Wasser als Informationsträger II

 

Wasser kann Informationen speichern

Wie die Naturheilverfahren selbst, so fügte sich die Vorstellung von einer Informations-Trägerfunktion des Wassers in neuester Zeit organisch in die neu entwickelten systemtheoretischen Modelle in der Biologie ein. Entsprechende ursprünglich von Wladimir Wernadsky, Alexander Gurwitsch, Walter Cannon und vor allem von Ludwig von Bertalanffy entwickelte Konzepte gehören heute zum Allgemeingut naturheilkundlicher Vorstellungen. In neuerer Zeit gilt insbesondere Alfred Pischingers Arbeit über das "System der Grundregulation" als Basis aller Naturheilmethoden. Wie bei Pischinger und seiner Schule wird auch in den systemischen Modellen der rumänischen Forscher Eugen Macovschi und Ian Manzatu, des österreichisch-russischen Biophysikers Karl Trincher und des amerikanischen Biologen James Clegg dem Wasser eine besondere Rolle in der biologischen Regulation zugesprochen. Ein dynamisches Systembild des Wassers selbst wurde in den letzten Jahren von den Österreichern Viktor Gutmann und Gerhard Resch entwickelt.

 


Theoretische und experimentelle Ansätze zur Funktion des Wassers im lebendigen Organismus

Die Forschung zu diesem Thema lässt sich in zwei Grundrichtungen gliedern: eine mehr statische, strukturelle Betrachtungsweise, die sich auf das materielle Substrat konzentriert, und eine dynamische Konzeption, die Betonung auf den Aspekt der Informationsübermittlung legt.

Die erste Richtung beschäftigt sich mit der Frage der Wasserstrukturen. Hier ist vor allem der Bezug zu den Konzepten des russisch-belgischen Physikochemikers Ilya Prigogine (Universitäten Brüssel und Texas) interessant, der die theoretischen Grundlagen der Thermodynamik biologischer Systeme entwickelt hat. Er untersuchte die erstaunliche Tatsache, dass biologische Systeme ihre Form und Struktur gegen die Gesetze der klassischen Physik und Chemie (2.Hauptsatz der Thermodynamik) aufrechterhalten können.

 

 


OFFENE SYSTEME

Während diese Gesetze annehmen, dass alle physikalischen Gebilde der Entropie unterworfen sind, d.h. nach einem energetischen Ausgleich mit der Umgebung streben, der gleichbedeutend mit einem Verlust von Ordnung ist, ist im biologischen Bereich ganz offensichtlich das Gegenteil der Fall: lebende Organismen entwickeln sich zu immer höherer Komplexität und Strukturierung, bauen Ordnung auf und reichern Energie an. Dies ist aber nur möglich, weil es sich um "offene Systeme" handelt, die mit der Umgebung Materie, Energie und Information austauschen. Ihr höherer Ordnungszustand ist von einer ständigen Zufuhr von Energie abhängig. Mit anderen Worten: Der Lebensprozess läuft "weit weg vom thermodynamischen Gleichgewicht" ab.

 

 

 


 

 

STRUKTUR DES WASSERS

Die biophysikalische Forschung hofft heute, durch die Erforschung von Strukturen Einsichten darüber zu gewinnen, wie solche Prozesse weit weg vom Gleichgewicht sich abspielen. Die Untersuchung der Struktur des Wassers, das ja mit dem Leben aufs engste verknüpft ist, verspricht besonders interessante Erkenntnisse.

 

 

 


INFORMATIONSÜBERMITTLUNG

Die zweite Grundrichtung der biologischen Wasserforschung knüpft hier an, indem sie sich mit der Frage beschäftigt, wie in Organismen Information übermittelt wird. Hochgeordnete Strukturen weit weg vom thermodynamischen Gleichgewicht sind nur denkbar, wenn hochentwickelte Systeme der Informationsvermittlung vorhanden sind. Wasser könnte in diesen eine wichtige Rolle spielen.

Wasser als Informationsspeicher
Clusterstrukturen im Wasser
Selbstregulierende Systeme
Experimente
Zukunftsperspektiven
Kosmische Einflüsse

 

     
 

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