Als kundenorientiertes Unternehmen im Bau von verfahrenstechnischen Anlagen für die Wasser- und Abwasseraufbereitung sowie der Wertstoffrückgewinnung und -verwertung erstellen wir schon seit vielen Jahren im Auftrag unserer Kunden Anlagenplanungen einschließlich der Unterlagen für das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren.
Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz sind für uns wichtige unternehmerische Ziele! Eine verantwortungsvolle Geschäftspolitik kann nur betreiben, wer auch die Konsequenzen seines Handelns für die Umwelt, die Sicherheit und die Gesundheit der Mitmenschen berücksichtigt. Deshalb stehen der Schutz von Umwelt und Gesundheit und die Arbeitssicherheit bei uns gleichrangig neben anderen unternehmerischen Zielen.

 

Aus der Synthese von Anwendung und Forschung aus Verfahrenstechnik und Anlagenbau integriert AQUA FONTANA Deutschland moderne Systemmodule in die Anlagenkonzeptionen, die den Nachteilen in Prozessen entgegen wirken oder diese ausschalten.
Unsere Lösungen tragen dazu bei, Auflagen und Bestimmungen bei Aufbereitung und Entsorgung einzuhalten.

Die Wasseraufbereitung dient der Reinigung und Anpassung des Rohwassers an die Anforderungen der Trinkwasser- und Nutzwassernutzung.

Eine Aufbereitung ist oft notwendig, wenn Wässer unterschiedlicher Beschaffenheit vermischt werden. Der pH-Wert im Mischwasser wird hierdurch häufig derart verschoben, dass die Calcitlösekapazität, das heißt das Vermögen des Wassers, Calciumcarbonat aufzulösen, unzulässig hoch wird (Grenzwert für die Calcitlösekapazität beträgt nach TVO 5 mg/L). Dieses Vermögen Calciumcarbonat zu lösen wird häufig als "Aggressivität", genauer "Kalkaggressivität" des Wassers bezeichnet.

Die Aufbereitung von Grundwasser aus einem ausreichend geschützten Grundwasserleiter ist in der Regel weniger aufwändig als die von Quell- oder Oberflächenwässern.Quellwasser Die wohl am häufigsten eingesetzten Verfahren zur Aufbereitung von Grundwasser sind die Enteisenung und Entmanganung. Inwieweit eine Chlorung des Grundwassers erforderlich ist, ist zumeist abhängig vom Zustand des Rohrnetzes. Für die Aufbereitung von Oberflächenwässern werden hingegen meist aufwändigere Verfahren eingesetzt. Dies sind häufig eine Ozonung, Flockung mit anschließender Sedimentation oder Filtration und eine Aktivkohlefiltration zur Eliminierung adsorbierbarer Schadstoffe. Eine abschließende Desinfektion ist obligatorisch.

Zur Wasseraufbereitung werden mechanische, chemische und biologische Verfahren eingesetzt.

Prozess Anlagenkomponente Zweck
Siebung Rechen, Trommelsieb, Mikrosieb Entfernung von größeren Feststoffen und Schwimmstoffen
Sedimentation Sandfang, Absetzbecken Entfernung kleinerer Schwimmstoffe, Sand, geflockter Schwebstoffe
Filtration Sandfilter Entfernung von Schwebstoffen
Flotation Flotationsbecken Entfernung von feinen Schmutzpartikeln durch Einblasen von Luft
Flockung Flockungsbecken Entfernung von Kolloidstoffen und feinen Schmutzpartikeln durch Zugabe von Flockungsmitteln (Entladung der Partikel) und Einstellung des pH-Wertes. Kann auch mit einer Filtration verbunden sein (Flockungsfiltration).
Fällung Fällungsbecken bzw. Fällungsfiltration Ausfällung von Störstoffen z.B. Eisen oder Mangan durch Belüftung und anschließender Sedimation oder Filtration.
Adsorption Aktivkohlefilter Anlagerung von z.B. adsorbierbaren halogenierten Kohlenwasserstoffverbindungen (AOX) oder Farbstoffen
Entsäuerung Entsäuerungsanlage Entfernung der aggressiven Kohlensäure. Dient der Vermeidung von Korrosion im Rohrnetz.
Enthärtung Enthärtungsanlage Entfernung von Ca+ und Mg+
Entsalzung (Desalination) Entsalzungsanlage Entfernung von Salzen z.B. zur Aufbereitung von Meerwasser zu Trinkwasser und zur Bewässerung
Strippen/Austreiben Strippbecken Entfernung durch Einblasen von Luft/Gasen. Damit werden in Entsprechung des Dampfdruckes gelöste Wasserinhaltsstoffe in die gasförmige Phase übergeführt und somit aus dem Wasser entfernt.
Kühlung Kühltürme, Kühlteiche, Wärmetauscher etc. Verminderung der Temperatur, um den Anforderungen nachfolgender Prozesse oder Nutzungen zu genügen.
Biochemische Verfahren Beispiel: Denitrifkation Ausnutzung biochemischer Vorgänge. In der Denitrifikation wird der Nitrat-Gehalt belasteten Rohwassers entweder durch Kohlenstoffzugabe im Untergrund oder in einem Reaktor vermindert.
Desinfektion Sonderbecken, Zugabe in das Rohrnetz Entkeimung durch Chlor-, Ozonzugabe oder UV-Bestrahlung

RETARDATIONSANLAGEN

Die Retardation trennt mittelkonzentrierte metallhaltige Mineralsäurelösungen. Dabei entsteht eine metallreiche, säurearme Fraktion die entsorgt werden muss, und ein metallarmes, säurereiches Eluat, das in den Prozess zurückgeführt werden kann. Das Retardationsverfahren ist anwendbar bei Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure und Gemischen dieser Säuren.

Durch die Retardation verlängert sich die Standzeit von Anodisierbädern, Beizen und Ätzlösungen, da die Metallsalzkonzentration auf einem bestimmten Niveau gehalten wird. Dadurch steht noch nicht verbrauchte Säure für den Prozess weiterhin zur Verfügung.


Das Retardationsverfahren gewährleistet:

Die Einhaltung gleich bleibender Qualitätskriterien,
Die Einsparung von Frischsäure und Neutralisationschemikalien,
Die Reduzierung der Abwassersalzgehaltes und der Schlammenge.

Zur Grundausstattung der Retardation gehören:

- Ionenaustauscherharz und Harzbehälter
- Automatische Steuerung  oder Schrittfolgesteuerung
- Wasservorlagebehälter, Rahmengestell
- Pumpen, Automatikventile, Rohrleitungen

CHARGENANLAGEN

In Chargenanlagen werden anfallenden Spülwässer,  Prozesslösungen und Regenerationslösungen von Ionenaustauscheranlagen behandelt. Es können folgende Behandlungen durchgeführt werden:

  • Cyanid- und Nitritoxidation
  • Neutralisation
  • Emulsionsspaltung
  • Foto-Resist-Abtrennung

Dabei ist es möglich, die Behandlungen sowohl in Einzelschritten als auch  hintereinander geschaltet laufen zu lassen.

SPEISEWASSERVORBEHANDLUNG

Ob und in welcher Art das Speisewasser für die weitere Aufbereitung vorbereitet werden muss, ist von der Rohwasseranalyse abhängig.

Eine Vorbehandlung kann über Enthärtung oder Filtration mit Zugabe von Chemikalien gelöst werden.



Eine zusätzliche Vorbehandlung ist nur notwendig, wenn die Grenzwerte von Eisen, Mangan und freiem Chlor überschritten werden.

 

IONENAUSTAUSCHERANLAGEN

Ionenaustauscheranlagen dienen dazu, das leicht belastete Spülwasser der saubersten Spülstufe nach einem Oberflächenprozess kontinuierlich zu entsalzen. Das entsalzte Wasser wird nach Durchlaufen der Ionenaustauscheranlage wieder in die Spüle zurückgeführt. Da sich der Abwasseranfall lediglich auf die Renegate beschränkt, verringert sich der Abwasseranfall der saubersten Spülstufe erheblich und eine unvermindert hohe Spülqualität kann beibehalten werden.

Zur Grundausstattung einer automatisch arbeitenden Ionenaustauscheranlage gehören:

  • Rohwasservorlagebehälter
  • Rohwasserpumpen
  • Kiesfilter
  • Kationenaustauscher
  • Anionenaustauscher
  • Rohrbaum mit automatischen Ventilen
  • Regeneriereinrichtung
  • Steuerung
  • Meßtechnik

ABLUFTEINRICHTUNGEN

Zur Einhaltung der behördlich vorgeschriebenen Werte innerhalb der Produktionsstätte (MAK-Wert) sowie der Emission außerhalb des Gebäudes (TA-Luft) setzen wir folgende Komponenten ein:

  • Ventilatoren
  • Tropfenabscheider
  • Naßwäscher
  • Waschtürme
  • Schalldämpfer (TA-Lärm)

UMWELTFREUNDLICH: Alternativen zur Vollentsalzung

Als alternatives Verfahren zur Vollentsalzungsanlage nach dem Ionenaustauschverfahren hat sich in den letzten Jahren die Umkehrosmose etabliert. Wie bei der Ultrafiltration werden hier die im Wasser gelösten Salze durch eine Membran zurückgehalten, während das Wasser die Membran passiert.

In der Regel können aus 1000 Liter Stadtwasser 750 Liter entsalztes Wasser gewonnen werden (Ausbeute ca. 75 %).

 


Die Umkehrosmose entfernt ca. 98% der im Stadtwasser enthaltenen Salze, eine Entsalzungsrate, die für die meisten Anwendungsfälle ausreichend ist.

Die Umkehrosmose ist besonders dann zu empfehlen, wenn der Umgang mit Chemikalien vermieden werden soll.

FILTRATIONSEQUIPMENT

Kolbenpumpen sind formschlüssige Hochdruckpumpen, die insbesondere für die Beschickung von Kammerfilterpressen eingesetzt werden können. Die Vorzüge liegen auf der Hand:

  • schonende Förderung empfindlicher Medien
  • nicht störanfällig, geringer Verschleiß
  • geringer Platzbedarf
  • gut zugänglich

In Kammerfilterpressen können Suspensionen mit hohem Feststoffanteil, die einen druckstabilen, porösen Kuchen ergeben gefiltert werden, der gleichzeitig wirksam entwässert werden soll, z.B. Galvanik-Schlämme.

Zu diesem Zweck wird die Suspension mittels einer  Hochdruckkolbenpumpe über eine Presse gepumpt. Das Klarwasser läuft über die Filtratsammelrinne ab, der Feststoff bildet einen  Filterkuchen. Bei geringen Schlammengen, wie z.B. bei der Erzeugung von Mono-Metallschlämmen kann eine kompaktere platzsparende Kammerfilterpresse eingesetzt werden.

ANLAGENZUBEHÖR

  • Feinfilter

  • Rohrtrenner

  • Filteranlagen

  • Enthärtungsanlagen

  • Entkarbonisierung

  • Mischbettfilter

  • UV-Entkeimungsanlagen

  • Vorratstank

  • Druckerhöhungsanlagen

  • Entgaser

  • Dosieranlagen

 

MEMBRANFILTRATION

Die Membranfiltration ist ein Querstromfiltrationsvorgang auf physikalischer Basis, bei dem mit Hilfe von semipermeablen Membranen eine Trennung von ungelösten dispergierten oder kolloidalen Substanzen im molekularen Bereich aus vorwiegend wässrigen Lösungen erfolgt.

Das Verfahren wird verwendet zur Entfernung von Ölen und Fetten aus wässrig-alkalischen Reinigungssystemen, Aufbereitung von Emulsionen aus der spanabhebenden Fertigung sowie zur Filtration und Konzentrierung von Feststoffen.



ANWENDUNGS- UND EINSATZGEBIETE

  • Trink- und Brauchwasseraufbereitung aus Brunnen-, Brack- und Meerwasser
  • Entnitratisierung von Trinkwasser
  • Lebensmittel-, Brau- und Getränkeindustrie
  • Elektronikindustrie/Halbleiterfertigung
  • Galvanikindustrie
  • Kosmetikindustrie
  • Pharmazeutische Industrie
  • Waschanlagen
  • Luftbefeuchtung/Klimaanlagen
  • Kühlwasseraufbereitung
  • Speisewasseraufbereitung für Dampfanlagen und Heizzentralen
  • gewerbliche Geschirrspülen
  • Krankenhaus/Laborbereich


Auch für alle Sonderlösungen, bei der eine Kombination verschiedener Verfahren eingesetzt werden, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Beispiel:
Bei der Wasseraufbereitung soll das Rohwasser vor der Einspeisung in den Prozesskreislauf zunächst subterrestrisch (unterirdisch) von Mangan befreit und anschließend enthärtet werden. Im Prozesskreislauf selber befindet sich eine UV-Sterilisation, sowie eine Dosierung zur Einleitung einer Ausflockung, einer mechanischen Filtration und Kühlung.

DAS UMKEHR-OSMOSE VERFAHREN

Umkehrosmoseanlagen arbeiten mit Membranen, die Wasser durch ihre Poren lassen, gelöste Stoffe jedoch am Durchgang hindern. Sie sind semipermeabel, d.h. halbdurchlässig. Trennt man eine Salzlösung und reines Wasser durch eine solche Membran, so fließt ohne Einwirkung von äußeren Kräften reines Wasser durch die Membran hindurch in die Salzlösung, die dadurch verdünnt wird. Diesen aus der Natur bekannten Vorgang (Stoffwechsel bei Zellen) nennt man Osmose. Dieser Vorgang kommt zum Stillstand, wenn der osmotische Druck der jeweiligen Lösung erreicht ist - es herrscht dann ein osmotisches Gleichgewicht.


Kehrt man diesen Ablauf um, indem man auf die die höher konzentrierte Lösung Druck ausübt, so fließt nach Überwindung des osmotischen Drucks reines Wasser in der umgekehrten Richtung durch die Membran. Die gelösten Salze bleiben zurück. Diesen Vorgang nennt man Umkehr-Osmose.

 

Osmose-Anlagen bestehen im Wesentlichen aus:

  • Grundrahmen zur Aufnahme der betriebsfertig gelieferten Anlage
  • Vorfilter
  • Rohrtrenner
  • Enthärtungseinheit
  • Hochdruckpumpe
  • Membranmodule
  • Betriebsarmaturen, Manometer, Einstellventile und Mengenmesser
  • Steuerung

 

ANLAGENTYPEN

Permeatgestufte Umkehrosmoseanlagen
Konzentratgestufte Umkehrosmoseanlagen
Kompaktanlagen
Zweistrassige Kompaktanlagen

KOMPLEXSPALTANLAGEN

Komplexgebundene Metalle können mit einer gewöhnlichen  Hydroxid-Fällung nicht entfernt werden. Deshalb ist eine Spezialbehandlung in einer Chargenanlage erforderlich. In einer Chargenanlage können die einzelnen Behandlungsschritte nacheinander vollzogen werden, wobei jeder Schritt überprüfbar ist.

Zur Grundausstattung von Komplexspaltanlagen gehören:

  • Sammelbehälter, Reaktionsbehälter nebst Dosierventilen, Rührwerk und Messvorrichtung
  • Ansatz- und Dosierbehälter für Chemikalien
  • Filtervorrichtung zur Abtrennung der entstehenden Schlämme

ELEKTROLYSEEINRICHTUNGEN

Elektrolysezellen eignen sich zur Abreicherung von Metallen aus wässrigen Lösungen., z. B. aus höher konzentrierten Spülwässern oder Austauscherregeneraten. Dies bringt wesentliche Vorteile für die nachfolgende Abwasserbehandlung mit sich, u.a. können die gelösten Metalle zurückgewonnen werden.Die Metallionen innerhalb der wässrigen Lösung werden durch eine angelegte Gleichspannung an der Kathode abgeschieden. An der Anode gehen keine Metallionen in Lösung. Daher sinkt der Metallgehalt in der Lösung kontinuierlich ab.




Die Elektrolyseeinheit besteht aus:

  • Zellenraum , Kathoden, Anoden
  • Gleichrichter, Vorlagebehälter
  • Steuerung, Pumpen und Peripherie

Elektrolysezellen mit bewegten Kathoden ermöglichen einen hohem Stoffaustausch an der Kathodenoberfläche. Diese Zellen bieten zusätzliche Vorteile.

EINRICHTUNGEN ZUR SEDIMENTATION

Die sichere Abscheidung von Feststoffen aus dem Abwasser geschieht durch  Sedimentation.

Dies geschieht durch die Abtrennung der im Wasser enthaltenen Feststoffe durch deren größere Dichte (z.B. Metallhydroxide). Die Partikel, z.B. Hydroxidschlamm setzen sich dabei mehr oder weniger schnell am Boden eines Sedimentationsbehälters ab.

Entgiftete und neutralisierte Abwässer werden mit kontinuierlichem Volumenstrom der Sedimentation zugeführt.

Gegenüber einem kosten- und platzaufwendigeren Schlammabscheidebecken kann eine künstliche Absetzstrecke durch den Eingebau von Schräglamellen deutlich verkürzt und damit die Sedimentation beschleunigt werden.


 

SCHLUSSAUSTAUSCHERANLAGEN

Eine Schlussaustauscheranlage reduziert den Gehalt an restgelösten Metallionen weiter. Hierzu wird das entgiftete, neutralisierte und geklärte Abwasser über einen Kiesfilter und zwei in Reihe geschaltete
Selektivaustauschermodule geschickt. Das die Anlage daraufhin verlassende Wasser gelangt über eine elektronische PH-Endkontrolle in den Kanal.

 

Anlagenausführung:

  • Pumpenequipment
  • Kiesfilter mit Druckdifferenzüberwachung zur Kontrolle des Verschmutzungsgrades
  • 2 hintereinander geschaltete Austauschermodule
  • Druck- und Durchflussmengenüberwachung
Die Kapazität der Schlussaustauscheranlage wird individuell dem Abwasservolumen angepasst.

 

Technische Angaben beziehen sich nur auf die Spezifikation der Produkte. Eigenschaften werden damit nicht zugesichert.
Verbindliche Angaben können nur Zeichnungen in Verbindung mit Produkt-Spezifikationen entnommen werden. Irrtum, technische Änderungen und Liefermöglichkeiten vorbehalten.