Wie gelangen Eisen und Mangan
ins Grundwasser ?
Eisen und Mangan sind natürliche Bestandteile des Bodens. Der Gehalt
schwankt jedoch schon auf engstem Raum.
Grundwasser entsteht durch Versickern (Infiltration) von Regenwasser in
den Boden. Regen ist, durch die Anreicherung mit Luft, sauerstoffreich.
Gelangt nun das Regenwasser in die obere Bodenzone, so veratmen
Bodenbakterien den Sauerstoff aus dem Wasser und atmen Kohlendioxid aus.
Löst sich dieses Kohlendioxid in Wasser entsteht Kohlensäure (wie bei der
Sprudelherstellung mit Kohlendioxidpatronen) und das Grundwasser hat dadurch
einen leicht sauren Charakter.
Eine weitere Ursache des sauren Charakters besteht darin, dass Wässer
die Salzarm sind (wie Regenwasser oder destilliertes Wasser) ,ebenfalls
einen geringen PH-Wert haben. Solche Wässer nennt man "schwach gepuffert".
Grundwässer sind daher meist sauerstoffarm und haben einen leicht sauren
Charakter. In diesen Wässern liegen Eisen und Mangan in einer
wasserlöslichen und daher farblosen Form vor.
Kommt nun das Grundwasser durch Verdüsung oder Beregnung wieder mit
Luftsauerstoff in Verbindung, so verbindet sich dieser mit dem Eisen und
Mangan. Das Eisen und Mangan oxidieren dabei zu einer wasserunlöslichen
Form. Eisen bildet dabei zuerst eine braun gelbliche Trübung. Nach relativ
kurzer Zeit entstehen daraus bräunliche Flocken.
Mangan fällt zu kleinen schwarzen Knollen aus, die einen Durchmesser von
wenigen Millimeter haben. Die Manganknollen werden häufig mit Sandteilchen
verwechselt. Man kann sie aber daran unterscheiden, dass sie sich erst nach
kurzer Zeit bilden, während Sandpartikel sofort erkennbar sind.
Die Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung (TVO):
Eisen: 0,2 mg/l Mangan: 0,05 mg/l
In den Wasserwerken wird Eisen und Mangan durch
Filtration entfernt. Nachdem das Grundwasser aus den Brunnen gefördert
wurde, wird es verdüst oder mit Luft angereichert. Das dabei ausgefällte
Eisen und Mangan wird durch Filtration aus dem Wasser entfernt. Wenn der
Filter nach einer gewissen Laufzeit "verstopft" ist, wird dieser
rückgespült. Den Eisenschlamm fängt man dabei in einem Becken auf um ihn
anschließend zu entsorgen.