verunreinigungen
und Salze jedoch nicht, denn die Membranporen haben einen extrem kleinen
Durchmesser (ca. 0,0001 Mikron = ca. 0,0000001mm). Da die allermeisten im
Wasser gelösten Schadstoffe jedoch weit größer sind, passen sie nicht durch
diese winzigen Membranporen. Diese Ultra-Filtration entfernt alle
Schwebstoffe wie zum Beispiel Asbest, Rost und Algen, alle Bakterien, Viren,
Schwermetallkomplexe, Pestizide, Herbizide und alle organischen Moleküle
mit einem Molekulargewicht über 300 aus dem Wasser.
Durch die eingestellte Konzentratmenge muss vermieden
werden, dass es in der Membrane zu Kalkausfällungen kommt. Das anfallende
Konzentrat enthält die gesamten Verunreinigungen, welche durch das Rohwasser
zugeführt wurden, während im Permeat hauptsächlich Wassermoleküle vorhanden
sind. Der nötige Arbeitsdruck wird im Anwendungsfall durch eine Pumpe erzeugt,
oder ist durch den Wasserdruck aus der Wasserleitung vorhanden. In der Praxis
sind die Umkehrosmosemembranen so angeordnet, dass die Hauptflussrichtung
sich quer zur Membrane befindet. Der Abfluss an Konzentrat bewirkt bei diesem
Aufbau, dass sich vor der Membrane nur ein sehr geringer Filterkuchen aufbauen
kann.

Wie muss gutes Trinkwasser
beschaffen sein?
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> Vorteile der Umkehr-Osmose |
Osmose -
die Erinnerung an das Leben im
Meer
Die Zellen der Organe und das Blut als Transportorgan "erinnern" sich an
die Zeit, als sie noch im Wasser lebten. Deshalb ist ihr osmotischer
Druck ähnlich dem von Lebewesen im Wasser. Aus diesem Grunde nimmt man
beim Spritzen von Medikamenten als Lösemittel 0,9prozentige
Natriumchloridlösung.